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Anreise zum VorstellungsgesprächNichts kann ein Vorstellungsgespräch so schnell negativ beginnen lassen wie ein unpünktliches Erscheinen. Zu spätes Ankommen ist ebenso unerwünscht, wie es nicht gern gesehen wird, wenn sich Bewerber wesentlich zu früh anmelden. Den richtigen Zeitpunkt zu treffen soll hier leicht erläutert und nachvollziehbar gemacht werden. Mit einigen einfachen Maßnahmen ist die Pünktlichkeit zu gewährleisten, wie sich im Folgenden zeigen wird. Zusammenfassend bietet die kleine Liste eine übersichtliche Handlungsanweisung und einen Leitfaden.

  • Pünktlichkeit ist, zur exakt vereinbarten Zeit zu erscheinen
  • 10 Minuten zuvor am Empfang zu erscheinen macht Sinn, um sich zu sammeln
  • Jede Verspätung ist immer zu vermeiden
  • Der Anreiseweg sollte bekannt sein
  • Die Zeit für die Anreise sollte vorausberechnet werden
  • Die Fahrt vorzubereiten, erhöht die Pünktlichkeit
  • Verspätungen sind immer umgehend mitzuteilen
  • Nach einer Verspätung ist unaufgefordert eine plausible Erklärung abzugeben

Pünktlichkeit nach der Uhr messen

Im Einladungsschreiben zum Vorstellungsgespräch werden Datum und Uhrzeit genannt. Diese sind exakt einzuhalten. Ergo sollte der Bewerber auf seiner Uhr die genaue Zeit eingestellt haben. Zeitangaben von Smartphone und Handys können durchaus auch ungenau sein und sollten kontrolliert werden. Wer um 12:00 eingeladen wird, sollte exakt zu diesem Zeitpunkt bei der Personalabteilung oder der angegebenen Person erscheinen. Weder eine Minute nach 12:00 Uhr, als auch eine Minute vor 12:00 Uhr sind exakt, wobei einige Minuten zu früh zu erscheinen selten negativ gesehen wird.

Wenn das Vorstellungsgespräch im Gebäude einer größeren Firma stattfindet, ist es üblich, sich zuvor am Empfang anzumelden. In diesem Fall ist es sogar sinnvoll 5-10 Minuten vor der Zeit zu erscheinen. Außerdem sind die Mitarbeiter am Empfang nicht selten in das Prozedere eingeweiht und tragen zur Beurteilung der Bewerber bei. Ein netter Smalltalk ist dort daher angebracht. Zudem werden am Empfang oft Broschüren der Firma ausliegen, die durchaus einmal durchgelesen werden sollten. Dies vermittelt Interesse am Unternehmen und lenkt von einer eventuellen Nervosität ab.

Den Anreiseweg genau berechnen

Bevor Sie die Anreise zu einem Vorstellungsgespräch antreten, ist es unbedingt erforderlich, die Anreisezeit sehr exakt zu bestimmen. Es darf zu keiner Verspätung und somit zu keiner Verzögerung unterwegs kommen. Wer mit dem Auto anreist sollte sich nicht allein auf die Angaben eines Navigationsprogramms verlassen. Unerwartet kann ein Stau entstehen, oder es befinden sich Baustellen auf den Straßen. Gehen Sie, wenn möglich, auf Nummer sicher und unternehmen tags zuvor eine Probefahrt, um die Fahrtzeit zu erkunden und den Weg kennenzulernen.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte sich nicht auf die absolute Pünktlichkeit von Bus und Bahn verlassen. Verspätungen und Ausfälle von Verkehrsmitteln können vorkommen. Es empfiehlt sich daher eine Verbindung zu wählen, bei der ein vorzeitiges Ankommen im Plan liegt. So kann bei pünktlicher Reise vor Betreten der Firma noch ein  beruhigender Spaziergang unternommen werden.

Vor Antritt der Reise ist es stets auch zu empfehlen, sich über die Verkehrslage zu informieren. Der Verkehrsfunk im Radio und im Internet bieten hinreichende Daten. So können die Zeiten der Anfahrt besser eingeschätzt werden. Außerdem beruhigt diese Gewissheit die angespannten Nerven, die vor einem Vorstellungsgespräch fast immer auftreten werden.

Vorbereitungen und Pünktlichkeit

Um eine Anreise zügig und ohne Hindernisse gestalten zu können, ist eine gründliche Vorbereitung zu gewährleisten. Das Auto ist vollzutanken und sollte keine schwerwiegenden Mängel aufweisen, die die Fahrt gefährden können. Vor der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte rechtzeitig eine Fahrkarte gekauft werden, um bei der Gelegenheit auch den aktuellen Fahrplan zu erhalten. Alternativen zur Fahrstrecke und alternative Verbindungen sind auszuloten, um Schwierigkeiten hinreichend begegnen zu können. Des Weitern ist genügend Bargeld mitzuführen, um unterwegs zusätzliche Tickets oder Benzin kaufen zu können. Wenn dies auch nicht immer notwendig sein wird, so trägt es aber zur Beruhigung bei.

Schließlich sollte es stets möglich sein, das Unternehmen telefonisch zu erreichen. Daher sind die Adressdaten inklusive der Telefonnummern mitzuführen. So kann im Notfall ein Anruf getätigt werden.

Wenn eine Verspätung unvermeidlich wird

1.) Dennoch kann es zu Verzögerungen kommen, wenn unterwegs ein Unfall geschieht, eine Bahn wegen defekt ausfällt, sich ein unerwarteter Stau bildet etc. Sollte eine pünktliche Erscheinung zur Unmöglichkeit werden, ist die Person, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen hat, umgehend zu informieren. Ein rechtzeitiger Anruf kann dazu führen, dass sich am gleichen Tag eventuell ein späterer Terim vereinbaren lässt. In jedem Fall wird die Zuverlässigkeit der eigenen Person nicht infrage gestellt werden können.

2.) Kann das Vorstellungsgespräch dennoch noch stattfinden, so ist zu Beginn eine plausible Erklärung über die Ursache der Verspätung abzugeben. Dies unerwähnt zu lassen, auch wenn zuvor ein Anruf getätigt wurde, wird negativ bewertet. Wenn möglich kann der Grund der Verspätung auch belegt werden. Die Deutsche Bahn etwa stellt schriftliche Bestätigungen aus. Sollte ein Verkehrsunfall geschehen sein, kann ein Schriftstück der Verkehrspolizei vorgezeigt werden, wenn dies erwünscht wird.

3.) Jede Verspätung wird zu zusätzlicher Nervosität führen. Daher sollte sich dennoch kurz vor Betreten der Firma noch eine kurze Zeit der Erholung gegönnt werden. Abgehetzt zum Vorstellungsgespräch zu erscheinen, erhöht den negativen Eindruck und führt zur Unkonzentriertheit. Im Verlauf wird das Gespräch dadurch eher negativ verlaufen. Sich zuvor kurz noch einmal frischzumachen allein hilft oft schon aus.

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