Haare auf oder zu? Wie Haare eingeschätzt werden und welche Wirkung sie entfalten beim Gespräch

Aktualisiert am von Ömer Bekar

wild und frei mit offenem Haar
wild und frei mit offenem Haar

Die Frisur sagt viel über den Charakter und die Stimmungslage von Menschen aus. Dabei ist nicht nur der Haarschnitt beachtenswert. Wichtig ist immer, ob die Haare frisch gewaschen und frisiert sind, oder ob Haare ungepflegt getragen werden. Männer sind heute fast ebenso eitel bezüglich der Frisur wie Frauen und sollten das Thema daher nicht vernachlässigen. Personaler werden die Harre, wie auch alle anderen Details des Äußeren zu ihrem ersten Eindruck nehmen und beurteilen. Bewerber sollten daher die Wirkung der Frisur vorab prüfen, wenn lange Haare getragen werden. Die Frisur soll authentisch sein, aber einen Raum nicht zu sehr einnehmen. Mit den Haaren senden Sie Signale. 

Auch Haare müssen zur Stelle passen

Nicht nur Ihre Qualifikation muss passgenau zur Stelle sein, auch Ihr Erscheinungsbild soll sich integrieren können. Wenn Sie lange Haare besitzen, haben Sie die Möglichkeit, die Frisur zu verändern. Zwar haben sich die Regeln sehr stark verändert und werden liberaler ausgelegt, dennoch kann nicht geleugnet werden, dass Menschen auch durch ihr Unterbewusstsein beeinflusst werden. Immer gilt aber, dass das Gesicht frei sein muss, da der Charakter nur erkannt werden kann, wenn Augen und Mimik frei bleiben. Besonders Frauen sind hier angesprochen, die Ponyfrisuren tragen, oder das Haar ins Gesicht fallen lassen.

Überlegen Sie aber zuerst, in welcher Position Sie in der Firma schlüpfen sollen, bevor Sie die Frisur verändern. Im Vorstellungsgespräch steht bei jedem Punkt im Zentrum, ob Sie insgesamt zur Stelle und zum Team passen. Sie werden immer innerhalb der Hierarchie die unterste Stelle einnehmen, wenn Sie neu beginnen. Auch eine Position als Abteilungsleiterin ist eine Stelle innerhalb mehrerer dieser Position, sodass Neuankömmlinge sich unten einzusortieren haben. Sie kommen nicht als Star, können es aber durch Leistung werden.

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So werden Haare oft eingeschätzt

  • Offene lange Haare werden als ungezwungener und lebhafter eingestuft
  • Geschlossene Haare wirken unbewusst seriöser und bodenständiger
  • Hochgesteckte Frisuren können sportlich wie elegant erscheinen – je nach Gestaltung
  • Nach hinten zum Pferdeschwanz gebundene Haare wirken streng und mit einem harten Gesichtsausdruck auch dominant bis arrogant
  • Zöpfe gelten als seriös und zuverlässig, wenn sie nicht wie bei Kindern getragen werden

Bei jeder dieser Gestaltungsformen muss das Gesicht berücksichtigt werden. In keinem Fall darf die Person durch Haare entstellt werden. Im Zweifel können alle Varianten leicht zuhause probiert werden. Vor dem Spiegel können dann auch verschiedene Gesichtsausdrücke versucht werden. Haare, Gestik und Mimik bilden eine Einheit, die natürlich sein muss. Hilfe bieten auch gute Friseure mit Erfahrung. Bei dieser Gelegenheit kann auch das Makeup besprochen werden, das zur Frisur und zum Anlass auszuwählen ist. Schließlich muss das gesamte Outfit zu einer Einheit verschmelzen.

Denken Sie immer daran, bei welchem Unternehmen Sie sich bewerben. Banken, Behörden, Versicherungen sind oft konservativ eingestellt. Werbeagenturen gelten allgemein als locker und aufgeschlossen. Hotels und Restaurants verlangen Chic und Eleganz. Im Friseursalon ist Mode im Mittelpunkt, aber die Friseure sollen die Kunden nicht übertrumpfen. In Modegeschäften gilt ein ähnlicher Anspruch.

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

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Haare und Nervosität im Vorstellungsgespräch

Auch unter diesem Aspekt kann die Frisur speziell im Vorstellungsgespräch auftauchen. Wer zu nervösem Verhalten neigt, wird sehr oft mit seinen Händen zu den Haaren greifen und diese bewegen. Diese Handlungen geschehen meist unbewusst und ungesteuert. Sie werden einen schlechten Eindruck hinterlassen, wenn sie regelmäßig mit den Händen in offenen Haaren herumfuchteln. Damit lenken Sie zu sehr ab und verärgern Personaler. Ihr Verhalten kann dann leicht mit mangelnder Kinderstube verwechselt werden.

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Versuchen Sie in einem solchen Fall immer Ihre Nervosität zu bekämpfen und Ihr Verhalten zu kontrollieren. Zusätzlich geben Ihnen geschlossen getragene Haare Sicherheit, falls Sie dennoch einmal im Vorstellungsgespräch zu den Haaren greifen sollten. Außerdem können Sie dann die Frisur nicht durcheinanderbringen, was wiederum negativ sein wird. Mit einigen wenigen und leicht erlernbaren Hinweisen kann die Nervosität aber schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Haare, Kleidung und Wirkung

Selbst wenn Sie sich für eine Form der Haare entschieden haben, können Sie jederzeit eine Veränderung vornehmen. Wählen Sie die Kleidung für den Termin aus und versuchen erst dann verschiedene Frisuren. Fragen Sie auch Freundinnen oder in Ihrem Friseursalon. Danach können Sie das Thema Makeup angehen. Aber selbst dann ist es immer noch möglich, die Frisur zu ändern.

Die Wirkung wird sich jeweils verändern. Zudem können Sie Frisuren zusammen mit Ihrem Temperament auswählen. Eine offene Frisur lockert ein zurückhaltendes Temperament auf. Geschlossene  Haare mildern den wilderen Charakter. Eine allgemeingültige Aussage ist, wie Sie leicht erkennen, kaum möglich.

Am Ende entscheidet, wie Sie sich fühlen. Sie dürfen durch eine Frisur Ihre Persönlichkeit nicht verdecken, da Sie dann automatisch unglaubwürdig wirken. Lieber offene und wilde Haare, als ein gezwungenes Bild von sich selbst abgeben. Vergessen Sie dennoch niemals, dass die zu besetzende Stelle von einer passenden Persönlichkeit besetzt werden soll. Können Sie mit Ihren Haaren sich dort vorstellen, oder passen Sie nicht mit der Position in der konkreten Firma zusammen?

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