Zahnarzthelferin mit Arzt und Kind

Zahnarzthelferin mit Arzt und Kind

Unter den medizinischen Fachangestellten besitzt die zahnmedizinische Fachangestellte eine Sonderstellung. Zwar sind die alltäglichen Aufgaben vergleichbar, dennoch werden in einer Zahnarztpraxis verschiedene Aufgaben nicht vorgenommen und andere kommen hinzu. Daher kann eine medizinische Fachangestellte, die bei anderen Fachärzten gelernt hat, zu einem Zahnarzt wechseln, muss zuvor allerdings eine Weiterbildung durchlaufen. Umgekehrt gilt dies gleichermaßen. Vergleichbar ist die Arbeitszeit und die Ausstattung mit persönlichen Eigenschaften. Zur Berufsbezeichnung ist zu sagen, dass ein Arzthelferin bei einem Zahnarzt heute als zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) bezeichnet wird, was den offiziellen Sprachgebrauch betrifft.

Smalltalk ist bei Bewerbung wichtig

Im Vorstellungsgespräch wird die Eröffnung durch eine förmliche Begrüßung und den Smalltalk gefüllt sein. Allgemein wird dabei angestrebt, Bewerberinnen zu entspannen und ihnen die Gelegenheit zu bieten, ihre Nervosität zu reduzieren. Im Vorstellungsgespräch bei einem Zahnarzt kommt hinzu, dass die Beherrschung des Smalltalks zum beruflichen Alltag bereits ab der Ausbildung gehört. Menschen gehen ungerne zum Zahnarzt, da Schmerzen befürchtet werden. Auch ist es unangenehm, wenn ein anderer in den Mund schaut, wobei Ärzte natürlich nur ihren Job machen. Mit Smalltalk kann diese Spannung gelockert werden. Daher muss die zahnmedizinische Fachangestellte folgende Eigenschaften besitzen:

  1. Sie verfügt über ein gutes Einfühlungsvermögen.
  2. Sie kann Patienten in lockere Gespräche verwickeln, um Angst zu nehmen.
  3. Sie spricht ruhig und sachlich, versprüht dabei dennoch Vertrauen.
  4. Sie kann Eingriffe klar und harmlos erklären.
  5. Sie beherrscht eine beruhigende Körpersprache.
  6. Sie wirkt kompetent und zuverlässig.

Somit ist der zahnmedizinische Fachangestellte eigentlich der verlängerte Arm des Arztes, um die Nerven von Patienten zu beruhigen und vieles vorzubereiten. Diese Eigenschaften lassen sich nur teilweise ausbilden. Im Kern müssen sie im Charakter des Menschen angelegt sein. Sehr schnell kann daher der Zahnarzt bereits beim Smalltalk erkennen, ob eine Bewerberin zu seinem Team passt und die geforderten Leistungen erbringen kann. Ein Tipp: Für Bewerberinnen auf einen Ausbildungsplatz gilt, dass ein Praktikum von einer Woche bereits erkennen lässt, ob es sich um die richtige Berufswahl handelt. Auf ein absolviertes Praktikum sollten Sie sich auf jeden Fall im Bewerbungsanschreiben beziehen.

Fragen zur Qualifikation und zu Fähigkeiten

Nachdem Ihr Bewerbungsschreiben überzeugen konnte, beginnt das Vorstellungsgespräch zur zahnmedizinischen Fachangestellten. Dieses beginnt erst richtig, nachdem der Arzt seine Praxis kurz vorgestellt hat. Eröffnet wird die Fragerunde oft mit Fragen zur Qualifikation. Themen wie die im Lebenslauf und Anschreiben mitgeteilten Qualitäten werden kurz durch gezielte Fragen getestet. Rechnen Sie damit zu mehreren Arbeitsschritten explizit befragt zu werden.

  1. Sie können die medizinischen Geräte und Maschinen genau erklären.
  2. Sie können erläutern, für welche Aufgaben Sie welche Werkzeuge benötigen.
  3. Sie können die Zusammensetzung von Materialien für Behandlungen aufführen.
  4. Sie wissen, welche Hygienemaßnahmen gelten.
  5. Sie können Abläufe von Behandlungen nennen.

Darüber hinaus sind Aufgaben zu erledigen, die kaufmännischer Art sind. Ihre Berufserfahrung spielt dabei eine große Rolle, deshalb Sie sich bereits die besten Antworten überlegen sollten. Mögliche Fragen können zu folgenden Themen kommen:

  1. Organisation der Praxis/ Klinik
  2. Telefonische Terminvergabe
  3. Schriftverkehr mit Patienten, Krankenkassen, Verbänden etc.
  4. Rechtschreibung und Grammatik
  5. Terminierung
  6. Vorbereitung der Behandlungsräume
  7. Reinigung der Geräte und Werkzeuge
  8. Kommunikation mit Patienten
  9. Erläuterung von Eingriffen gegenüber Patienten
  10. Behandlung von Kritik und Beschwerden
  11. Bestellung von Material
  12. Lagerhaltung

Fragen zu persönlichen Eigenschaften

Nicht weniger wichtig sind die persönlichen Eigenschaften und Charakterzüge von zahnmedizinischen Fachangestellten. Sie werden daher vielleicht mit Fragen konfrontiert, deren Beantwortung bereits Teil des Smalltalks gewesen sein kann. Überprüft werden:

  • Teamfähigkeit
  • Empathie
  • Souveränität
  • Selbstbewusstsein
  • Organisationstalent
  • Stressresistenz
  • Bereitschaft zur Weiterbildung
  • Bereitschaft zu flexibler Zeiteinteilung
  • Motivation für den Beruf
  • Motivation für diese Praxis zu arbeiten
  • Bedürfnis, Menschen zu helfen

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Der letzte Teil ist mitunter der entscheidende. Fehlende Fachkenntnisse können nachgebessert werden, wenn eine Lernbereitschaft und eine gute Auffassungsgabe vorhanden sind. Mangelhafte Eigenschaften in der Person können hingegen nur marginal verbessert werden und benötigen Zeit. Daher sollte in der Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch eine sehr genaue Recherche stattfinden und Selbstkritik bezüglich der Schwächen und Stärken durchgeführt werden. Nur so hinterlassen Sie gleich einen guten Eindruck und überzeugen den Personaler oder ihren zukünftigen Arbeitgeber.

  • Lesen Sie die Stellenanzeige komplett und konzentriert durch.
  • Notieren Sie Fähigkeiten, die angesprochen werden, bei denen Sie Schwächen aufweisen.
  • Gehen Sie gegen eigene Schwächen aktiv vor und schaffen somit eine Erklärung für das Vorstellungsgespräch, was die Behandlung eigener Mängel betrifft.
  • Informieren Sie sich über die Praxis. – Besuchen Sie deren Website. Fragen Sie Bekannte über die Praxis aus, damit Sie diese und den Chef schon kennen.
  • Finden Sie den besten Anfahrtsweg und berechnen die Anfahrtszeit. So kommen Sie zum Vorstellungsgespräch pünktlich an.
  • Testen Sie alle persönlichen Eigenschaften.
  • Überprüfen Sie Ihre Körpersprache vor dem Spiegel.
  • Wie sieht Ihre Körperhaltung im Spiegel aus?
  • Formulieren Sie unangenehme Fragen zur Person und zum Fach.
  • Finden Sie für jede Frage eine passende Antwort und bereichern diese mit einem Beispiel aus Ihrer beruflichen Tätigkeit.
  • Überlegen Sie sich auch eigene Fragen, die Sie stellen können.

Sollten Sie nervös sein, wenn ein wichtiges Gespräch ansteht, üben Sie eine ruhige Körperhaltung ein. Gerade Sitzen beruhigt. Dann werden Sie zudem weniger verleitet, stark zu gestikulieren. Trainieren Sie eine freundliche und ruhige Mimik im Umgang mit anderen Menschen. Behalten Sie stets den Blickkontakt zur sprechenden Person. Interesse zeigen Sie, indem Sie sich etwas vorneigen und natürlich lächeln.

Kleidung und Auftreten im Vorstellungsgespräch

Natürlich ist Ihr Äußeres nicht das Wichtigste, dennoch sollten Sie viel Wert darauf legen, gepflegt zu erscheinen.

  • Passend sind praktische Kleidungsstücke.
  • Folgen Sie der Mode, wie es Ihnen gefällt, ohne extravagant zu sein.
  • Auf der Homepage der Praxis befinden sich oft Bilder von Mitarbeitern, an denen Sie sich orientieren können.
  • Schmuck und Makeup sollten nicht zu sehr auffallen.
  • Wesentlich ist Sauberkeit. Die Kleidung, am besten eine Bluse und eine dunkle Hose, ist gebügelt, die Frisur gerichtet und die Finger gereinigt.
  • Gehen Sie selbstbewusst ins Vorstellungsgespräch und begrüßen anwesende Personen per Handschlag.

Wie Sie sehen ist der Weg vom Stellenangebot zum Bewerbungsgespräch und schließlich der Erfolg mit einem Jobangebot für eine zahnmedizinische Fachangestellte durchaus möglich, wenn Sie diese einfachen Tipps beherzigen. Wer während der Ausbildung merkt, dass er lieber behandeln möchte, als nur dem Arzt zu assistieren, der hat die Möglichkeit eines Studiums der Zahnmedizin.