Abschied und Begrüßung höflich und freundlich

Abschied und Begrüßung höflich und freundlich

Sobald die Fragerunde des Vorstellungsgesprächs beendet ist, entspannen sich die meisten Bewerber schnell und sind froh, sich mit einem abschließenden Smalltalk verabschieden zu können. Doch gehört auch dieser Teil immer mit zu einer Bewerbung und wird in die Beurteilung mit einfließen. Also kann hierbei auch gepunktet werden. Dies gelingt, wenn auch bei der Verabschiedung die Konzentration erhalten bleibt. Nehmen Sie noch einmal die Chance wahr, Ihr Interesse an der Anstellung zu verdeutlichen. Zeigen Sie hierbei kein anderes Gesicht, um den Gesamteindruck nicht zu verwässern. Achten Sie auch weiterhin auf Ihre Körperhaltung und Aufmerksamkeit, der Personaler wird es tun. 

Ankündigung des Endes durch den Personaler

„Von meiner Seite war dies alles, es sei denn, dass sie noch Fragen haben.“ So oder ähnlich kann das Ende des Vorstellungsgesprächs eingeläutet werden. Nun ist es an Ihnen, noch offene Fragen zu stellen. Zögern Sie nicht, da diese Gelegenheit sich nicht wiederholt. Haken Sie in Gedanken ab, welche Punkte besprochen wurden, um nun noch den Rest zu klären.

  • Sind alle Aspekte zur Stellenbeschreibung angesprochen worden?
  • Wurden die Gehaltsfragen beantwortet?
  • Wie geht es nun weiter?
  • Wann erhalten Sie Auskunft, ob eine Einstellung erfolgen wird?
  • Wie wird die weitere Kontaktaufnahme gestaltet?

Wenn noch Fragen offen sind, die zu bereits besprochenen Themen führen, sollten Sie sehr gezielt fragen und eine Begründung anfügen, warum dieses Thema noch einmal aufgenommen wird. Wenn Themen ein weiteres mal aufgerollt werden sollen, wird sich ein Personaler fragen, warum diese Fragen erst zu diesem Zeitpunkt gestellt werden. Ohne Begründung kann ein schlechter Eindruck entstehen.

Sollte noch nicht über das Gehalt gesprochen worden sein, dürfen Sie diesen Bereich selbstbewusst ansprechen. Bleiben Sie dabei souverän und erwähnen, dass diese Frage für Sie nicht unwichtig ist. Wenn von Seiten des Unternehmens erst zu einem späteren Zeitpunkt über Geld gesprochen werden soll, wird der Personaler dies darlegen. Danke Sie höflich und fragen, wann dies der Fall sein wird.

Damit schließt sich die Frage nach dem weiteren Hergang an. Früher war es dabei üblich, Visitenkarten auszutauschen. Heute können zusätzlich auch Kontaktdaten von sozialen Netzwerken ausgetauscht werden. Dies anzubieten ist durchaus positiv, da Sie damit Transparenz zeigen.

Smalltalk und abschließende Fragen

Souverän und freundlich bis zum Abschied

Sind alle Fragen geklärt bleibt nur noch sich zu verabschieden. Wie zum Beginn wird auch hier der Smalltalk eingesetzt. Nehmen Sie dies ernst und unterschätzen sie die Situation nicht. Auch zu diesem Zeitpunkt stehen Sie unter Beobachtung, die erst endet, wenn sie das Gebäude verlassen haben. Zudem verfügen Sie nun nochmals über die Möglichkeit, Pluspunkte zu sammeln. Auch der Abschied ist positiv zu gestalten.

Zum Abschied gehören diese Punkte:

  • Bedanken Sie sich für die Chance den Personaler und das Unternehmen näher kennengelernt zu haben.
  • Bekunden Sie deutlich Ihr Interesse an der Stelle.
  • Fragen Sie, ob und wann Sie selbst nachfragen dürfen.
  • Erkunden Sie, ob der Personaler auch weiterhin Ihre Kontaktperson sein wird.
  • Lassen Sie sich auf ein abschließendes Gespräch ein. Bleiben Sie aber auch dann positiv, auch wenn beim Thema Wetter eine Regenfront zu erwarten ist. „Auf Regen folgt Sonnenschein“, ist immer eine gute Antwort.
  • Halten Sie Ihre bisherige Körperhaltung bei und vermitteln somit Souveränität.
  • Fragen Sie, ob noch weitere Treffen notwendig werden, bevor über eine Einstellung entschieden wird.

Der Abschiedsgruß am Ende des Vorstellungsgesprächs

Für die endgültige Verabschiedung gelten herkömmliche Regeln der Höflichkeit, wobei die konservativen Formen vorzuziehen sind, wenn Unsicherheit besteht. Nur wenn das Vorstellungsgespräch vonseiten des Personalers durchgehend per du durchgeführt wurde und diese Anredeform nach seiner Aussage in dieser Firma üblich ist, kann ein lockerer on angeschlagen werden. Aber Vorsicht, eine nur einmalige Aufforderung, sich zwanglos zu äußern, kann ins Gegenteil umschlagen, wenn nicht explizit definiert wird, was unter einer zwanglosen Unterhaltung zu verstehen ist. Auch kann es sich um einen Versuch handeln, den Bewerber aus der Reserve zu locken.

Mögliche Abschiedsformulierungen:

„Es war cool bei euch. Gerne wäre ich hier im Team. Ciao bis denn.“

Formulierungen dieser Art eigenen sich ausschließlich in Firmen, in denen ein solcher Ton üblich ist und vom Personaler gepflegt wird. In anderen Fällen wird diese Form als unhöflich und respektlos angesehen.

„Ich möchte mich noch einmal bei ihnen für die Einladung und das sehr informative Gespräch bedanken. Sehr gerne nehme ich die Einstellung an, wenn sie sich für mich entscheiden können. Ich hoffen sie, Herr/Frau … (immer den Namen der Personaler nennen) bald wiedersehen zu dürfen. …“

Hiermit zeigen Sie Respekt und Höflichkeit, ohne demütig oder devot zu wirken.

Im Anschluss können Sie durchaus einen Dankesbrief schreiben. Dies unterstreicht Ihr Interesse und wird Sie besser in Erinnerung halten, wenn sich sehr viele Bewerber gemeldet haben. Dieses Schreiben übermitteln Sie per Post, wenn keine andere Form vereinbart wurde. Der Kontakt per E-Mail ist möglich, wird aber, obwohl heute üblich, als unpersönlich eingestuft. Eine SMS zu schreiben ist zu stillos und daher abzulehnen. Falls Sie vom Personaler die Erlaubnis erhalten haben, ihn über ein soziales Netzwerk zu kontaktieren, ergreifen Sie diese Möglichkeit.