Unruhe vor dem Vorstellungsgespräch: Die 15 Punkte Anleitung

Aktualisiert am 31. Mai 2021 von Ömer Bekar

Entspannungsübung

Entspannungsübung

Im Vorstellungsgespräch sollte volle Konzentration herrschen. Knifflige Fragen werden gestellt, Schwächen angesprochen und die Körpersprache sehr genau beobachtet. Das bedeutet für viele Menschen Stress, der eine innere Unruhe noch verstärkt. In Erwartung des Gesprächs steigt die Nervosität. Die Handflächen werden feucht, Arme und Beine wollen sich hektisch bewegen, und es gelingt kaum, einen Gedanken in Ruhe zu Ende zu denken. Den meisten Menschen gelingt es, die Nervosität wieder abzubauen, dennoch bleibt oft ein Rest von Unsicherheit. Mit einfachen Übungen kann die innere Unruhe positiv aufgefasst werden und sich in eine konzentrierte Haltung wandeln lassen.

Innerlich unruhig und Symptome

Wenn sich Gedanken negativ zeigen, verbreitet sich im gesamten Körper eine Anspannung. Diese wiederum verstärkt den negativen Impuls. Es gelingt kaum noch, die subjektiv empfundene negative Seite als solche zu erkennen. Das Subjektive wird als objektive Tatsache und Wahrheit aufgefasst. Wenn ein solcher Zustand eintritt, können verschiedene Erscheinungen wahrgenommen werden.

  1. Feuchte Hände
  2. Schweiß auf der Stirn
  3. Unruhige Bewegungen der Extremitäten
  4. Juckreize
  5. Die Pupillen verändern sich.
  6. Das Blickfeld verengt sich.
  7. Die Stimme erhält eine höhere Tonlage und wird zittrig.
  8. Die Atmung wird beschleunigt.
innere Ruhe Entspannung

innere Ruhe Entspannung

Wenn alle diese Erscheinungsformen auftreten, sitzt der Mensch in einer Gefühlsfalle. Meist sind nur einige Symptome festzustellen, sodass der Zustand schnell beseitigt werden kann. Da ein Vorstellungsgespräch mit dem Smalltalk beginnt, entspannen die meisten Bewerber innerhalb weniger Minuten. Nur wer seine Impulse nicht bewusst wahrnimmt und sie nicht kontrollieren kann, gerät in die Falle. Persönliche Bemerkungen werden als Aggressionen und Angriffe bewertet. Der betroffene Mensch reagiert dann aggressiv, beleidigt und zieht sich zurück. Seine Körperhaltung zeigt einen zusammengesunkenen Oberkörper. Die Hände bewegen sich abwehrend oder angreifend. Eine Beantwortung einer Frage der Personaler ist dabei kaum noch sinnvoll. Der Bewerber wirkt schwach und verspielt seine Chancen.

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Gefühle beherrschen

Diese beschriebenen Zustände zeigen einen Menschen, der von seinen Gefühlen beherrscht wird und keine bewusste Kontrolle ausüben kann. Dass negative Gedanken diese Unruhe ausgelöst haben, wird nicht mehr nachvollzogen. Die ängstlichen und aggressiven Gefühle lassen sich nur langsam abbauen. Wer zu diesen Zuständen neigt, wird eine Umwandlung kurz vor einem Vorstellungsgespräch nicht erreichen können. Allerdings können mit bewussten Handlungen ruhigere Gedanken und Gefühle erzeugt werden.

  1. Umgehen Sie schon am Vortag alle negativen Nachrichten. Schauen Sie keine Nachrichtensendungen und lesen keine Tageszeitung.
  2. Spielen Sie keine Spiele mit aggressiven Inhalten.
  3. Meiden Sie Menschen, die auf Sie deprimierend wirken. Umgeben Sie sich mit fröhlichen Menschen.
  4. Vermeiden Sie den Genuss von Alkohol und Drogen.
  5. Denken Sie an positive Menschen. Gedanken an Menschen, mit denen Sie Probleme haben, verdrängen Sie auf einen anderen Tag.
  6. Vor dem Schlafengehen denken Sie an ein schönes Erlebnis und an schöne Bilder.
  7. Lesen Sie Ihre Unterlagen für das Vorstellungsgespräch in Ruhe noch einmal durch. Dies sollte nicht unmittelbar vor dem Schlaf geschehen.
  8. Am Morgen sagen Sie sich, dass Sie gut vorbereitet sind.
  9. Trinken Sie nicht zu viel Kaffee und rauchen nicht zu viel.
  10. Sorgen Sie für eine entspannte Anreise zum Termin.
  11. Angekommen machen Sie sich in einer Toilette frisch und kontrollieren Ihre Kleidung. So können Sie dem Gespräch beruhigt entgegensehen.
  12. Wenn Sie gut vorbereitet sind, sagen Sie sich dies noch einmal gedanklich vor. Führen Sie sich auch das schöne Bild vom Vorabend noch einmal ins Gedächtnis.
  13. Setzen Sie sich gerade auf einen Stuhl und atmen sehr langsam und tief durch. Wiederholen Sie diese Atmung durchaus mehrere Minuten. Sie werden eine Beruhigung erleben.
  14. Im Vorstellungsgespräch nehmen Sie wiederum eine gerade Körperhaltung ein, ohne zu verkrampfen.
  15. Legen Sie die Hände auf Ihre Oberschenkel ab und achten darauf, dass weder die Hände noch die Beine sich hektisch bewegen.
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Sie werden feststellen, dass sich Ihre Gefühlslage während des Smalltalks deutlich und schnell entspannt. Sie werden innerlich ruhiger und neigen nicht zu hektischen Gesten und Bewegungen. Ihre Mimik entspannt sich, und Ihre Stimmlage nimmt eine natürliche Tonlage an. Beobachten Sie sich selbst, um die Besserung feststellen zu können.

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

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Ruhe durch Vorbereitung

Dies gelingt nur, wenn Sie gut vorbereitet sind. Sie haben zu den typischen und zu erwartenden Fragen passende Antworten eingeübt. Sie können spontan Ihre Stärken aufzählen und Beispiele anführen, bei denen Sie Stärke bewiesen haben. Auch zu Ihren Schwächen wissen Sie eine passende Antwort zu geben.

So vorbereitet werden Sie bereits während der ersten schwierigen Fragen erkennen, dass Sie nicht aus der Ruhe gebracht werden. Sie werden sicherer, selbstbewusster und können souverän antworten. Kritik nehmen Sie nicht als Angriff wahr, sondern Sie nehmen es als Aufforderung, eigene Behandlungen von Schwächen zu erklären. Die Personaler wollen keinen persönlichen Angriff auf Sie starten. Die Personaler wollen allerdings erfassen, wie Sie auf Stress und Kritik reagieren. Auch im Beruf müssen Sie angemessen auf diese Situationen eingehen können, ohne dabei die innere Ruhe zu verlieren. Diese Gesprächssituation kann auch während der Vorbereitung mit Freunden geübt werden, wenn Sie sich die Bewältigung alleine nicht zutrauen.