Körpersprache Augen: Die vollständige Bedeutung

Körpersprache AugenBlicke können fesseln, zum Handeln auffordern oder sogar vermeintlich töten. Kennen Sie eine Person gut, wissen Sie oft schon bei einem Augenzwinkern, was los ist, und können entsprechend reagieren. Doch wie sieht das eigentlich im Vorstellungsgespräch aus? Welche Bedeutung hat die Körpersprache der Augen in einem solch wichtigen Meeting? Was lesen Personaler daraus ab?

Am Ende dieses Beitrags werden Sie um einige Informationen und Erkenntnisse reicher sein. Ihnen wird klar werden, wie entscheidend die Signale Ihrer Augen während eines Gesprächs sind. Mit diesem Wissen können Sie sich bestens vorbereiten und leichter überzeugen.

Was Ihre Augen wirklich über Sie verraten, das erfahren Sie hier! Lernen Sie unterschiedlichste Blickrichtungen und -deutungen kennen und lesen Sie, wie Sie Ihre Augen im Bewerbungsgespräch gekonnt einsetzen können. Außerdem werden Ihnen weitere wichtige Signale Ihres Körpers aufgezeigt, die Sie ebenso nicht unbeachtet lassen sollten.

Blickkontakt und seine Bedeutung

Der Blickkontakt ist Teil der nonverbalen Kommunikation. Mit ihm unterstützen Sie das gesprochene Wort und zeigen Interesse an Ihrem Gegenüber. Würden Sie mit jemandem sprechen und dabei nur auf den Boden blicken, würde das sehr unhöflich auf Ihren Gesprächspartner wirken. Sie sehen schon an diesem kleinen Beispiel, wie wichtig der Kontakt über die Augen ist. Durch ihn können Sie sowohl positive als auch negative Wirkungen erzielen.

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

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Auch verraten Ihre Augen meist sehr viel mehr über Sie, als Sie vielleicht beabsichtigen. Menschen, die Sie gut kennen, wissen womöglich sofort, was Sie mit weit aufgerissenen Augen oder hochgezogenen Augenbrauen ausdrücken wollen. Das, was in Ihrem Innern vorgeht, kommt durch Ihre Augen zum Vorschein. Schnell wird also deutlich, ob Sie gerade verängstigt, belustigt oder gar genervt sind. Mit suchenden Augen signalisieren Sie zum Beispiel, dass Sie auf der Suche nach etwas sind. Mit haltendem Blickkontakt geben Sie außerdem zu verstehen, dass Sie dem Gesagten auch wirklich zuhören. Unterstützen können Sie diesen Eindruck, indem Sie zusätzlich leicht mit dem Kopf nicken.

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Es gibt auch Situationen, in denen der Augenkontakt als sehr störend empfunden werden kann. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Sie eine Person ununterbrochen anstarren. Sie könnten damit erreichen, dass sie sich unangenehm berührt fühlt. Es wird also deutlich, dass es beim Thema Blickkontakt vieles gibt, auf das Sie achten müssen. Gerade dann, wenn es um ein Vorstellungsgespräch und damit um Ihre berufliche Karriere geht.

Körpersprache Augen: Blicke sagen mehr als 1000 Worte

Den Spruch „Blicke sagen mehr als 1000 Worte“ haben Sie vielleicht schon mal gehört. Wie viel Wahrheit darin liegt, werden Sie in diesem Abschnitt des Artikels lesen. Beobachten Sie anschließend einmal sich selbst und die Menschen in Ihrer Umgebung. Sie werden feststellen, dass sich diese Redewendung auch in Ihrem Leben in der ein oder anderen Form bewahrheitet.

Fokussiert auf einen Punkt

Mit Ihren Augen fokussieren Sie eine bestimmte Sache. Das kann ein Dokument sein, das Sie lesen, oder eine Person, der Sie aufmerksam zuhören. Etwas im Fokus zu haben ist meist ein positives Zeichen. Der Personaler wird dadurch sehen, dass Sie konzentriert sind.

Wohin schauen Sie?

Die Blickrichtung ist für Ihren Gesprächspartner ein weiteres Indiz für Ihre wahren Gefühle und Gedanken. Ein dauerhaft gesenkter Blick zum Beispiel deutet auf große Unsicherheit oder gar Desinteresse hin. Noch schlimmer ist, dass es für den Personaler auch ein Anzeichen dafür ist, dass Sie eventuell nicht die Wahrheit sagen. Auch ein ständiger Blick nach oben könnte ein Fehler sein. Auch damit erwecken Sie den Anschein, sich zum Beispiel etwas auszudenken.

Den Blicken des Gegenübers ausweichen

Vermeiden Sie es, dem Personal-Verantwortlichen im Gespräch direkt in die Augen zu schauen? Das ist kein gutes Zeichen! Damit zeigen Sie kein Interesse an dem Job und dem, was Ihr Gegenüber Ihnen erzählt. Vielmehr vermitteln Sie durch demonstratives Wegsehen, dass Sie sich nicht wohl in Ihrer Haut fühlen und lieber aus der Situation flüchten wollen.

Augen zukneifen

Das Zukneifen beider Augen mitten in einem Bewerberinterview kann mehrere Bedeutungen haben und damit missverständlich sein. Es könnte sein, dass Sie sich stark zusammenreißen müssen, um ja nicht die Fassung zu verlieren. Das könnte dann der Fall sein, wenn Sie den Aussagen des Personalers beispielsweise nicht zustimmen. Vielleicht sind Sie aber auch nur skeptisch und signalisieren dadurch lediglich, dass Sie einen Moment nachdenken müssen. Gar nicht gut wäre es, wenn Ihr Ansprechpartner dieses demonstrative Zusammenkneifen als ein Zeichen großer Müdigkeit deutet. In einem Jobinterview sollten Sie sich unbedingt zusammenreißen!

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Häufiges Blinzeln

Im Normalfall blinzeln Menschen zwischen zehn und zwanzig Mal pro Minute. Ist es häufiger, könnte das auf Ihren Gegenüber irritierend sein. Er könnte annehmen, Sie seien nervös oder im Stress. Auch Unehrlichkeit wird mit einem erhöhten Blinzeln oft in Verbindung gebracht. Ein anderer Grund ist, dass Sie vielleicht Kontaktlinsenträger sind oder sehr trockene Augen haben. Befeuchten Sie vor dem Interview am besten noch mal Ihre Augen mit entsprechenden Augentropfen. Bringt das keine Abhilfe, können Sie Ihr Problem auch ganz kurz nennen. Dadurch können Sie vermeiden, dass es zu Missverständnissen kommt.

Augen im Vorstellungsgespräch gekonnt einsetzen

Endlich ist es soweit! Der Tag Ihres Bewerbungsgesprächs rückt immer näher. Vielleicht macht sich bereits eine leichte Nervosität bemerkbar. Doch haben Sie keine Angst. Mit der richtigen Vorbereitung sind Sie bestens für Ihr Jobinterview gerüstet. Jetzt müssen Sie nur noch Ihre Augen unter „Kontrolle“ bringen. Dann dürfte nicht mehr viel schiefgehen. In diesem Abschnitt lesen Sie, wie Sie mit Blickkontakt Personaler von sich überzeugen können.

So gehen Sie beim ersten Kennenlernen vor

  • Begrüßen Sie den Personal Agenten mit einem freundlichen „Hallo“ und geben Sie ihm die Hand.
  • Schauen Sie ihm dabei in die Augen und lächeln Sie. Damit ändert sich Ihr Blick gleichzeitig und Sie wirken freundlich.
  • Ein leichtes Anheben der Augenbrauen signalisiert, dass Sie sich auf das Treffen und das Gespräch freuen.
  • Gehen Sie ruhig auf einen kurzen Small Talk ein und halten Sie den Augenkontakt. Dauert es länger, sollten Sie immer mal wieder woanders hinschauen. Bei mehreren Personen können Sie den Blick zwischen ihnen wechseln.

Darauf ist während des Jobinterviews zu achten

  • Das Wichtigste ist, dass Sie auch während des Gesprächs den Blickkontakt kontinuierlich aufrecht erhalten. Dennoch sollten Sie darauf achten, niemanden zu stark zu fokussieren.
  • Lassen Sie die Augen ab und zu durch den Raum schweifen.
  • Mit einem leichten Kopfnicken und einem freundlichen Blick signalisieren Sie, dass Sie aufmerksam zuhören.
  • Ein leichtes Lächeln kann helfen, Ihre Augenpartie freundlicher und einladender wirken zu lassen. Lassen Sie Ihren Charme spielen.

Das sollten Sie lieber vermeiden

Die „Körpersprache Augen“ können Sie auf vielerlei Weise zu Ihrem Vorteil in einem Bewerbungsgespräch einsetzen. Doch Vorsicht! Wie bei den meisten Dingen sollten Sie auch beim Blickkontakt mit einer anderen Person immer auf das richtige Maß achten. Was das genau heißt und was das Thema „Blickwechsel“ damit zu tun hat, erfahren Sie im Folgenden.

Den Personaler anstarren

Egal, ob Bewerberinterview, geschäftliches Meeting oder Privattreffen. Fast niemand mag es, wenn er von einer anderen Person ununterbrochen angestarrt wird. Blickkontakt schön und gut, aber bitte übertreiben Sie es auch nicht direkt! Länger als rund 3,3 Sekunden sollte der direkte Blickkontakt nicht andauern. Ihr Gegenüber könnte sich sonst unangenehm berührt fühlen und die Stimmung könnte kippen. Am besten ist, wenn Sie zwischendurch einfach mal die Augen abwenden und durch den Raum schauen.

Zu häufig den Blick wechseln

Versuchen Sie nicht, dem Personaler in beide Augen gleichzeitig zu schauen. Das führt dazu, dass Sie immer abwechselnd in das linke und rechte Auge gucken. Dadurch könnten Sie Signale senden, die Sie nicht beabsichtigt haben und zum Beispiel nervös und unentschlossen wirken. Setzen Sie Ihren Fokus lieber nur auf ein Auge.

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Weitere wichtige Körpersignale

Klar ist, die Augen sind ein wichtiger Teil der nonverbalen Kommunikation. Doch sie sind meist nicht allein entscheidend. Im Gespräch sendet Ihr Körper noch weitere Signale, die von Ihrem Gegenüber entweder positiv oder negativ gedeutet werden können. Welche das sind, lesen Sie in diesem Abschnitt.

Mimik

Vielleicht ist es Ihnen selbst schon einmal aufgefallen. Sie reden mit jemandem und diese Person schaut sie nur völlig beweglos an und gibt Ihnen keinerlei Feedback auf das, was Sie gesagt haben. Ihr Gesicht ist wie eingefroren. Für ein gelingendes Gespräch ist das weniger vorteilhaft. Die Bewegungen in Ihrem Gesicht sind also nicht zu unterschätzen. Ein freundliches Lächeln lockert die Atmosphäre auf und gibt Ihrem Gesprächspartner ein gutes Gefühl. Auch das Heben oder Senken Ihrer Augenbrauen können Sie unterstützend einsetzen. Angehobene Brauen in Kombination mit einem einladenden Lächeln signalisiert Offenheit und Willkommenheit. Zusammengezogene und gesenkte Brauen hingegen deuten auf Unverständnis und Skepsis hin.

Gestik

Ein weiterer wichtiger Teil Ihrer Körpersprache ist Ihre Gestik. Damit ist zum Beispiel gemeint, in welcher Art und Weise Sie beim Sprechen Ihre Arme und Hände einsetzen. Fuchteln Sie wild durch die Gegend herum oder nutzen Sie bestimmte Gesten, um Ihr Gesagtes zu unterstreichen? Verschränken Sie die Arme vor der Brust und gucken gleichzeitig auf den Boden, dürfte das auf den Personaler sehr desinteressiert wirken. Mit einem solchen Verhalten werden Sie ganz sicher keine Pluspunkte sammeln.

Körperhaltung

Sowohl im Stehen als auch im Sitzen sollten Sie eine gerade Körperhaltung einnehmen. Dadurch wirken Sie selbstbewusster und strahlen Überzeugung und Professionalität aus. Fallen Sie hingegen auf Ihrem Stuhl wie ein Sack Kartoffeln in sich zusammen und ziehen Sie noch dazu die Schultern ein, könnte man meinen, Sie hätten gar Angst vor dem Personal-Agenten. Ihrem Körper tun Sie außerdem auch noch was Gutes und beugen zum Beispiel Rückenschmerzen vor.

Kopfhaltung

Ebenso ist es angebracht, dass Sie auf eine gerade Kopfhaltung achten. Ein Bewerber hält den Kopf durchgängig schief? Das ist für den Personaler kein gutes Zeichen. Trotzdem sollten Sie auch nicht krampfhaft wirken. Machen Sie sich einfach locker und halten Sie sich aufrecht.

Vorsicht Verwechslungsgefahr!

Wie in den mündlichen Sprache gibt es auch in der nonverbalen Kommunikation Unterschiede, auch kulturell. Es kann also sein, dass jemand aus einer völlig anderen Kultur Signale von Ihnen anders versteht, als Sie sie gemeint haben. Hierzulande gilt es als positiv, wenn Sie Blickkontakt mit Ihrem Gesprächspartner halten können. Doch in anderen Ländern kann es sogar negativ gedeutet werden. Man könnte meinen, dass Sie dadurch zum Beispiel weniger Respekt zeigen. Machen Sie sich das vorher unbedingt bewusst. Ganz besonders wichtig ist es, wenn Sie sich im Ausland bewerben. Dann sollten Sie sich mit der dort gängigen Körpersprache vertraut machen.

Dieser Artikel hat Ihnen gezeigt, welche Bedeutung die Körpersprache der Augen hat. Sie wissen, das Blicke sehr viel aussagen, auch wenn Sie es nicht beabsichtigen. Was Sie in einem Bewerbungsgespräch beachten sollten, ist Ihnen klar geworden. Blickkontakt zu halten ist gut und angebracht, dennoch sollten Sie auch kulturelle Unterschiede nicht unbeachtet lassen. Es liegt nun ganz bei Ihnen, die Tipps und Ratschläge bei Ihrem nächsten Gespräch umzusetzen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei!