Elektroniker konzentriert

Elektroniker konzentriert

Kaum ein Berufsbild ist so breit angelegt wie das der Elektroniker. Die Elektronik ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts in alle Bereiche des Lebens eingedrungen und übernimmt immer mehr Aufgaben. Wenn Sie sich für diesen Berufszweig entscheiden, entscheiden Sie sich für einen auch zukünftig sehr sicheren Beruf, der sich allerdings sehr schnell und fortlaufend verändert. Wenn Sie bereits sind, sich der Entwicklung anzupassen und sich regelmäßig fortbilden, stehen Ihnen viele Wege offen. Facharbeiter und Techniker aus der Elektronik werden überall gesucht und gefördert. Ein besonderes Interesse an Physik und Elektronik sollte schon früh zu erkennen sein, um auch später weiterhin Freude am Beruf erhalten zu können.

Stellenanzeigen für Elektroniker

In Stellenportalen und Anzeigenteilen der Tageszeitungen werden Sie täglich passende Angebote finden. Im Gegensatz zu anderen Berufen, wird nicht immer sofort deutlich, ob Ihre speziellen Qualifikationen und Kenntnisse im speziellen Angebote ausreichend sind. Zu unterschiedlich sind die Ausrichtungen. Viele Unternehmen bieten daher für Mitarbeiter und Bewerber regelmäßig Schulungen an. Auch wenn Ihnen einige Qualifikationen fehlen sollten, sinken Ihre Chancen auf Einstellung nicht immer auf null. Wenn Sie über sehr gute Erfahrungen und Fähigkeiten verfügen, sind viele Firmen bereit, sie vorab zu schulen.

Einsatzgebiete für Elektroniker

Für alle Berufe dieser Fachrichtung gilt eine Ausbildungszeit von 3 – 3,5 Jahren. Unterschieden wird zwischen Handwerk und Industrie. Mit entsprechender Weiterbildung besteht allerdings immer die Möglichkeit, die Fachausrichtung zu wechseln und zu erweitern.

Berufe im Handwerk

  • Automatisierungstechnik
  • Elektroinstallateure
  • Energietechnik und Gebäudetechnik
  • Telekommunikationstechnik und Informationstechnik
  • IT-Systemtechnik
  • Gerätetechnik und Systemtechnik
  • Bürotechnik

Berufe in der Industrie

  • Automatisierungstechnik
  • Systemtechnik und Gerätetechnik
  • Betriebstechnik
  • Antriebstechnik und Maschinentechnik
  • Luftfahrttechnik
  • Gebäudetechnik und Infrastruktursystemtechnik

Während der Berufsausbildung findet die Spezialisierung im zweiten Ausbildungsjahr statt. Alle Elektroniker erhalten also die gleiche Grundausbildung im ersten Jahr. Dies wird durch die duale Ausbildung in Deutschland gewährleistet. Als Zugangsvoraussetzung wird der mittlere Schulabschluss ausreichen.

Bewerbung als Elektroniker

Da es sich um einen Mangelberuf handelt, stehen die Chancen auf Einstellung sehr gut. Händeringend suchen besonders industrielle Unternehmen nach Fachkräften und suchen bereits im Ausland. Für deutsche Bewerber bedeutet dies, dass sie sich auch dann sehr gute Chancen ausrechnen können, wenn ihre Ausbildung in einem anderen Fachbereich stattgefunden hat. Wenn die Zeugnisse gut sind, über entsprechende Erfahrungen verfügt wird, sind fehlende Fachkenntnisse in einigen Bereichen kein sehr großes Hindernis. Unternehmen, die dringend suchen, werden meist bereit sein, einer Weiterbildung zuzustimmen.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Elektroniker werden sehr selten Kundenkontakt haben und daher nicht in Geschäftskleidung arbeiten. Erscheinen Sie daher zum Vorstellungsgespräch nicht im Anzug. Damit werden Sie unpassend gekleidet sein. Im Vorstellungsgespräch werden Techniker warten, die eher einfach gekleidet sind. Wichtig ist, dass Sie pünktlich und sauber gekleidet erscheinen.

Auch in einem Mangelberuf wird es Konkurrenz geben. Rechnen Sie damit, dass auch hier auf eine freie Stelle mehrere Bewerber kommen. Aber auch diese Kandidaten werden nicht alle aus genau der passenden Fachrichtung stammen. Sobald Sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten haben, können Sie bereits sicher sein, dass Ihre Qualifikationen ausreichend erschienen sind. Sie müssen nun lediglich noch belegen, dass Ihre Ausführungen im Bewerbungsanschreiben den Tatsachen entsprechen. Erscheinen Sie daher mit Kopien aller Zeugnisse und Zertifikate, auch wenn diese bereits eingereicht worden sind. Wer nicht mit leeren Händen erscheint, zeigt, dass ihm die Stelle wichtig ist.

Fragen im Vorstellungsgespräch

Rechnen Sie mit den üblichen Fragen nach Motivation, Ausbildung und beruflicher Erfahrung. Fragen zur Persönlichkeit tauchen auch auf, werden in diesem Beruf allerdings weniger ernst behandelt. Auch schwierige Charaktere werden eingestellt. In einigen Abteilungen werden sogar gezielt Personen gesucht, die als Autisten zu bezeichnen sind. Ihre Kommunikationsstärke ist hier weniger gefragt.

Legen Sie den Fokus auf fachbezogenen Fragen

  • Welche Aufgaben haben Sie erledigt, die auch hier häufig auftreten?
  • Wie haben Sie das Problem X gelöst?
  • In welchen speziellen Bereichen liegen Ihre besonderen Stärken?
  • In welchen Bereichen sehen Sie für sich noch Bedarf zur Weiterbildung?
  • Sind Sie bereit, sich regelmäßig fortbilden zu lassen?
  • Sind Sie auch mobil einsetzbar, wenn an unterschiedlichen Standorten Elektroniker benötigt werden?
  • Sind Sie generell zur Leistung von Überstunden bereit?
  • Welche Erfahrungen haben Sie in der Teamführung?
  • Welche Probleme tauchten in der letzten Firma im Team auf, und wie haben Sie sich dabei verhalten?
  • Erläutern Sie konkrete Fälle und Ihre Vorgehensweise.
  • Wie kamen Sie auf unsere Firma?

Daran sollten sich durchaus mehrere eigene Fragen Ihrerseits anschließen. Stellen Sie konkrete Fragen.

  • In welcher Abteilung soll ich eingesetzt werden?
  • Wie ist das Team zusammengesetzt?
  • Kann ich zu Beginn auf Unterstützung rechnen, um mich schneller einzuarbeiten?
  • Wann und wo werden Schulungen angeboten?
  • Ist es möglich, die Abteilung vorab einmal zu sehen?

Auf diese Weise werden Sie das Interesse an Ihnen erhöhen, da Sie besonderes Interesse an der Stelle und dem Unternehmen zeigen. Persönliche Fragen zu persönlichen Schwächen und Stärken sind auch zu erwarten, werden aber in rein technisch geprägten Berufen marginal behandelt. Zeigen Sie allerdings bei Beantwortung der Fachfragen immer ein selbstbewusstes Auftreten und weichen Sie keiner Frage aus. Kommen Sie immer schnell zum Kern Ihrer Antwort. So zeigen Sie, dass Sie wissen, wovon Sie sprechen.