Fragen bei dem Vorstellungsgespräch

Fragen bei dem Vorstellungsgespräch

Grundsätzlich wird der Ablauf eines Vorstellungsgespräches von dem Unternehmen selbst, der zu besetzenden Position sowie den Personen bestimmt, die an dem Gespräch beteiligt sind. Allerdings folgen die meisten Vorstellungsgespräche gewissen Standards, so dass sich die Fragen, die bei einem Vorstellungsgespräch gestellt werden, sehr ähneln. Dies begründet sich vor allem damit, dass die Personaler anhand von Leitfäden und in Fortbildungen lernen, welche Fragen sie stellen müssen, um genau die Informationen zu erhalten, die notwendig sind, um den Bewerber sowie seine fachlichen Qualitäten und seine Persönlichkeit einschätzen zu können. Dieser Fragekatalog ist jedoch begrenzt, was letztlich dazu führt, dass die Fragen bei einem Vorstellungsgespräch oft sehr ähnlich sind. Für den Bewerber ergibt sich daraus aber der große Vorteil, dass er sich auf diese Fragen vorbereiten kann. Zu den wichtigsten Fragen, die in nahezu jedem Vorstellungsgespräch gestellt werden, gehören die folgenden Fragen.

  1. Bitte stellen Sie sich vor. / Bitte erzählen Sie über sich. / Bitte schildern Sie uns Ihren bisherigen Werdegang.
  2. Weshalb haben Sie sich gerade bei uns geworben? / Weshalb bewerben Sie sich um diese Position? / Weshalb haben Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden?
  3. Weshalb sollten wir gerade Sie einstellen? / Was unterscheidet Sie von den anderen Bewerbern?
  4. Was erwarten Sie von der Arbeitsstelle? / Wie stellen Sie sich Ihre Tätigkeit vor?
  5. Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
  6. Worin sehen Sie Ihre größten Stärken und was sind Ihre größten Schwächen? / Was würden andere als Ihre größten Stärken und Schwächen bezeichnen? / Was war bislang Ihr größter Erfolg und was Ihr größter Misserfolg?
  7. Wie verbringen Sie die Zeit, in der Sie nicht arbeiten?
  8. Was möchten Sie von uns wissen? / Welche Fragen haben Sie an uns? / Gibt es noch Punkte, die wir klären sollten?


Zu 1:
Die erste Frage fordert den Bewerber dazu auf, sich selbst zu präsentieren. Wichtig dabei ist, die Angaben, die im Lebenslauf gemacht wurden, überzeugend darzustellen und mit weiteren Informationen zu ergänzen. Dabei sollten die Ausführungen Bezug auf die angestrebte Stelle nehmen, um auf diese Weise ein Profil zu erstellen, das aufzeigt, dass der Bewerber zu den geeigneten Kandidaten gehört. Wichtig ist allerdings, die einzelnen Stationen und Fähigkeiten sinnvoll miteinander zu verknüpfen, damit ein roter Faden erkennbar wird. In den schriftlichen Bewerbungsunterlagen achten Personaler in erster Linie auf die fachlichen Qualifikationen. Im Vorgestellgespräch hingegen stehen die Leistungsmotivation sowie die Persönlichkeit im Vordergrund. Das bedeutet, der Bewerber sollte nicht nur aufzeigen, was er kann, sondern auch, wer er ist und seine bisherigen Entscheidungen und Entwicklungen dabei überzeugend begründen und verkaufen. Ein guter Tipp in diesem Zusammenhang ist außerdem, von sich aus auf mögliche Schwachstellen oder Lücken im Lebenslauf hinzuweisen. Dies macht das Kompetenzprofil glaubwürdiger und zudem wird der Personaler dann später nicht mehr so intensiv darauf eingehen.

Zu 2: Bei dieser Frage ist Wissen über das Unternehmen gefragt. Der Personaler möchte überprüfen, ob sich der Bewerber mit dem Unternehmen und der Stelle auseinander gesetzt hat oder ob er sich nur bewirbt, um irgendeinen Job zu haben. In eine ähnliche Richtung geht auch Frage 4.

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Zu 3: Hier gilt es, die wichtigsten Argumente kurz, präzise und auf den Punkt gebracht zu wiederholen. Das bedeutet, der Bewerber sollte verdeutlichen, welche seiner Erfahrungen, Fähigkeiten und Charaktereigenschaften ihn zu der richtigen Besetzung der ausgeschriebenen Stelle machen.

Zu 5: Hier geht es um die Karriereziele des Bewerbers. Er sollte daher aufzeigen, dass er sich kontinuierlich weiterentwickeln möchte, aber auch flexibel genug ist, um sich immer wieder neuen Gegebenheiten anzupassen.

Zu 6: Hier ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn der Bewerber sollte seine größten Vorzüge betonen, dabei aber nicht zu sehr von sich überzeugt auftreten. Sinnvoll ist daher, solche Stärken auszuwählen, die für die Stelle hilfreich sind und die anhand von Zeugnissen oder konkreten Beispielen belegt werden können. Schwächen sollten ebenfalls benannt werden, denn jeder Mensch hat Schwächen und es wäre unglaubwürdig, wenn ausgerechnet der Bewerber keine hätte. Eine gute Strategie hier ist, auf Schwächen zu verweisen, die sich ohnehin schon aus dem Lebenslauf ergeben, beispielsweise eine schlechte Schulnote oder wenig Erfahrung in bestimmten Bereichen, und die durch entsprechende Maßnahmen behoben werden können.

Zu 7: Im Hinblick auf die Freizeitgestaltung sollte der Bewerber aufzeigen, dass er seine arbeitsfreie Zeit durchaus sinnvoll zu nutzen weiß. Allerdings muss er hier nicht allzu sehr ins Detail gehen und sollte Hobbys wie beispielsweise Risikosportarten besser nicht nennen.

Zu 8: Wichtig ist, eigene Fragen zu stellen, denn dadurch zeigt der Bewerber, dass er sich ernsthaft für eine Tätigkeit bei dem Unternehmen interessiert.