Altenpflegerin am Krankenbett

Altenpflegerin am Krankenbett

Berufe in der Altenpflege wurden bislang mehrheitlich von Frauen ausgeübt und wurden eher unterdurchschnittlich bezahlt. Körperlich und seelisch verlangt der Beruf nach stabilen Persönlichkeiten, die über ein hohes Maß an Empathie verfügen. Beide Aspekte haben dazu geführt, dass das Personal in der Pflege nicht mehr ausreicht, da die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen dramatisch steigt. Der Ruf nach Altenpflegerinnen und Altenpflegern wird immer lauter. Nun werden auch die finanziellen Unterstützungen angehoben, sodass angemessene Gehälter den Beruf in Zukunft als deutlich attraktiver darstellen lassen – auch für Männer. Starten Sie Ihre Bewerbung und hinterlassen Sie direkt einen guten ersten Eindruck!

Wer kann sich für die Altenpflege bewerben?

Das Berufsbild ist sehr breit angelegt. Alleine in Heimen leben viele ältere Menschen und so wenig diese alle gleich pflegebedürftig sind, so unterschiedlich sind die Anforderungen der einzelnen Stellen.

  1. Ambulante Pflege mit Unterstützung im Alltag – Einkaufen, Wohnungsreinigung, Freizeitgestaltung
  2. Pflege durch Hilfe beim Anziehen, Waschen und Kochen
  3. Medizinische Betreuung bei chronischer Krankheit oder Einschränkung
  4. Verwaltungstätigkeit – Unterlagen für Krankenkassen, Ärzte, Pflegeträger

Ebenso unterschiedlich sind die Orte, an denen Pfleger arbeiten.

  1. Ambulante Pflege im Hause der Bedürftigen
  2. Kurzzeitpflegeeinrichtungen
  3. Tagesstätten
  4. Altenheime und Seniorenwohnheime
  5. Pflegeheime und Krankenhäuser
  6. Reha Abteilungen und Reha Kliniken
  7. Psychiatrische Einrichtungen

Daraus ist ersichtlich, dass eine Ausbildung in der Altenpflege in einem Seniorenheim kaum alle Aspekte des Berufs abdecken kann. Da sich die Überschneidungen jedoch als stark erweisen, müssen ausgebildete Bewerber nur gering nachgeschult werden. Eine Bereitschaft zur Weiterbildung sollte allerdings vorausgesetzt werden.

Hinweis: Allgemeine Voraussetzungen und Ausbildung

  • Anderen Menschen zu helfen muss eine Herzensangelegenheit sein.
  • Hilfsbedürftige Menschen benötigen praktische Hilfe körperkicher Art und pädagogischer Art.
  • Einstellungstests, beziehungsweise Eignungstests in Form von Online-Tests sind nicht unüblich.
  • Ein Interesse an Medizin muss vorhanden sein.
  • Ein mittlerer schulischer Abschluss wird verlangt.
  • Die Ausbildung beträgt drei Jahre.
  • Eine stetige Weiterbildung findet statt.
  • In der Ausbildung können Schwerpunkte gesetzt werden – Krankenpflege, Pflege von Kindern, Altenpflege, Pflegehilfe, Heilerziehung.
  • In der Pflege werden psychisch stabile Personen benötigt.
  • Der körperliche Kontakt zu Menschen gehört zum Alltag und darf nicht gescheut werden.
  • Es müssen oft eigenständig Entscheidungen getroffen werden. Ein starkes Selbstbewusstsein ist erforderlich.

Ob man für den Beruf des Altenpflegers geeignet ist und diesen wirklich interessant findet, kann im Rahmen eines Praktikums festgestellt werden.

Tipps: Im Vorstellungsgespräch zur Altenpflege

tägliche Altenpflege

tägliche Altenpflege

Das Vorstellungsgespräch weicht kaum von der üblichen Form ab. Daher sollen hier nur die berufsspezifischen Fragen aufgeführt werden, mit denen Bewerberinnen und Bewerber zu rechnen haben. Kandidaten sollten sich in ihrer Vorbereitung vorab genau über die ausgeschriebene Stelle informieren, um die Aufgaben und Anforderungen zu erkennen, die im betreffenden Haus erwartet werden. Möchten Sie auch einen Beitrag zur Pflege alter Menschen leisten? Im Folgenden erhalten Sie mögliche Fragen, die ihnen helfen können das Vorstellungsgespräch zu meistern.

Fragen zur Qualifikation des potenziellen Krankenpflegers

  • Beschreibung der Grundpflege und der Behandlung an fiktiven Fällen.
  • Welche Erfahrungen sind in den letzten Jahren mit sterbenden Menschen gesammelt worden?
  • Fragen zur Pflegeamnesie und zur Prophylaxe sind zu erwarten.
  • Kenntnisse in der Dokumentation der Pflegeakten müssen ausreichend sein.
  • Positiv wirken Erfahrungen in der Ausbildung und Anleitung von Pflegerinnen und Praktikanten.

Persönliche Einstellungen und Anforderungen

  • Eine gute körperliche Verfassung wird vorausgesetzt.
  • Die seelische Belastung ist mitunter groß und muss mit einer stabilen psychischen Verfassung einhergehen.
  • Empathie, eine soziale Ader und ein gutes Einfühlungsvermögen ist evident.
  • Teamfähigkeit und Kontaktfreudigkeit werden großgeschrieben.
  • Ein selbstbewusstes Auftreten und eine selbständige Entscheidungsfindung müssen vorhanden sein.
  • Die Bereitschaft zur Weiterbildung und Aneignung von neuem Wissen wird gefordert.
  • Veränderungen innerhalb des Hauses müssen persönlich mitgegangen werden können.
  • Die innerliche Bereitschaft und Freude zur Hilfe wird erkundet.
  • Logisches Denken, das eigenständiges Handeln ermöglicht.

Daraus ergeben sich Fragen, die allgemein und übertragen auf die Altenpflege immer gestellt werden.

Das muss sitzen: Typische Fragen im Gespräch

  1. Wie war ihr bisheriger beruflicher Werdegang?
  2. Warum haben sie sich für den sozialen Beruf in der Altenpflege entschieden?
  3. Welche speziellen Aufgaben haben sie bisher bewältigt?
  4. Wie sah ein Alltag in der Altenpflege bei ihren bisherigen Stellen aus?
  5. Welche ihrer persönlichen Stärken kommen in diesem Beruf zum Tragen?
  6. Wie haben Kollegen und Vorgesetzte sich zu ihren Leistungen geäußert?
  7. Macht ihnen die körperliche Belastung über Monate und Jahre hinweg zu schaffen?
  8. Welche Bereiche der Pflege liegen ihnen gut und welche weniger gut?
  9. Was mögen sie überhaupt nicht in diesem Beruf?
  10. Haben die Veränderungen in der Altenpflege ihre Arbeit betroffen, und wie sind sie mit Veränderungen umgegangen?
  11. Erläutern sie konkrete Beispiele, wie sie den Umgang mit Kranken gestaltet haben. Erklären sie Nähe, Ablehnung und Zutrauen mit Kranken.
  12. Wie haben sie den Kontakt zu den Familienangehörigen gestaltet?
  13. Was hat ihnen Freude bereitet?
  14. Wann sind sie frustriert oder seelisch erschöpft?
  15. Wie sind sie bei der Ausbildung von neuen Mitarbeitern vorgegangen?

Auftreten im Vorstellungsgespräch

Beachten Sie, dass Ihr Auftreten immer ruhig und selbstbewusst ist. Eine kurze Nervosität zu Beginn des Vorstellungsgesprächs ist zwar verständlich, sollte sich aber schnell legen. Im Beruf der Altenpflege wird auf jeder Position ein selbstbewusstes Auftreten gefordert. Dies muss daher im Vorstellungsgespräch belegt werden. Gehen Sie gut vorbereitet los, so wird Ihre Ruhe sich schnell einstellen. Gehen Sie die typischen Fragen mehrfach durch und formulieren Sie unterschiedliche Antworten. Dann sind Sie weniger einfach durch andere Fragestellungen aus der Ruhe zu bringen. Nehmen Sie eine ruhige und gerade Körperhaltung ein und bleiben Sie stets freundlich. Zeigen Sie dem Personaler durch interessiertes Zuhören Ihr gesteigertes Interesse an der Stelle. Betonen Sie in Ihrer Selbstpräsentation nochmals Ihre Stärken und Vorzüge, dann haben Sie eine gute Chance auf den Job.