Fehler im VorstellungsgesprächEine aussagekräftige und überzeugende schriftliche Bewerbung ist sicherlich nicht immer unbedingt leicht zu erstellen, bietet jedoch den großen Vorteil, dass mögliche Fehler problemlos korrigiert werden können. In einem Vorstellungsgespräch ist dies etwas anders, denn es ist recht schwierig, einen ersten Eindruck, gezeigte Reaktionen oder eher unglückliche Antworten nochmals zu korrigieren.

Dass Bewerber bei einem Vorstellungsgespräch nervös und aufgeregt sind, ist völlig normal und nachdem auch Personaler nur Menschen sind, werden sie für Nervosität und Aufregung durchaus Verständnis zeigen. Anders ist dies allerdings bei den folgenden Fehlern, die ein Bewerber im Zusammenhang mit einem Vorstellungsgespräch auf jeden Fall vermeiden sollte.

1.) Unpünktliches Erscheinen. Das Vorstellungsgespräch ist ein wichtiger Termin und setzt insofern ein pünktliches Erscheinen voraus. Daher sollte der Bewerber seine Anreise so planen, dass er lieber etwas zu früh als zu spät erscheint. Ein Erscheinen weit vor dem Termin ist nicht unbedingt ratsam, denn dies bringt den Personaler möglicherweise in die unangenehme Situation, den Bewerber warten lassen zu müssen. Ein zu spätes Erscheinen ohne wirklich wichtigen Grund gehört allerdings zu den K.O.- Kriterien, denn der Personaler muss davon ausgehen, dass der Bewerber auch im Arbeitsalltag immer mal wieder unpünktlich erscheinen wird. Als Richtlinie gilt daher, dass der Bewerber einige Minuten vor dem vereinbarten Termin eintreffen sollte.

2.) Ungepflegtes oder unpassendes Erscheinungsbild. Es sollte selbstverständlich sein, dass der Bewerber ordentlich und sauber gekleidet sowie gepflegt zu seinem Vorstellungsgespräch erscheint. Wichtig ist jedoch auch, das Erscheinungsbild auf die Branche, das Unternehmen und das künftige Arbeitsumfeld abzustimmen. Durch eine Kleidung, die der Bewerber auch während seines Arbeitsalltages tragen könnte, signalisiert er nämlich, dass er sich mit seinem Arbeitsumfeld auseinandergesetzt hat und sich den Gepflogenheiten anpassen kann und möchte.

3.) Schlechte Vorbereitung. Der Bewerber sollte die Voraussetzungen nicht nur aus fachlicher Sicht erfüllen, sondern auch begründen können, weshalb er gerade bei diesem Unternehmen und in dieser Position tätig werden möchte. Wichtig ist außerdem, dass der Bewerber eigene Fragen vorbereitet, um zu zeigen, dass er wirklich ernsthaft interessiert ist und nicht nur irgendeinen Job sucht.

4.) Unangemessenes Verhalten. Ein freundliches und höfliches Auftreten mit guten Manieren sollte trotz Aufregung und Nervosität selbstverständlich sein. Hierzu gehört auch eine entsprechende Körpersprache, die Interesse und Aufmerksamkeit signalisiert. Außerdem sollte der Bewerber bedenken, dass teilweise Fragen gestellt werden, die ihn bewusst in eine unangenehme Situation bringen werden. Hier gilt es, sachlich und höflich zu reagieren und sich keineswegs Empörung anmerken oder sich zu Gefühlsausbrüchen verleiten zu lassen.

5.) In Fallen tappen. Der Bewerber sollte immer im Hinterkopf behalten, dass er mit jemandem spricht, der sein künftiger Vorgesetzter sein könnte, somit also ein geschäftliches Gespräch führt. Auch bei einem eher lockeren Umgangston sollte sich der Bewerber daher nicht wie bei einem Gespräch mit Freunden oder Kollegen fühlen. Angebotene Zigaretten oder alkoholische Getränke sind daher ebenso tabu wie Lästereien.

6.) Vereinbarungen vergessen. Hat das Unternehmen darum gebeten, beispielsweise bestimmte Unterlagen zum Vorstellungsgespräch mitzubringen, sollte sich der Bewerber unbedingt an diese Absprachen halten. Letztlich gibt es keine Entschuldigung dafür, Vereinbarungen zu vergessen, und auch hier wird der Personaler davon ausgehen, dass sich ein solches Fehlverhalten im Arbeitsalltag wiederholen könnte.

Thema: Die größten 6 Fehler im Vorstellungsgespräch