Eigentlich kannst Du Dir ziemlich sicher sein, dass Du im Vorstellungsgespräch irgendwann nach Deinen Stärken gefragt wirst. Die Frage nach den Stärken gehört nämlich zu den echten Klassikern. Gut vorbereitet, kannst Du Dir hier wertvolle Pluspunkte sichern. Worum es bei der Frage geht und worauf es bei Deiner Antwort ankommt, erklären wir Dir hier.

Vorstellungsgespräch Stärken

Vorstellungsgespräch Fragen

Um was geht es bei der Frage nach den Stärken?

Während die Frage nach den Stärken unter den Personalern sehr beliebt ist, haben viele Bewerber ein mulmiges Gefühl dabei. Du musst aber wirklich keine Angst vor der Frage haben. Da Du davon ausgehen kannst, dass Du früher oder später auf Deine Stärken angesprochen werden wirst, kannst Du Dich im Vorfeld gut auf die Frage vorbereiten. Doch bevor Du Dir Antworten überlegst, musst Du die Frage zunächst einmal durchschauen. Um was geht es also bei der Frage? Wenn Dich der Personaler fragt, was Deine wichtigsten Stärken sind, dann möchte er mit seiner Frage folgendes herausfinden:

  • Wie gut kannst Du Dich selbst einschätzen? Weißt Du, was Dir besonders liegt und was Dich besonders auszeichnet?
  • Hast Du Dir überlegt, worauf es bei dem Job ankommt? Und kannst Du glaubhaft einen Bezug zwischen Deinen Stärken und den Anforderungen des Jobs herstellen?
  • Wie reagierst Du, wenn Dir eine vermeintlich unangenehme Frage gestellt wird? Bleibst Du ruhig und antwortest selbstbewusst? Oder wirst Du nervös und unsicher? Oder wirkt Deine Antwort nicht unbedingt glaubwürdig und überzeugend, sondern einfach nur auswendig gelernt?

Bei der Frage nach den Stärken geht es also im Wesentlichen um Deine Fähigkeit zur Selbsteinschätzung. Entscheidend dabei ist, dass Du den Job und die damit verbundenen Anforderungen im Blick behältst. Für das Unternehmen zählen Deine Kenntnisse und Fähigkeiten. Du bekommst die Stelle, wenn Du für den Job qualifiziert und geeignet bist. Menschliche Stärken sind zwar schön und gut und vielleicht machen sie Dich auch als Person besonders sympathisch. Wenn Du aber nur Stärken nennst, die für die angestrebte Stelle keine Bedeutung haben, wird Dich das nicht unbedingt weiterbringen.

 

Wie sollte ich die Frage nach den Stärken beantworten?

Der allerwichtigste Tipp lautet, dass Du individuell antworten solltest. Zitiere nicht irgendwelche Standardantworten aus Bewerbungsratgebern. Zum einen kennt jeder Personaler diese Antworten und wird deshalb davon wenig beeindruckt sein. Zum anderen willst Du den Personaler ja davon überzeugen, dass gerade Du der ideale Kandidat für die Stelle bist. Überlege Dir also, was Deine persönlichen Stärken sind, die Du im Berufsalltag in der angestrebten Position einbringen kannst. Außerdem solltest Du folgende Punkte beachten:

1. Bleibe ruhig und gelassen. Es muss Dir nicht unangenehm sein, über Deine Pluspunkte zu sprechen. Bei Deiner Bewerbung und im Vorstellungsgespräch geht es darum, dass Du Werbung für Dich machst. Dazu gehört, Dich möglichst positiv zu präsentieren und Deine Stärken hervorzuheben. Wenn Du Deine Stärken nennst, dann hat das nichts mit Arroganz und Überheblichkeit zu tun. Stattdessen zeigst Du dem Personaler, dass Du Dir Gedanken gemacht hast und in der Lage bist, Dich und Dein Können realistisch einzuschätzen und darzustellen.

2. Antworte ehrlich. Der Personaler, der Dir gegenübersitzt, ist ein Profi. Er weiß einerseits, welche Fragen er stellen muss, um an die gewünschten Infos zu kommen. Andererseits wird er es sofort durchschauen, wenn Du ihm Märchen erzählst. Es gibt aber auch überhaupt keinen Grund, Dich zu verstellen. Es bringt nichts, wenn Du irgendwelche Pluspunkte und Eigenschaften vorgaukelst, die Du gar nicht hast. Spätestens im Berufsalltag wird es ohnehin auffliegen, wenn Du übertrieben oder gelogen hast. Bleibe also bei der Wahrheit.

3. Nenne für den Beruf relevante Stärken. Durch die Frage nach Deinen Stärken möchte der Personaler wissen, ob Du Dir über die Stelle und deren Anforderungen Gedanken gemacht hast. Gleichzeitig möchte er ermitteln, ob Du einschätzen kannst, ob und wie Du Deine Stärken für die Stelle nutzen kannst. Nenne also solche Pluspunkte, die Dir im Beruf weiterhelfen.

4. Erkläre Deine Aussagen. Werfe dem Personaler nicht nur irgendwelche Stichwörter an den Kopf. Wenn Du einfach nur Begriffe aneinanderreihst, hast Du damit noch keine Stärken genannt. Zu Deinen Stärken werden die Begriffe erst, wenn Du sie ausführst und mit Beispielen belegst. Außerdem wird Dich der Personaler meist ohnehin nicht mit ein paar Stichwörtern davonkommen lassen. Stattdessen wird er nachfragen. Spätestens dann musst Du Deine Aussagen erklären können.

5. Nenne lieber wenige, aber dafür überzeugende Stärken. Wie generell für die ganze Bewerbung gilt auch für die Stärken, dass Du Dich auf das Wesentliche konzentrieren solltest. Nenne also nicht möglichst viele Pluspunkte, von denen einige möglicherweise belanglos sind. Entscheide Dich stattdessen für zwei, drei wirklich wichtige Stärken und überlege Dir, wie Du diese überzeugend präsentieren kannst.

 

Wie kann ich mich auf die Frage nach den Stärken vorbereiten?

Vorstellungsgespräch Fragen nach StärkenVielen Bewerbern fällt es aus zwei Gründen schwer, ihre Stärken zu nennen. Der erste Grund ist, dass sich viele kaum Gedanken darüber machen, was sie besonders gut können, was ihnen gut liegt und was sie auszeichnet. Häufiger machen sich Menschen Gedanken darüber, was sie weniger gut können und wo ihre Schwächen liegen. Die Stärken hingegen werden oft als selbstverständliche Eigenschaften wahrgenommen. Der zweite Grund ist, dass viele nur ungern über ihre positiven Merkmale sprechen. Schließlich möchten sie nicht arrogant und zu sehr von sich selbst überzeugt wirken. Solche Bedenken sind aber letztlich überflüssig. Durch seine Frage fordert Dich der Personaler nicht dazu auf, Dich selbst zu beweihräuchern. Stattdessen möchte er einfach nur Deine Selbsteinschätzung hören. Das heißt: Er will wissen, ob Du Dir im Klaren darüber bist, was Du kannst. Und er will sehen, ob Du Dich mit dem Job beschäftigt und erkannt hast, welche Deiner Stärken Du wie in den Berufsalltag einbringen kannst. Wenn Du Dich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest, ist es deshalb sinnvoll, wenn Du in vier Schritten vorgehst:

1. Als erstes solltest Du Dir überlegen, worauf es bei dem Job ankommt. Welche Eigenschaften sind besonders wichtig? Du kannst Dich dabei an der Stellenanzeige orientieren, denn hier sind oft bestimmte Anforderungen und Voraussetzungen genannt. Ansonsten kannst Du Dir Berufsbeschreibungen durchlesen oder Dir einen typischen Arbeitsalltag vorstellen.

2. Im nächsten Schritt solltest Du Dir eine Liste mit Deinen Charaktereigenschaften und Merkmalen erstellen. Was kannst Du besonders gut? Was zeichnet Dich aus?

3. Aus Deiner Liste kannst Du nun zwei, drei Stärken auswählen, die Du als Deine größten und wichtigsten Pluspunkte siehst und die auch zu den Anforderungen des Arbeitsalltags passen.

4. Hast Du Dich für Stärken entschieden, überlege Dir konkrete Beispiele dazu. Bei welchen Gelegenheiten kamen Deine Eigenschaften zum Tragen? Wann, wo und wie konntest Du Deine Stärken unter Beweis stellen? Hast Du schon einmal besondere Leistungen erbracht, für die Du gelobst wurdest?

Übertreibe aber nicht, sondern bleibe ehrlich und realistisch. Der Personaler wird es schnell durchschauen, wenn Du ihm Eigenschaften vorspielst, die Du so gar nicht hast. Zudem musst Du immer damit rechnen, dass er nachfragen wird. Wenn Du Dich dann verzettelst oder ins Stocken gerätst, macht das keinen guten Eindruck. Achte außerdem darauf, dass Du nur solche Stärken nennst, die Du auch plausibel verkaufen kannst. So wirkt es beispielsweise komisch, wenn Du erzählst, dass Du kontaktfreudig und schlagfertig bist – im Vorstellungsgespräch aber schüchtern und kleinlaut antwortest. Selbst wenn Dir der Personaler Deine Nervosität und Aufregung zugutehält, wird er Dir die Kontaktfreude und Schlagfertigkeit kaum abnehmen.

 

Was ist, wenn ich noch keine Berufserfahrung habe?

Generell solltest Du versuchen, Deine Stärken mit Beispielen aus Deinem bisherigen Berufsleben zu erläutern. In welchen Situationen haben Dir Deine Stärken weitergeholfen? Wobei konntest Du besondere Eigenschaften unter Beweis stellen? Wann haben es Dir bestimmte Merkmale ermöglicht, eine Aufgabe zu erledigen, eine besondere Leistung zu erbringen oder einen Erfolg zu erzielen? Du musst dabei aber gar nicht unbedingt nach außergewöhnlichen Situationen suchen. Typische, alltägliche Situationen im Berufsalltag sind meist sogar die bessere Wahl, denn sie treten ständig auf. Im Unterschied dazu sind besondere Erfolge und Ausnahmesituationen eher selten. Für den Personaler ist aber letztlich entscheidend, dass Du Dich im Arbeitsalltag und bei Routineaufgaben bewährst und eben nicht nur in ungewöhnlichen Situationen. Nun kann es aber durchaus sein, dass Du noch gar keine oder nur sehr wenig Berufspraxis gesammelt hast. Natürlich kannst Du dann kaum mit Beispielen aus Deinem bisherigen Berufsleben argumentieren. In diesem Fall solltest Du auf Beispiele aus Deinem Schulalltag, Deinen Aktivitäten in der Freizeit oder privaten Lebenssituationen ausweichen. Achte aber darauf, dass Du nicht zu sehr ins Private und Persönliche abdriftest, sondern den beruflichen Aspekt im Auge behältst. Das heißt: Du kannst Beispiele aus Deiner Schulzeit, Deiner Freizeit oder Deinem persönlichen Umfeld als Belege für Deine Stärken auswählen. Überlege Dir dann aber eine Erklärung, warum Deine genannte Eigenschaft eine Stärke ist, die Dir auch in diesem Job nützlich und hilfreich sein wird.

 

Welche Stärken kann ich im Vorstellungsgespräch nennen?

Die eine, einzige perfekte Antwort auf die Frage nach den Stärken gibt es nicht. Dies liegt zum einen daran, dass jeder Mensch seine eigenen Stärken hat. Es gilt also, die Pluspunkte zu finden, die Dich ganz persönlich ausmachen. Zum anderen hängt es immer vom Beruf und der jeweiligen Stelle ab, welche Merkmale dabei besonders gefragt sind. Allerdings gibt es ein paar grundlegende Eigenschaften, die bei jedem Job von Bedeutung sind. So kannst Du unter anderem folgende Merkmale als Deine Stärken nennen:

  • Belastbarkeit: Du bist körperlich fit, geistig auf der Höhe und den Anforderungen des Berufslebens gewachsen. Du kannst mit schwierigen Situationen und Stress umgehen und behältst auch in großem Trubel die Übersicht.
  • Ehrgeiz: Statt Ehrgeiz könntest Du auch von Zielstrebigkeit sprechen. Das heißt, Du hast ein Ziel und setzt alles daran, dieses Ziel zu erreichen. Hierzu gehören dann auch Eigenschaften wie Disziplin und Durchsetzungsvermögen.
  • Engagement: Wenn Du Dich um eine Stelle bewirbst, sollte selbstverständlich sein, dass Du motiviert bist. Schließlich willst Du ja genau diese Stelle auch haben. Engagement geht noch ein bisschen über reine Motivation hinaus. So bedeutet Engagement, dass Du Dich einbringst, mit Freude arbeitest und Dich weiterentwickeln möchtest. Zum Engagement gehört aber auch, dass Du nicht nur die Aufgaben erledigst, die Dir zugeteilt werden, sondern dass Du selbst die Initiative ergreifst.
  • Flexibilität: Flexibilität hat viele Facetten. So bedeutet Flexibilität beispielsweise, dass Du Dich schnell zurechtfindest, rasch in neue Aufgabenbereiche einarbeiten kannst und an wechselnden Orten einsetzbar bist. Aber auch Reisebereitschaft, Mobilität und die Möglichkeit, zu verschiedenen Zeiten zu arbeiten, machen Dich zu einem flexiblen Mitarbeiter.
  • Freundliche, zuvorkommende Art: Gute Umgangsformen sollten selbstverständlich sein. Bist Du ein sehr offener Mensch, der wertungsfrei auf andere zugeht, schnell Kontakte knüpft und mit anderen ins Gespräch kommt, kann das aber ein wichtiger Pluspunkt sein. Auch eine gute Ausdrucksfähigkeit und ein versierter Umgang mit Sprache können Dir zugutekommen.
  • Kreativität: Kreativität bedeutet nicht zwangsläufig, dass Du künstlerisches Talent mitbringst. Es gibt zwar Berufe, bei denen kreativ-handwerkliche Tätigkeiten an der Tagesordnung sind, beispielsweise als Erzieherin und im Bereich Werbung. Allgemeiner heißt Kreativität mit Blick auf den Beruf, dass Du nicht stur an einem Schema festhältst und in der Lage bist, neue Ideen und Lösungen zu entwickeln.
  • Loyalität: Arbeitgeber möchten, dass Du Dich mit dem Unternehmen identifizierst und hinter ihm stehst. Außerdem sollst Du Dich gegenüber Dritten nicht schlecht über das Unternehmen äußern. Mit einem loyalen Verhalten hängen auch Verschwiegenheit und ein gewissenhafter Umgang mit Betriebsinterna und vertraulichen Infos zusammen.
  • Organisationstalent: Damit Du Deine Aufgaben in der vorgegebenen Zeit meistern kannst, musst Du strukturiert und systematisch vorgehen. Du musst die Abläufe planen und die einzelnen Schritte koordinieren. Außerdem solltest Du in der Lage sein, den Überblick zu bewahren und auch in Stresssituationen organisiert zu bleiben.
  • Teamgeist: In sehr vielen Berufen arbeitest Du nicht eigenständig, sondern eingebunden in ein Team. Deshalb ist wichtig, dass Du Dich in eine Gruppe eingliedern kannst und bereit bist, mit anderen zusammenzuarbeiten. Dies wiederum erfordert Eigenschaften wie beispielsweise Anpassungsfähigkeit und Kompromissbereitschaft, aber auch Durchsetzungsvermögen. Aber auch wenn Du weitestgehend eigenständig arbeitest, spielt der Teamgeist eine Rolle. Als Mitarbeiter bist Du nämlich Teil des Unternehmens und damit automatisch auch ein Teil des gesamten Teams.
  • Verantwortungsbewusstsein: Arbeitgeber sehen es gerne, wenn Du Deiner Arbeit pflichtbewusst nachgehst und bereit bist, Verantwortung zu übernehmen. Dabei umfasst Verantwortung aber nicht nur die Leitung eines Projekts, die Zuständigkeit für einen Aufgabenbereich oder das Delegieren von Aufgaben und das Führen von anderen Mitarbeitern. Verantwortungs- und Pflichtbewusststein heißt beispielsweise auch, Fehler einzuräumen und sich der Konsequenzen des eigenen Handelns bewusst zu sein.
  • Zuverlässigkeit: Ein Arbeitgeber möchte und muss sich auf Dich verlassen können. Wenn Dir eine Aufgabe zugeteilt wird, dann rechnet Dein Arbeitgeber damit, dass Du diese Arbeit auch erledigst. Außerdem gehören zur Zuverlässigkeit weitere Aspekte, beispielsweise dass Du pünktlich erscheinst und Absprachen einhältst.

Beachte aber: Bei den genannten Beispielen handelt es sich um allgemeine Eigenschaften. Du kannst nicht viel falsch machen, wenn Du auf solche Standardantworten zurückgreifst. Damit die genannten Merkmale aber zu echten Stärken werden, die Dich auszeichnen und Dir Pluspunkte bringen, musst Du sie mit eigenen Beispielen erläutern. Der Personaler wird sich in den meisten Fällen nicht damit zufriedengeben, wenn Du ihm nur solche bewährten Merkmale nennst. Wenn Du von Dir aus keine Beispiele und Situationen schilderst, wird er nachfragen. Schließlich möchte er Dich kennenlernen und Deine Eignung für den Beruf feststellen. Zeige also durch Deine Antworten, dass Du Dich ernsthaft mit der Stelle und den Anforderungen auseinandergesetzt hast. Und überlege Dir plausible Erklärungen, wie und warum Du Deine genannten Eigenschaften als Stärken in den Arbeitsalltag einbringen kannst.

Überlege außerdem immer, was für die angestrebte Stelle besonders wichtig ist. Ein Bankkaufmann oder eine Bürokauffrau kann mit Eigenschaften wie beispielsweise Kunden- und Serviceorientierung, einem höflichen Auftreten und einer systematischen Arbeitsweise punkten. In der Altenpflege hingegen stehen Merkmale wie Belastbarkeit, Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen im Vordergrund, während als Polizist Teamgeist und Durchsetzungsvermögen zählen. Wenn Du Dich um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz im Kindergarten bewirbst, dürften herausragende Computerkenntnisse aber eher weniger interessant sein.

 

Was sind keine guten Antworten?

Bei der Frage nach Deinen Stärken geht es einerseits um Deine Fähigkeit, Dich selbst einzuschätzen und Dich selbst zu präsentieren. Andererseits möchte der Personaler herausfinden, ob Du Dich mit dem Beruf, der Stelle und den Anforderungen in dieser Position auseinandergesetzt hast. Hinzu kommt, dass der Personaler testen will, wie Du in eher unangenehmen und stressigen Situationen reagierst. Bei Deiner Antwort ist deshalb wichtig, dass Du ruhig, gelassen und souverän erklärst, worin Du Deine größten Stärken siehst. Gleichzeitig solltest Du folgende Fehler möglichst vermeiden:

  • Keine Stärken nennen. Bescheidenheit ist zwar eine Tugend, bei einer Bewerbung und in einem Vorstellungsgespräch aber fehl am Platze. Schließlich ist Dein Ziel, Dich möglichst positiv und so überzeugend zu präsentieren, dass Du die Stelle am Ende bekommst. Natürlich bedeutet das nicht, dass Du überheblich und arrogant auftreten und so tun sollst, alles könntest Du alles am besten. Aber es ist wichtig, dass Du Deine persönlichen Stärken benennen kannst. Wenn Du Dir nicht überlegt hast, was Dich auszeichnet und was Dir besonders gut liegt, signalisierst Du dem Personaler, dass Du Dich offensichtlich nicht selbst einschätzen kannst. Oder dass Du Dich auf das Vorstellungsgespräch nicht vorbereitet hast. Beides ist alles andere als positiv.
  • Eigenschaften nur aufzählen. Bloß weil Du irgendwelche Stichwörter aufzählst, hast Du noch lange keine Stärken genannt. Zu Stärken werden die Begriffe erst, wenn Du sie dazu machst. Erkläre Deine Aussagen also immer und nenne dabei konkrete Beispiele aus Deinem Berufsleben, Deiner Schullaufbahn oder anderen Lebenssituationen. Wenn Du Deine Antwort erläuterst, wirkt sie nicht nur glaubwürdiger und überzeugender. Stattdessen verhinderst Du damit auch, dass der Personaler Rückfragen stellt, die Dich möglicherweise in Verlegenheit oder aus dem Konzept bringen.
  • Stärken nennen, die nichts mit dem Beruf zu tun haben. Beim Vorstellungsgespräch möchte Dich der Personaler zwar als Person kennenlernen. Aber sein Hauptinteresse gilt Deinen Fähigkeiten und Qualifikationen. Ihn interessiert, ob Du für den Job geeignet bist und die erforderlichen Voraussetzungen mitbringst. Wähle deshalb Stärken aus, die für den Beruf von Bedeutung sind. Menschliche Eigenschaften machen Dich zwar sympathisch, für den Personaler zählen aber Deine fachlichen Stärken. Verliere den beruflichen Aspekt bei der Frage deshalb nicht aus den Augen.
  • Besonders originell oder witzig sein wollen. Mit Standardantworten liegst Du zwar meistens richtig. Dicke Pluspunkte wirst Du damit aber eher nicht sammeln können. Durch ausgewählte Stärken mit guten Erklärungen zeigst Du dem Personaler, dass Du Dich mit der Stelle beschäftigt und auf das Gespräch vorbereitet hast. Allerdings hat der Personaler die klassischen Antworten eben schon unzählige Male gehört. Trotzdem solltest Du nicht versuchen, besonders originell oder witzig sein zu wollen. Bei einem Vorstellungsgespräch geht es immerhin um einen Job und um Deine berufliche Zukunft. Gehe deshalb mit dem notwendigen Ernst an die Sache heran. Natürlich musst und sollst Du Dich nicht verstellen. Und es spricht überhaupt nichts dagegen, wenn Du dem Personaler ein Lächeln, ein Schmunzeln oder gar einen Lacher abringst. Aber behalte immer im Hinterkopf, dass das Unternehmen eine zuverlässige und motivierte Arbeitskraft sucht und keinen Pausenclown. Beachte außerdem, dass Du einen professionellen und seriösen Eindruck hinterlassen willst.
  • Auswendiggelernte Floskeln vortragen. Um die Frage nach Deinen Stärken souverän meistern zu können, musst Du Dir im Vorfeld natürlich Gedanken dazu machen. Lerne Deine Antwort aber nicht auswendig. Es wirkt komisch, wenn Deine Antwort wie aus der Pistole geschossen kommt und so klingt, also hättest Du nur darauf gewartet, bis Du Deine Sätze endlich aufsagen kannst. Zum anderen weißt Du nicht, wie Dich der Personaler nach Deinen Stärken fragt. Vielleicht fragt er gar nicht direkt, sondern wählt eine andere Formulierung. Deine zurecht gelegte Antwort passt dann möglicherweise gar nicht mehr. Besser ist also, wenn Du Dir Deine Stärken samt Beispielen überlegst, Deine Antwort aber spontan formulierst.

 

Welche Stärken solltest Du besser nicht nennen?

Grundsätzlich gibt es bei den Stärken kein Richtig oder Falsch. Immerhin geht es um Deine ganz persönlichen Eigenschaften. Trotzdem solltest Du Deine Stärken mit Bedacht auswählen. Sie müssen nämlich nicht nur wahr sein, zum Job passen und von Dir glaubhaft präsentiert werden. Stattdessen gibt es ein paar Stärken, die nicht unbedingt geschickt sind, denn sie könnten falsche Rückschlüsse zulassen. Hier ein paar Beispiele für Stärken, die der Personaler auch zu Deinen Ungunsten interpretieren könnte:

  • Kritikfähigkeit: Dass Du gut mit Kritik umgehen kannst, ist an sich eine gute Eigenschaft. Schließlich bietet Kritik immer die Chance, aus seinen Fehlern zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Wenn Du im Umgang mit Kritik aber schon so erfahren bist, dass Du daraus eine Stärke entwickelt hast, wirst Du wohl schon sehr oft kritisiert worden sein. Also kann Deine Arbeit oder Dein Verhalten nicht wirklich gut gewesen sein, sonst wärest Du ja nicht ständig kritisiert worden.
  • Lernbereitschaft: Es ist gut und wichtig, dass Du Neues lernen und Dich weiterentwickeln möchtest. Eine Stärke ist das aber nicht. Der Personaler wird Dich nicht für das einstellen, was Du eventuell in Zukunft lernen und können wirst. Sondern er entscheidet sich für Dich, wenn Du ihn von Deinen vorhandenen Kenntnissen und Fähigkeiten überzeugst.
  • Stressresistenz: Viele Bewerber erklären ganz stolz, dass sie gerade bei großem Arbeitsanfall, Druck und unter Stress erst so richtig zur Topform auflaufen. Es ist zwar löblich, wenn Du auch in Stresssituationen einen kühlen Kopf bewahrst und mit Druck umgehen kannst. Aber was ist, wenn es eher ruhig ist oder nur Routineaufgaben anstehen? Drosselst Du dann Deine Leistung? Arbeitest Du ohne Druck und Stress nur mit halber Kraft?
  • Kontaktfreude: Wenn Du in einem Bereich arbeitest, bei dem Du viel mit anderen Menschen zu tun hast, ist natürlich wichtig, dass Du kommunikativ bist und schnell Kontakte knüpfst. Allerdings musst Du zwei Dinge beachten, wenn Du Kontaktfreude als Stärke nennst. So solltest Du zum einen darauf achten, dass Du diese Stärke auch im Vorstellungsgespräch zeigst. Eine offene, freundliche und kommunikative Art wird Dir niemand abnehmen, wenn Du ruhig und verschüchtert vor dem Personaler sitzt. Zum anderen brauchst Du ein Beispiel, das Deine Kontaktfreude als hilfreiche und nützliche Eigenschaft belegt. Andernfalls könnte der Personaler befürchten, dass Deine Arbeit bei all den Schwätzchen mit Kollegen und Kunden zu kurz kommen könnte.

 

Achtung: Verwechsle Stärken nicht mit Hobbys!

Bevor Du Dir überlegst, welche Eigenschaften und Merkmale Dich auszeichnen, solltest Du Dir klarmachen, was Stärken überhaupt sind. Stärken sind Eigenschaften, die Dich kennzeichnen. Dies können Charakterzüge sein, aber auch besondere Kenntnisse oder Fertigkeiten. Aber nicht alles, was Dich interessiert, was Du gerne magst oder was Du kannst, ist automatisch eine Stärke. Wenn Du beispielsweise in Deiner Freizeit gerne malst und bastelst, ist das zunächst einmal ein Hobby. Zu einer Stärke wird das Ganze erst, wenn Du verdeutlichen kannst, dass Du auch andere für Dein Hobby begeistern, sie zum Mitmachen motivieren und ihnen etwas beibringen kannst. Bewirbst Du Dich in einem Kindergarten, wird Dir diese Mischung aus Kreativität, handwerklichem Geschick und Begeisterungsfähigkeit als Stärke sicher Pluspunkte bringen. Bewirbst Du Dich hingegen im Servicebereich einer Bank, dürfte Dein Mal- und Basteltalent eher keine Rolle spielen.

Noch ein anderes Beispiel: In Deiner Freizeit schraubst Du leidenschaftlich gerne an Deinem Mofa oder Auto. Dein Interesse an Fahrzeugen ist keine Stärke, auch wenn dieses Interesse noch so ausgeprägt sein mag. Stärken wären beispielsweise Dein technisches Verständnis und Deine Fähigkeit, komplexe Abläufe schnell zu durchschauen. Als Beleg für diese Stärken kannst Du erklären, wann und welche Reparaturen oder Umbauten Du an Deinem Fahrzeug durchgeführt hast. Dein leidenschaftliches Schrauben an Mofas oder Autos ist also keine Stärke, sondern ein Beispiel für eine Deiner Stärken.

Welche anderen Formulierungen kann der Personaler verwenden statt direkt nach den Stärken zu fragen?

In vielen Fällen wird Dich der Personaler ganz direkt nach Deinen Stärken fragen. Typische Fragen lauten dann beispielsweise „Worin sehen Sie Ihre größten Stärken?“, „Nennen Sie mir bitte Ihre drei größten Stärken.“ oder „Was würden Sie als Ihre wichtigsten Pluspunkte bezeichnen?“. Nun wissen Personaler aber auch, dass sich Bewerber auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten. Die Frage nach den Stärken gehört zu den Standardfragen und es ist bekannt, dass sie früher oder später gestellt wird. Deshalb machen sich die meisten Bewerber Gedanken darüber, wie sie die Frage beantworten können. Um keine vorher zurecht gelegten Antworten zu hören, stellen einige Personaler die Frage deshalb ein wenig anders. So können sie nämlich nicht nur die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung abfragen, sondern auch den Umgang mit Stressfragen testen. Statt Dich direkt dazu aufzufordern, ihm Deine größten und wichtigsten Stärken zu nennen, kann Dich der Personaler beispielsweise fragen,

  • welche Eigenschaften Deiner Meinung nach für die Stelle besonders wichtig sind,
  • mit welchen drei Wörtern Du Dich beschreiben würdest,
  • was andere besonders gerne an Dir mögen,
  • was andere über Dich sagen,
  • wie Du vorgehst, wenn es gilt, ein Problem zu lösen,
  • wann Du zum ersten Mal über Deine Charaktermerkmale und besonderen Eigenschaften nachgedacht hast.
    Wichtig für Dich ist, dass Du die Absicht hinter der Frage erkennst, egal welche Formulierung der Personaler verwendet: Es geht immer um Deine Stärken und Deine Fähigkeit, Dich selbst einzuschätzen. Nenne also Eigenschaften, die Dich auszeichnen. Und achte darauf, dass die Merkmale, die Du nennst, einen Bezug zu den Aufgaben haben, die Dich im neuen Job erwarten. Erkläre Deine Aussagen außerdem mithilfe von konkreten Beispielen, die belegen, wo und wie Du Deine Stärken einsetzen konntest.

 

Was haben Erfolge mit Stärken zu tun?

Statt Dich nach Deinen Stärken zu fragen, kann Dich der Personaler auch auf Deine bisherigen Erfolge ansprechen. Diese Frage ist eng mit der Frage nach den Stärken verwandt. Auch bei den Erfolgen geht es darum, wie gut Du Dich selbst einschätzen und wie souverän Du Dich präsentieren kannst. Außerdem gibt Dir die Frage die Möglichkeit, Deine Stärken und Fähigkeiten durch konkrete Beispiele aufzuzeigen. Bei der Erfolgsfrage kannst Du punkten, wenn Du bei Deiner Antwort Infos auf folgende vier Aspekte lieferst:

1. Kannst Du Dich selbst einschätzen? Jeder Mensch hat bestimmte Dinge erreicht und gewisse Erfolge erzielt. Genauso hat jeder Mensch Rückschläge erlebt und Situationen nicht erfolgreich meistern können. Der Personaler möchte durch seine Frage aber letztlich nur wissen, ob Du Deine Stärken kennst und nutzen kannst. Überlege Dir also, wann Du ein Ziel erreicht oder einen Erfolg erzielt hast. Und analysiere für Dich, welche Deiner Eigenschaften Dir dabei besonders geholfen haben.

2. Welche Erfolge hast Du erzielt? Es kann durchaus sein, dass Du den einen größten Erfolg noch nicht vorzuweisen hast. Vielleicht hast Du auch schon Ziele erreicht, die Du selbst nicht als große Erfolge bezeichnen würdest. Jeder Mensch empfindet anders und was der eine als großen Erfolg sieht, würde der andere so nicht einstufen. Wenn Du für Dich selbst keinen persönlichen größten Erfolg ausmachen kannst, dann sage das ruhig genau so. Und nenne stattdessen zwei, drei kleinere Ziele, die Du erreicht hast. Es wird Dir mehr Pluspunkte einbringen, wenn Du an dieser Stelle ehrlich bist, als wenn Du irgendwelche Nebensächlichkeiten als große Erfolge verkaufen willst. Durch Deine Ehrlichkeit stellst Du nämlich unter Beweis, dass Du Dich selbst einzuschätzen weißt.

3. Wie hast Du die Erfolge erreicht? Nenne dem Personaler nicht nur das Ergebnis, sondern beschreibe ihm auch den Weg dorthin. Erläutere, wie viel Arbeit Du investiert hast und welche Bedeutung das erreichte Ziel für Dich (oder auch Deinen letzten Arbeitgeber) hatte.

4. Wer hat Dir geholfen? In vielen Fällen wirst Du große Erfolge nicht alleine erreicht haben. Stattdessen wird es Menschen gegeben haben, die Dich auf Deinem Weg unterstützt, gefördert oder angetrieben haben. Diese Menschen kannst und solltest Du nennen. Dadurch verdeutlichst Du nämlich ganz nebenbei, dass Du Teamgeist mitbringst und auch die Leistungen anderer fair anerkennst.

Wenn Du Deine Erfolge oder Etappenziele nennst, achte auf den beruflichen Aspekt. Behalte immer im Hinterkopf, dass Du Dich um einen Job bewirbst und es darum geht, Dein berufliches Können und Deine Eignung für die Stelle zu präsentieren. Hast Du bereits Berufserfahrung, solltest Du deshalb auf Erfolge in Deinem bisherigen Berufsleben hinweisen. Dies können beispielsweise eine besonders schwierige Aufgabe, ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt oder auch bedeutende Aufträge, die Du an Land gezogen oder an denen Du maßgeblich beteiligt warst, sein. Hast Du noch keine Berufserfahrung, kannst Du auf Erfolge in der Schule, während Deiner Ausbildung oder im privaten Bereich zurückgreifen. Hier kannst Du unter anderem eine anspruchsvolle Prüfung, Schulprojekte, sportliche Erfolge oder ehrenamtliche Leistungen nennen. Daneben können Eigenschaften wie Ausdauer, Disziplin oder viel Engagement Eigenschaften sein, die Du als Stärken einsetzen konntest, um Dein Ziel zu erreichen oder Leistungen zu erbringen, die Dir kaum jemand so zugetraut hat. Achte aber darauf, dass Du nicht zu persönlich wirst. Versuche stattdessen immer, einen Bezug zum Beruf herzustellen.

 

Was haben Herausforderungen mit Stärken zu tun?

Eine weitere Frage, bei der es um Deine Stärken und Deine Fähigkeit zur Selbsteinschätzung geht, ist die Frage nach Deiner bislang größten Herausforderung. Diese Frage solltest Du beantworten, indem Du

  • ein Beispiel aus Deinem Berufsleben oder Deiner Schullaufbahn wählst,
  • ausführst, welche Aufgabe es dabei zu meistern galt oder für welches Problem eine Lösung gefunden werden musste,
  • erklärst, wie Du vorgegangen bist und welche Deiner Eigenschaften Dir dabei besonders geholfen haben, und
  • aufzeigst, welche Erfahrungen und Erkenntnisse Du daraus gewonnen hast, die Dir auch in Zukunft zugutekommen werden.

Verzichte darauf, dem Personaler zu erzählen, dass Du in der Vergangenheit schon viele Herausforderungen gemeistert hast. Oder dass Du Dich sehr gerne großen Herausforderungen stellst. Oder dass der Job, um den Du Dich bewirbst, Deine bislang größte Herausforderung werden wird. Die beiden ersten Antworten sagen letztlich nichts aus. Zudem musst Du damit rechnen, dass der Personaler einhaken und Dich auffordern wird, ihm ein konkretes Beispiel zu nennen. Schließlich hat er Dich nicht nach irgendwelchen, sondern nach Deiner größten Herausforderung gefragt. Dass dieser Job Deine größte Herausforderung wird, ist deshalb keine gute Antwort, weil sie sich auf die Zukunft bezieht. Der Personaler interessiert sich aber für die Qualifikationen, Kompetenzen und Stärken, die Du mitbringst und die Dich zur idealen Besetzung für die Position machen. Das Wissen und Können, das Du Dir vielleicht noch aneignen wirst, zählt für seine Beurteilung nicht.

Welches Beispiel Du wählst, bleibt Deiner Entscheidung überlassen. Wichtig ist nur, dass Du plausibel aufzeigen kannst, warum gerade dieses Beispiel eine große Herausforderung für Dich war und wie Du sie gemeistert hast. Am besten ist natürlich, wenn Du ein Beispiel aus Deinem Berufsleben nennen kannst. Hast Du noch keine oder nur wenig Berufserfahrung, kannst Du auch eine Herausforderung während Deiner Schulzeit oder Deiner Ausbildung nennen. Wenn es passt, eignet sich eine Herausforderung im Sport oder im Zusammenhang mit Deinen Freizeitaktivitäten ebenfalls. Wichtig ist aber, dass Du einen Bezug zwischen Deinen Leistungen und dem gewünschten Job herstellst. Das bedeutet: Du solltest aufzeigen, dass Du beim Meistern der Herausforderung Fähigkeiten und Eigenschaften gebraucht hast, von denen Du auch im Beruf profitieren wirst.

 

Die 6 wichtigsten Punkte zur Frage nach den Stärken auf einen Blick

Damit Du Dir ins Gedächtnis rufen kannst, worauf es ankommt, wenn Dich der Personaler nach Deinen Stärken fragt, haben wir hier die wichtigsten Punkte noch einmal als eine Art Checkliste für Dich zusammengefasst:

1. Bleibe ehrlich und authentisch. Erfinde keine Stärken und übertreibe nicht. Mache keine Versprechen, die Du nicht halten kannst.

2. Präsentiere Deine Stärken selbstbewusst und sicher. Mache deutlich, dass Du Dich selbst einschätzen kannst und weißt, was Du zu bieten hast.

3. Überlege, worauf es bei der Stelle ankommt. Und wähle Stärken aus, die für diesen Beruf von Bedeutung sind. Oder zumindest Eigenschaften, die Dir im Arbeitsalltag hilfreich und nützlich sein werden.

4. Nenne nicht nur irgendwelche Stichwörter, sondern erkläre Deine Aussagen anhand von konkreten Beispielen.

5. Bereite Dich auf Rückfragen vor. Der Personaler will nicht nur wissen, ob Du Dich selbst einschätzen kannst. Er will auch testen, ob Du Dich wirklich mit Deinen Stärken auseinandergesetzt hast oder ob Du nur irgendwelche Standardantworten zitierst. Und er will sehen, wie Du in Stresssituationen reagierst.

6. Verliere den beruflichen Aspekt nicht aus den Augen. Wenn Du gerade erst die Schule beendet hast, Dich um einen Ausbildungsplatz bewirbst oder keine Berufserfahrung mitbringst, kannst Du Deine Stärken mit Beispielen aus dem privaten Bereich erklären. Achte aber darauf, dass es nicht zu persönlich und privat wird. Bedenke, dass für den Personaler Deine Eignung für die ausgeschriebene Stelle zählt.