Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?Prinzipiell ist es nur bedingt möglich, genau vorherzusagen, wie ein Vorstellungsgespräch verlaufen wird, denn je nach Unternehmen, Position und Gesprächsteilnehmern kann es deutliche Unterschiede geben. So wird ein Vorstellungsgespräch bei einem großen Konzern sicher anders gestaltet sein als ein Vorstellungsgespräch bei einem kleinen, familiären Traditionsbetrieb, und einem Bewerber mit langjähriger Berufserfahrung werden in einem Vorstellungsgespräch sicher etwas andere Fragen gestellt werden als einem Berufsanfänger. Ebenso werden sich Unterschiede daraus ergeben, ob es bei dem Vorstellungsgespräch zum Beispiel um eine Führungsposition oder um einen Ausbildungsplatz geht.

Dennoch gibt es eine Art Grundmuster, an das die meisten Vorstellungsgespräche angelehnt sind und das ein grundlegendes Beispiel für den Ablauf von Vorstellungsgesprächen darstellt. Du kannst auch die  Vorstellungsgespräch Fragen auf dieser Seite ruhig mal anschauen.

  1. Zunächst wird der Bewerber hereingebeten. Darauf folgt die Begrüßung und die Beteiligten stellen sich mit Namen und meist Position vor.
  2. Der Einsteig in das Vorstellungsgespräch erfolgt normalerweise durch einen kurzen Smalltalk, indem der Bewerber beispielsweise gefragt wird, wie seine Anreise war. Möglich ist daneben auch, dass der Personaler Hobbys oder Interessen des Bewerbes anspricht, um ihm auf diese Weise etwas die Nervosität zu nehmen. Hat der Bewerber beispielsweise Skifahren als Hobby angegeben und hat es aktuell viel geschneit, würde sich ein solcher Gesprächseinstieg anbieten. Zudem stellt der Personaler zu Beginn des Gespräches oft das Unternehmen und die jeweilige Abteilung kurz vor und geht auf die ausgeschriebene Stelle ein.
  3. Darauf folgt üblicherweise die Vorstellung des Bewerbers durch die Aufforderung, etwas über sich zu erzählen oder den bisherigen Werdegang kurz zusammenzufassen. Der Bewerber sollte nun ein möglichst klares und informatives Bild über seine Kompetenzen, seine Motivation und seine Beweggründe für die Bewerbung abliefern, wobei vor allem die Aussagen im Vordergrund stehen sollten, die für die ausgeschriebene Stelle von Bedeutung sind. Bei der Selbstpräsentation geht es also nicht darum, den eingereichten Lebenslauf zu wiederholen, sondern dem Personaler weitere Argumente zu liefern, die für eine Zusage sprechen.
  4. Nach der Selbstdarstellung werden weitere stellen-, berufs- und personenbezogene Fragen gestellt. Neben dem Wissen über das Unternehmen, dem beruflichen Werdegang, den Gründen für die Berufswahl, dem familiären Hintergrund, dem sozialen Umfeld oder persönlichen Interessen und Charaktereigenschaften werden dabei auch Stärken und Schwächen sowie Lücken und Brüche im Lebenslauf thematisiert. Wichtig hierbei ist, dass der Bewerber klare und präzise Aussagen macht, die den Personaler nicht dazu verleiten, weiter nachzubohren.
  5. Nach den Fragen des Personalers wird der Bewerber gefragt, ob er noch weitere Fragen zum Unternehmen oder der ausgeschriebenen Tätigkeit hat. Ein großer Fehler wäre, keine eigenen Fragen zu stellen. Personaler gehen davon aus, dass das Vorstellungsgespräch nicht nur dazu dient, den Bewerber näher kennenzulernen, sondern auch vom Bewerber als Möglichkeit gesehen wird, weitere Informationen über das Unternehmen und die Tätigkeit zu sammeln. Daher sollte der Bewerber unbedingt eigene Fragen vorbereiten und diese im Vorstellungsgespräch auch stellen.
  6. Das Ende des Vorstellungsgespräches besteht in der Verabschiedung sowie den Informationen darüber, wie weiter verfahren wird und bis wann der Bewerber mit einer Entscheidung rechnen kann.

Thema: Vorstellungsgespräch Beispiel