Stimme bildet verständliche Worte

Stimme bildet verständliche Worte

Als Menschen verfügen wir über eine Stimme, mit der wir mehr als nur Laute geben können. Mit der Stimme werden Wörter formuliert, deren Bedeutung sich nicht nur aus den Definitionen der Worte ergibt. Gleichzeitig benutzen wir eine Betonung, eine Stimmlage und Geschwindigkeit, mit gesprochen wird. Mit der Stimme wird gesprochen, geflüstert, geraunt, geschriene, gestöhnt und geseufzt. Es wird also die Stimmungslage wiedergegeben. Dabei ändert sich immer auch die Höhe der Stimme, die wiederum auch erblich bestimmt ist. Auch besitzen Männer eine tiefere Tonlage als Frauen. Die Unterschiede sind von allen anderen Menschen zu deuten, sodass meist sofort zu erkennen ist, welche Emotion übertragen wird.

Also wirkt unsere Stimme überzeugend und gibt unser Innerstes preis. Mit ihr bewerben wir uns bei anderen um Sympathie, zeigen aber auch Ablehnung. Unkontrolliert verrät sie, welche Gefühlswallungen wir momentan erleben. Die Stimmlage wird direkt vom Gehirn gesteuert. Dort ist das Limbische System für die Formung der Stimme zuständig, das auch die Emotionen steuert. Wer seine Gefühle nicht beherrschen kann, wird durch seine Stimme entlarvt und verraten. Gleichzeitig wird die Gesichtsmuskulatur so geregelt, dass aus Stimme und Mimik eine Einheit entsteht. Schließlich werden unsere Gesten eingefügt, um das Bild zu vervollständigen. Stimme, Mimik und Gestik bilden also eine optische und akustische Einheit.

So werden negative Stimmungen übertragen

  • Sind Sie niedergeschlagen, depressiv oder traurig werden Ihre Sprechmuskeln wie von selbst nachlassen und an Kraft verlieren. Worte kommen verzögert über die Lippen und hören sich unklar an. Die Stimme vibriert und wird schwächer. Außerdem verliert die Stimme an Aggressivität und wirkt sanft. Sie sprechen zudem tiefer und leiser, wodurch Ihre Worte kaum noch verständlich sein werden.
  • In einem nervösen und gestressten Zustand verrät Sie Ihre Stimme, indem Ihre Sätze immer dünner und schwächer klingen. Die Worte müssen sprichwörtlich hervor gepresst werden, wobei Sie Ihre Kehle zu verschnüren scheint.
  • Sind Sie an einer Sache nicht interessiert, wird die Stimme monotone Töne hervorbringen und die Stimmlage flacht ab. Ihrer Stimme fehlt jede Melodie und Klangbreite. Diese Äußerung tritt auch bei Frustration auf.

Diese Stimmungen werden auch verstanden, wenn ein Mensch in einer fremden Sprache redet. In einem Vorstellungsgespräch sind Sie bemüht, eine optimale Vorstellung abzuliefern. Daher sind Sie gehalten, Ihre Emotionen, und auch Ihre Stimme, zu beherrschen, um negative Momente unterdrücken zu können. Ihre Stimme ist Ihre Visitenkarte, mit der Sie Überzeugungsarbeit erbringen können. Um positiv zu überzeugen, muss kein professioneller Trainer engagiert werden. Folgende Ratschläge sollten ausreichen.

7 Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

  1. Reden Sie deutlich, langsam und ruhig. Nervosität bringt schnelles Reden hervor und macht unsicher. Zwingen Sie sich zur langsamen Äußerung, so wird die Nervosität meist verschwinden oder sich verringern. Es kehrt wieder innere Ruhe ein, und Sie sind besser in der Lage, den Fragen zu folgen. Auch werden Sie spontaner, da Ihnen die Aspekte aus Ihrer Vorbereitung wieder schnell einfallen. Gleichzeitig werden Ihre Sätze besser verständlich und deutlich zu hören sein.
  2. Konzentrieren Sie sich auf den Kern einer Frage und formulieren Sie bereits im Kopf eine kurze Antwort. Auch Pausen einzubauen hilft Ihnen, Ruhe zu bewahren. Ihre Nervosität, die zu ausschweifenden Antworten verführt, verschwindet und der Personaler ist zufrieden, da seine Frage konkret und treffend beantwortet wurde. Dadurch wird Ihren Worten mehr Gewicht gegeben.
  3. Nervöse Menschen erhöhen ihre Stimmlage, die im Extremfall sehr schrill werden kann. Konzentrieren Sie sich auf eine tiefere Stimmlage. Wie weit Sie Ihre Stimme senken, sollten Sie zuvor üben. Die gewählte Tonlage sollte zu Ihrer natürlichen Stimme passen und Sie selbst nicht verunsichern. Vergessen Sie dabei nicht, die Betonung der Worte, m nicht eintönig zu wirken. Sprechen Sie tiefer aber abwechslungsreicher.
  4. Um schnell zu überzeugen, ist ein großer Wortschatz sehr hilfreich. Während der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch werden Sie sich idealerweise mit möglichen und typischen Fragen beschäftigen. Formulieren Sie die Antworten möglichst mehrfach und in verschiedenen Worten. Sehr wichtige Begriffe sollten Sie unterschiedlich bedienen können. So sind synonyme Begriffe für Team etwa Abteilung, Gemeinschaft, Kreis, Stab, Mannschaft, Crew, Kader etc.
  5. Sobald Sie Fremdwörter verwenden, die nicht allgemein üblich sind, sollten Sie langsamer sprechen, um die Verständlichkeit zu erhöhen. Fremdwörter, deren Aussprache Sie nicht vollkommen beherrschen, vermeiden Sie stets. So wird es Ihnen gelingen, sich nicht zu verhaspeln und ins Stottern zu geraten. Sie erhöhen dadurch Ihre entspannte Haltung.
  6. Um oben genannte Aspekte zu beherrschen, sollten Ihre Sprechmuskeln und Kiefern entspannt sein. Es hilft, wenn kurz vor dem Vorstellungsgespräch die Muskulatur gelockert wird. Atmen Sie langsam und ruhig durch die Nase ein und gähnen beim Ausatmen. Auch das Gähnen führen Sie bei geschlossenen Lippen durch. Ihre Stimme wird sofort kräftig, da sich der Resonanzraum vergrößert. Diese Übung sollten Sie allerdings unbeobachtet durchführen.
  7. Schließlich ist es wichtig, den Personaler immer ausredenzulassen. Dies ist nicht nur durch die Höflichkeit bedingt. Auch werden Sie sich besser auf die Antwort vorbereiten können und Ihre Stimme dabei einstellen können. Sie bleiben auch als Zuhörer ruhig, werden dabei entspannt und Ihre Stimme wird ruhiger. Auch wird Ihre Sprache eine Melodie erhalten.