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entspannt und beweglich im Sitzen

entspannt und beweglich im Sitzen

Wer kaum Erfahrung mit Vorstellungsgesprächen und Ansprachen an fremde Menschen besitzt, gerät schnell in eine Stresssituation. Bereits im Vorfeld beginnt sich die Anspannung aufzubauen, der Schlaf wird unruhig, Nervosität kommt auf, bis sich der Körper verkrampft und die Person zur Säule erstarrt. Dadurch wird sogar die Stimme flach und leise, bis die Persönlichkeit nicht mehr zu erkennen ist. Zwar ist hiermit eine extreme Verhaltensweise beschrieben worden, doch einzelne Aspekte können die meisten Menschen unterschreiben. Überschrieben handelt es sich um eine körperliche und geistige Unbeweglichkeit, die sich einstellt.

Vorstellungsgespräche finden im Sitzen statt

Während der meisten Zeit werden Sie das Vorstellungsgespräch im Sitzen erleben. Lediglich wenn Sie an einer Tafel etwas demonstrieren sollen oder ein Rollenspiel bestreiten, stehen oder gehen Sie. Nach der Begrüßung werden Sie gebeten, Platz zu nehmen, und der Smalltalk beginnt, um das Gespräch locker zu eröffnen. In dieser Phase ist die Nervosität oft noch sehr groß. Bewerber sind sich ihrer selbst noch unsicher und zeigen diesen Zustand durch ihre Körpersprache. Doch gerade in den ersten Momenten entscheidet sich, ob sich Personen sympathisch sind. Dabei spielen Bewegungen, Mimik und Gestik eine wichtige Rolle.

Ihre Köpersprache bei der Kontaktaufnahme

Mit und direkt nach der Begrüßung beginnt die Prüfung durch Personaler. Die starre Haltung, die durch Anspannung entstehen kann, sollte nun verschwinden. Gelingt dies nicht automatisch, können Sie bewusst dagegen ankämpfen, um Gelassenheit zu erzielen.

  1. Sie geben die Hand zur Begrüßung und nehmen Platz. Drücken Sie die Hand nicht zu fest, aber auch nicht zu locker. Ein sicherer Händedruck vermittelt Selbstbewusstsein.
  2. Sobald Sie Platz genommen haben, überprüfen Sie Ihre Körperhaltung. Bevor das erste Wort fällt sollte der Körper in eine ruhige Stellung gebracht werden.
  3. Setzen Sie sich gerade und halten den Rücken senkrecht. Die Beine werden rechtwinklig gestellt und umklammern nicht die Stuhlbeine. Ihre Hände liegen ruhig und bereit auf Ihren Oberschenkeln und halten sich nicht an Lehnen fest. Lediglich ein kleiner Gegenstand zur Beruhigung der Nerven kann von einer Hand unsichtbar gehalten werden.
  4. Sie sitzen mitten auf dem Stuhl und nicht unsicher auf der Kante.

In dieser Haltung erwarten Sie die erste Wortmeldung. Dabei handelt es sich um eine Erwartungshaltung, die Ruhe ausstrahlt und für die Person in Erwartung keinerlei Anstrengung bedeutet. Da keine Kraft aufgewendet werden muss, um Köperteile zu platzieren, kann sich Entspannung einstellen. Keinesfalls besteht die Gefahr, dass die Nervosität weiter ansteigt. Falls Sie noch sehr angespannt sein sollten, achten Sie darauf, dass Ihr Oberkörper nicht zusammenklappt, was bei Niedergeschlagenheit eine natürliche Reaktion ist. Geben Sie dem Druck nicht nach.

Diese Haltung hat einen wesentlichen Vorteil. Sie befinden sich in einer entspannten Köperhaltung und sind in der Lage, jede gewünschte Bewegung auszuführen, ohne sich anstrengen zu müssen. Arme, Beine, Oberkörper und Kopf befinden sich in der Ausgangsstellung und in ruhiger Erwartung. Solange Sie die Rolle des Zuhörers einnehmen, sind nur wenige Veränderungen sinnvoll. Beginnen Sie zu sprechen, können Sie sofort alle Körperteile nach Bedarf einsetzen. Üben Sie beide Rollen vorher ein, indem Sie bei Gesprächen im privaten Kreis ihre Körperhaltung kontrollieren. Sie werden diese Selbstkontrolle schnell als Routine annehmen können. So bleiben Sie ruhig, ohne unbeweglich zu sein.

Tipps für den beweglichen Körper

  1. Sitzen Sie entspannt, wie oben beschrieben.
  2. Um Interesse zu zeigen, kann der Oberkörper leicht nach vorne gebeugt werden.
  3. Mit dem Kopf können Sie leichte seitliche Neigungen durchführen und unterstreichen dabei Ihr Interesse. Ein freundliches Lächeln nicht vergessen.
  4. Als Zuhörer benutzen Sie Arme und Hände nicht.
  5. Reden Sie ohne große und hektische Gesten. Arme und Hände sollten nur Unterstützung leisten, aber keine Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Im Fokus stehen Ihre Worte.
  6. Bemerken Sie Verspannungen in den Beinen, bewegen Sie diese kurz, indem Sie die Beine strecken, aber sofort wieder in die Ruheposition bringen.
  7. Reden Sie nicht zu schnell und legen Atempausen ein, um nicht gehetzt zu wirken. Dabei bleibt der Oberkörper aufrecht, wodurch auch Ihre Stimme einen großen Resonanzraum erhält, um selbst sicher zu tönen.
  8. Die Hände berühren weder die Haare, noch andere Teile am Kopf. Selbst wenn Sie ein Jucken verspüren, geben Sie dem Gefühl nicht nach. Es handelt sich um eine unsichere Reaktion, die vergeht, wenn sie ignoriert wird. Geben Sie dem Jucken nach, verstärken Sie Ihre Unsicherheit.
  9. Passend zur Körperhaltung und Gestik muss die Mimik sein. Ein freundliches Lächeln, das nicht gespielt ist, wirkt Wunder. Stirnrunzeln hingegen deutet Ärger oder Nervosität an.
  10. Mit den Händen können Sie viel erreichen, zeigen aber niemals die Handfläche, da dies eine Geste der Ablehnung ist. Der Personaler sollte immer nur die Handrücken zu sehen bekommen.
  11. Stets muss der Augenkontakt hergestellt sein. Kein Blick nach oben, nach unten oder zur Seite kommt vor.

Diese Punkte sind geeignet, allein vor dem Spiegel geübt zu werden. Sie werden dabei Ihre Wirkung überprüfen können und mehr von sich selbst erkennen. Auch werden Sie erkennen, dass es die beschriebene Ruhestellung ist, die Anspannung abbaut und beweglich macht. Sie werden selbstsicherer, ruhiger und überzeugender, wodurch die Chancen im Vorstellungsgespräch deutlich steigen.

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