Viele Kinder malen mit Farbe zusammen mit Erzieher im Kindergarten

Viele Kinder malen mit Farbe zusammen mit der Erzieherin im Kindergarten

Der Beruf Erzieher gehört zu den gefragten Berufen, da der Aufbau der Kindertagesplätze und Kindergärten nicht abgeschlossen ist. Diese Entwicklung wird noch viele Jahre andauern. Auch im Anschluss bleiben die Chancen hoch, da die Anzahl der Erzieher sehr hoch bleiben muss.

Die Chance für Quereinsteiger ist durchaus gegeben, muss allerdings eingeschränkt werden. Ohne eine fundierte Erzieherausbildung kann keine verantwortungsvolle Stelle besetzt werden. Eingestellt werden auch Männer, die jeodch weiterhin in der Minderheit sind. Nicht nur das Thema Pädophilie spielt hierbei eine Rolle.

Anforderungen an Erzieher

Wenn neue Erzieher oder Erzieherinnen eingestellt werden, wird im Bewerbungsgespräch ein umfangreiches Anforderungsprofil abgeklopft. Männliche Bewerber werden während dieser Phase sehr gründlich auf potentielle Pädophilie überprüft. Auch die allgemeinen Anforderungen sind als hoch anzusehen. Erzieher beschäftigen sich mit Kindern und Kleinkindern und müssen daher besonders verantwortungsvoll sein und mehrere Kompetenzen für ihre Arbeit mitbringen.

  1. Fachkompetenz: Eine anerkannte Ausbildung zur Erzieherin ist Voraussetzung. Berufserfahrung in Kindergärten, Kinderheimen oder Kinderhorts sollte vorhanden sein. Zudem müssen Erfahrungen in der Verwaltung und mit dem Computer belegt werden.
  2. Sozialkompetenz: Erzieher müssen hoch motiviert sein, im Team arbeiten können und kommunikativ stark sein.
  3. Persönliche Kompetenz: Bedingung ist auch eine positive Einstellung zu Menschen. Weiterhin müssen Bewerber körperlich und seelisch belastbar sein, selbstsicher auftreten und selbstständig entscheiden können.
  4. Unternehmerische Kompetenz: Erzieher fungieren als Vorbilder, müssen Kontakte zu Kunden aufrechterhalten und kostenbewusst handeln.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Erzieher arbeiten in Freizeitkleidung, die praktisch und leger sein darf. In sehr schickem Outfit und mit zu starkem Make-up zu erscheinen, ist nicht angebracht. Um einen guten Eindruck beim potenziellen Arbeitgeber zu hinterlassen, sollten Sie pünktlich und sauber gekleidet erscheinen. Wählen Sie gewöhnliche Kleidung, die sauber und gebügelt ist. Mit einfachen Schuhen sind Sie besser ausgestattet als mit hohen Absätzen oder Stiefeln. Recherchieren Sie, welche Situation in der ausgeschriebenen Stelle in der neuen Stätte vorzufinden ist. Wie viele Kinder werden betreut? Wie viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden beschäftigt? Nach welchen Prinzipien wird Pädagogik verstanden? Welche Tätigkeiten sind zu erledigen? Gleichen Sie diese Punkte mit Ihren Qualifikationen, Fähigkeiten und Erfahrungen ab und überlegen Sie sich mögliche Antworten. Wenn Sie konkret über bestimmte Punkte berichten und Beispiele nennen können, erhöhen Sie Ihre Chancen. Bereiten Sie sich auch auf typische Fragen zu persönlichen Stärken und Schwächen vor und finden Sie passende Antworten. Ihr Auftreten als Bewerber sollte seriös und immer selbstbewusst sein. Wenn es hier mangelt, werden Sie in den meisten Fällen schon im Bewerbungsgespräch scheitern. Rechnen Sie damit, zur Probe einige Stunden arbeiten zu müssen. Dies kann nach dem Vorstellungsgespräch an einem gesonderten Tag geschehen, ist aber auch direkt im Anschluss an das Gespräch denkbar. Eine gute Vorbereitung bezüglich des Unternehmens und des Berufs an sich ist für Bewerber unumgänglich. Mögliche Fragen zu ausgeschriebenen Positionen in der pädagogischen Arbeit finden Sie im Folgenden, sodass Sie sich die fachlich besten Antworten und individuelle sowie konkrete Beispiele zu Ihrem Lebenslauf überlegen können.

Fragen im Vorstellungsgespräch Erzieher

Persönliche und fachbezogene Fragen

  • Motivation für die Berufswahl
  • Motivation für diese Stelle
  • Gründe für einen Stellenwechsel
  • Welche Ziele werden verfolgt?
  • Was interessiert Sie an dieser Stelle?
  • Wann könnten Sie anfangen?
  • Sind Sie mit einem Probetag einverstanden?
  • Schwächen und Stärken
  • Was wissen Sie über die hiesigen Anforderungen?
  • Was verstehen Sie unter einer glücklichen Kindheit?
  • Was unternehmen Sie bei Problemen mit den Eltern der Kinder?
  • Wie bewältigen Sie Stress?
  • Wie gehen Sie mit Kritik um?
  • Welche Fortbildungen haben Sie absolviert?
  • In welchen pädagogischen Institutionen waren Sie beschäftigt?
  • Welche pädagogischen Schwerpunkte setzen Sie?
  • Haben Sie Erfahrungen mit Gruppen?
  • Wie bringen Sie sich in ein Team ein?
  • Sind Sie an Fachgesprächen im Team interessiert?
  • Haben Sie Erfahrungen mit Elterngesprächen?

Fragen mit pädagogischem Hintergrund

  • Was halten Sie von Projektarbeiten?
  • Kennen Sie die Begriffe „Situationsansatz“ und „situationsorientierter Ansatz“?
  • Halten Sie Eltern für bessere Kenner der Kinder?
  • Wie stehen Sie zur Pädagogik von Waldorf, Montessori etc.?
  • Was ist das Beobachtungsverfahren?
  • Was wissen Sie über Eingewöhnungsmethoden für Kinder?
  • Was ist Qualitätsmanagement in der Erziehung?
  • Integration von ausländischen Kindern und Sprachförderung
  • Was ist die vorurteilsbewusste Pädagogik?
  • Wie sehen Sie den Bildungsplan?
  • Erfahrungen mit behinderten Kindern und Integration
  • Wie verfolgen Sie die pädagogische Entwicklung?
  • Welche Fachliteratur lesen Sie?
  • Welche pädagogischen Themen sind aktuell in der Diskussion?
  • Sind Ihnen die Begriffe „Transition“ und „Resilienz“ bekannt?

Nur in christlichen Einrichtungen werden zusätzlich folgende Fragen gestellt:

  • Wie stehen Sie zur katholischen oder evangelischen Kirche?
  • Welche religiösen Fragen beschäftigen Sie?
  • Vertreten Sie Ihren Glauben offen?
  • Erläutern Sie die Festtage Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Allerheiligen etc.
  • Wie bewerten Sie die Diskussion über Kreuze im Kindergarten?

Bei allen Fragen wird nicht nur jeweils eine eindeutige und klare Antwort erwartet. Auch wird beobachtet, wie selbstbewusst Sie antworten. Es ist die Aufgabe der Erzieher, Kinder zu erziehen und die Einrichtung zu vertreten. Loyalität zum Arbeitgeber wird so wichtig genommen, wie es bei anderen Arbeitgebern der Fall ist. Sehr gut kommt immer an, wenn Sie im Anschluss eigene Fragen stellen. Im Laufe Ihrer Recherche werden Sie ohnehin Fragen formulieren können, die nun gestellt werden können. Bleiben Sie nahe der Stelle, die zu besetzen ist. Fragen zur Theorie in der Pädagogik sind hier nicht hilfreich, da dadurch eine längere Diskussion angeregt wird, die nicht gewünscht ist. Fragen zur Praxis in der Einrichtung und zum Team hingegen zeigen Ihr Interesse und sind willkommen.