International Teamwork mit Gruppe von Leuten aus vielen Berufen

Vorstellungsgespräche verlaufen fast immer nach einem bekannten Muster ab. Nach der Begrüßung und Austausch von Nettigkeiten beginnt eine kurze Entspannungsphase, die mit Smalltalk gefüllt wird. Erst nach dieser Aufwärmrunde beginnt der sachliche Teil. Dieser wird meist von Vertretern des Unternehmens mit der Vorstellung des Unternehmens eingeläutet, der sich die Darstellung der zu besetzenden Position anschließt. Danach erhält der Bewerber die Gelegenheit zur Selbstpräsentation. Zwar sind sämtliche Teile des Bewerbergesprächs zum gegenseitigen Kennenlernen erkoren worden, doch als prägnant und sachlich werden die Informationswechsel erst nach dem Smalltalk empfunden. Dies ist zwar realitätsfern, doch konzentrieren Bewerber sich vornehmlich auf die sachlichen Teile. 

Ohren auf bei der Beschreibung des Unternehmens

Die Unternehmensvorstellung ist gleichzusetzen mit der Selbstdarstellung der Bewerber. Hier gilt es, bereits bekannte Daten mit den hier vorgetragenen abzugleichen. Bewerber erhalten drei verschiedene Vorstellungen von Firmen.

  1. Zuerst wird die Stellenanzeige registriert, in der alle notwendigen Informationen bezüglich der offenen Stelle angegeben werden. Es wird eine Kurzfassung sein, die auch in Form einer Lister gestaltet werden kann. Dass nur stichwortartig informiert wird, ist bekannt.
  2. Zur besseren Informationsgewinnung wird ein Bewerber die Homepage der Firma besuchen. Modern strukturierte Firmen werden bemüht sein, sich dort sehr gut zu präsentieren und sich positiv darzustellen. Daher wird der Bewerber, der sich gründlich vorbereitet, im Internet nach weiteren Informationen recherchieren.
  3. Die Vorstellung des Unternehmens durch Repräsentanten im Unternehmen im Zusammenhang mit einem Vorstellungsgespräch. Hier haben Bewerber erstmals Gelegenheit, die bisherigen Informationen mit direkten Aussagen in der Firma zu vergleichen. ZU diesem Zeitpunkt können bereits erste Nachfragen auftauchen, die gestellt werden sollten, um Unklarheiten schnell zu bereinigen.

Sollten die Aussagen dieser mündlichen Vorstellung, die oft von Videos und Fotos sowie weiteren Darstellungen begleitet wird, von den bisherigen Informationen abweichen, ist Vorsicht geboten. Besonders wenn sich Website und Vortrag stark voneinander unterscheiden, ist eine Nachfrage wichtig. Sollte sich die Ausrichtung des Unternehmens verändert haben? Sind die Angaben der Website veraltet? Oder wird in einer der Darstellungen bewusst getäuscht? Wenn diese Fragen nicht mit einer plausiblen Erklärung beantwortet werden können, ist Misstrauen angesagt.

Inhalte der Eigendarstellung von Unternehmen

Da die Unternehmen sich sofort vergewissern möchten, dass eingeladene Bewerber realistische Vorstellungen von der Position erhalten, die es zu besetzen gilt, werden sie ihr Unternehmen realistisch und gründlich vorstellen, ohne dabei zu sehr ins Detail zu gehen. In etwa 5 Minuten sind die meisten Firmen vorgestellt. Grob eingeteilt lassen sich folgende Etappen der Vorstellung darlegen.

  1. Die Firma und seine Mitarbeiter
  2. Angebotene Produkte und Dienstleistungen
  3. Die Entwicklung der Firma mit kurzem historischen Abriss
  4. Beschreibung der zu besetzenden Stellen
  5. Einsortierung dieser Stellen und Positionen in die Hierarchie
  6. Darstellung der Hierarchie
  7. Aufgaben und Anforderungen der Bewerber
  8. Arbeitseinsatz mit Ort, Arbeitszeiten und eventueller Mobilität
  9. Karrierechancen und zusätzliche Vergütungen
  10. Sonstiges und rechtliche Aspekte

Somit versucht sich das Unternehmen zu vergewissern, dass eingeladene Bewerber sich auf eine Stelle beziehen, die ihren Vorstellungen angemessen ist. Bereits in diesem Stadium sollte jeder Kandidat klar erkennen können, ob er geeignet ist. Nur falls Ungereimtheiten auftreten, wird es in dieser Phase zu Nachfragen kommen. Bewerber sollten sich aber nicht mit Fragen zurückhalten, wenn diese dringend  erforderlich sind. Wird schnell und hinreichend geantwortet, ist dem Fortgang des Vorstellungsgesprächs nichts entgegenzusetzen.

Detailfragen zur Vorstellung des Unternehmens und der Position

Ein gut vorbereiteter Bewerber wird sich über Details der Stelle vorab gründlich informiert haben. Doch sind immer die Besonderheiten der jeweiligen Firma zu berücksichtigen. Direkt nach der Vorstellung durch die Personaler besteht eine gute Gelegenheit, Fragen diesbezüglich zu stellen. Da es sich um Fachfragen handelt, können diese kurz und konzentriert gestellt werden, sowie darauf auch kurz geantwortet werden kann.

  1. Wie viele Mitarbeiter sind dieser Abteilung beschäftigt?
  2. Wie werden Pausen geregelt?
  3. Sind noch weitere Abteilungen betroffen, in denen zusätzlich gearbeitet werden soll?
  4. Fragen zur Kantine und Sozialräumen
  5. Fragen zum Weg zur Arbeit, Jobticket, Parkplatz etc.
  6. Hat das Unternehmen einen Kindergarten, oder kann das Kind in der Nähe untergebracht werden?
  7. Fragen zum Gehalt sind in dieser Phase noch verfrüht, wenn das Unternehmen sie nicht selbst ansprechen.

Machen Sie sich während der Vorstellung durchaus Notizen. Es ist nicht unüblich, dass Personaler später nach einigen Details fragen, um zu prüfen, ob Sie mit Interesse und wach zugehört haben. Sollten Sie mehrere solcher Fragen nicht beantworten können, signalisieren Sie Desinteresse am Unternehmen.

Aber auch negativ erscheinende Informationen sollten Sie notieren. An dem Tag des Vorstellungsgesprächs werden Sie sich noch nicht für oder gegen einen Arbeitsvertrag entscheiden müssen. So verbleibt noch ausreichend Zeit, um Ungereimtheiten zu klären. Falls Sie Fragen haben, die Sie aber gegenüber dem Personaler nicht äußern möchten, sind Notizen besonders wichtig, um wesentliche Details nicht zu vergessen. Beispiele solcher Fragen können rechtlicher Natur sein. Möglich ist auch, dass sich Website und Vorstellung sehr voneinander unterscheiden, und Sie sich erst in Ruhe entscheiden möchten, nachdem Sie neue Informationen eingeholt haben.