Körpersprache verbessern: Kinderleicht & effektiv

Körpersprache verbessernDas Bewerbungsgespräch steht vor der Tür, Sie haben sich ausgiebig über die Firma informiert und sind auch auf mögliche Fragen bestens vorbereitet. Das einzige, was Sie noch nicht bedacht haben, ist, wie Sie Ihre Körpersprache verbessern können. Was zählt überhaupt dazu, wie wichtig ist sie und mit welchen Methoden können Sie an sich arbeiten?

In diesem Artikel werden Sie es erfahren. Ihnen wird am Ende klar sein, auf welche Anzeichen Sie besonders achten müssen. Auch werden Sie wissen, mit welchen Vorgehensweisen Sie eine bessere Wirkung auf andere erzielen können. Damit überzeugen Sie jeden im Handumdrehen.

Lesen Sie, was Ihre Körpersprache über Sie und Ihre Innenleben verrät und warum es so wichtig ist, daran zu arbeiten. Lernen Sie die wichtigsten Signale Ihres Körpers auf andere kennen und lassen Sie sich von den praktischen Übungs-Tipps helfen. Damit können Sie noch heute Ihre Außenwirkung verbessern! Überzeugen Sie sich selbst!

Ihre Körpersprache verrät viel

Die Körpersprache zählt zur nonverbalen Kommunikation. Geht es bei der verbalen Kommunikation vor allem darum, was Sie direkt sprachlich äußern, geht die nonverbale Kommunikation noch einen Schritt weiter. Sie verrät Ihrem Gegenüber zusätzlich sehr viel über Ihre wahren Emotionen und Ihr Wohlbefinden. Aufschluss darüber geben unter anderem Ihre Gestik, Mimik, Stimme und Haltung. Je nachdem, wie Sie auftreten, strahlen Sie Selbstbewusstsein oder Unsicherheit, Aufrichtigkeit oder Unehrlichkeit, Distanz oder Nähe aus.

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

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Da es jedoch kein Patentrezept gibt und jeder Mensch unterschiedlich ist, können Körpersignale auch mal falsch gedeutet werden. Nur weil Sie zum Beispiel mit verschränkten Armen vor der Brust einen Vortrag halten, heißt das nicht zwingend, dass Sie desinteressiert oder abweisend sind. Vielleicht ist Ihnen einfach nur kalt. Ein zu schnelles Urteil ist deshalb immer mit äußerster Vorsicht zu genießen.

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Darum sollten Sie an Ihrer Körpersprache arbeiten

Bei öffentlichen Vorträgen oder in Gesprächen mit fremden Personen, wie zum Beispiel in Vorstellungsgesprächen, spielt die Körpersprache eine nicht unwichtige Rolle. Ein Personaler möchte Sie als Bewerber so umfassend wie möglich kennenlernen. Schließlich geht es meist um eine langfristige Zusammenarbeit, in der sich beide Parteien wohl miteinander fühlen sollen. Anhand Ihrer nonverbalen Kommunikation kann Ihr Gegenüber Rückschlüsse über Ihre Persönlichkeit ziehen.

Auch ist sie etwas, das am ehesten in Erinnerung bleibt. Sie wollen doch nicht den Eindruck hinterlassen, Sie seien unsicher, verschlossen und unehrlich, oder? Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Körpersprache verbessern und einschätzen lernen. Sie werden sehen, je mehr Sie sich selbst in diesem Bereich besser kennenlernen desto leichter können Sie auch Ihre Gesprächspartner verstehen und Ihre Reaktionen einordnen.

Körpersprache verbessern: Darauf sollten Sie achten

Um Ihre Körpersprache zu verbessern, sollten Sie wissen, auf welche Signale Sie im Speziellen Acht geben sollten. In diesem Abschnitt erfahren Sie es.

Händedruck

Der richtige Händedruck ist in nahezu jedem Gespräch von entscheidender Bedeutung. Er ist mit das erste, was Ihr Gesprächspartner von Ihnen bekommt. Damit vermitteln Sie den ersten Eindruck über Sie als Person. Tun Sie sich deshalb den Gefallen und achten Sie auf einen angemessen kräftigen Druck, wenn Sie sich die Hände geben. Ist er zu leicht, zeugt das von Unsicherheit und damit haben Sie keinen guten Start in das Gespräch. Reichen Sie außerdem die ganze rechte Hand und halten Sie sie seitlich entgegen. Nie sollten Sie die Handflächen nach oben richten oder nur die Fingerspitzen geben.

Körperhaltung

Machen Sie sich locker und stehen Sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Auch wenn Sie sitzen, sollten Sie nicht die Beine überschlagen. Achten Sie darauf, eine gerade Haltung einzunehmen und ziehen Sie die Schultern leicht zurück. Halten Sie auch Ihren Kopf gerade. Alles zusammen sollte nicht angestrengt aussehen. Haben Sie damit noch Probleme, können Sie vor einem Gespräch oder Meeting ein paar Lockerungs-Übungen machen. Als Frau sollten Sie Ihr Gewicht nicht auf ein Bein verlagern. Dadurch stehen Sie leicht schief und es wirkt nicht gerade positiv auf Ihren Gegenüber.

Blickkontakt

Schauen Sie dem Personaler in die Augen, wenn Sie Ihn begrüßen und auch während des Jobinterviews. Das bedeutet nicht, dass Sie unentwegt starren sollen. Ab und zu den Blick zur Seite oder anderen Personen im Raum schweifen zu lassen, ist völlig in Ordnung.

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Nicken

Um Ihrem Gesprächspartner zu signalisieren, dass Sie ihm zuhören und interessiert an seinem Gesagten sind, sollten Sie hin und wieder höflich nicken. Sitzen Sie nur stumm da und regen sich nicht, kann es wirken, als seien Sie nicht ganz bei der Sache.

Hände

In manchen Situationen ist es gar nicht so leicht, die Hände richtig „unterzubringen“. Wenn Sie sitzen, können Sie sie ganz entspannt in den Schoß legen. Stehen Sie, können Sie Ihre Hände nutzen, um das Gesprochene zu unterstreichen. Achten Sie nur darauf, dass Sie es nicht übertreiben und gestikulieren Sie nicht wild herum. Legitim ist auch, wenn Sie Ihre Hände einfach seitlich hängen lassen. Mit einer gleichzeitig geraden Körperhaltung sieht auch das professionell aus. Ist Ihnen das unangenehm, können Sie auch einen Stift in die Hand nehmen oder einen anderen Gegenstand. Es sollte dann nur nicht so aussehen, als würden Sie sich daran festhalten.

Nähe vs. Distanz

Bei diesem Punkt ist es wichtig, das richtige Mittelmaß zu finden. Kommen Sie dem Personal-Verantwortlichen zu Nahe, kann es für ihn unangenehm sein. Halten Sie hingegen einen zu großen Abstand, wirkt das schnell ängstlich und abweisend. Auch sollten Sie vorsichtig damit sein, andere Personen während eines Gesprächs leicht zu berühren. Das empfingen viele auch eher als negativ. Halten Sie sich da lieber zurück.

Mimik

Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Gesichtsausdruck ebenso viel über Sie verrät wie Ihre Worte. Wollen Sie einen positiven Eindruck hinterlassen, sollten Sie ein leichtes Lächeln auf den Lippen haben und damit Offenheit signalisieren. Runzeln Sie wenn möglich nicht Ihre Stirn und achten Sie darauf, nicht jeden Gedanken in Ihrem Gesicht sichtbar werden zu lassen. Schauen Sie nicht angestrengt und ziehen Sie nicht die Augenbrauen zusammen. Auch wenn Sie Ihrem Gesprächspartner nicht zustimmen, sollte er das nicht sofort spüren können.

Stimme

Der Klang Ihrer Stimme, die Betonung und Aussprache verrät ebenso, wie es in Ihrem Innern gerade aussieht. Sind Sie zum Beispiel traurig oder wütend, verändert sich Ihre Tonlage deutlich. Kämpfen Sie besonders mit Nervosität, können Sie schon mal ins Stocken geraten und um die richtigen Worte ringen. Arbeiten Sie ganz bewusst daran und machen Sie im Vorhinein beispielsweise ein paar Entspannungsübungen für Ihre Stimmbänder. Dann fällt Ihnen das Sprechen schon viel leichter.

Diese Übungen helfen

Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, an Ihrer Körpersprache bewusst zu arbeiten und Sie zu verbessern. Nachdem Sie jetzt wissen, was wie auf andere wirkt, ist es an der Zeit, dass Sie sich selbst einmal näher beobachten. Auf geht’s!

Ausgangslage analysieren

Im ersten Schritt geht es darum, dass Sie Ihre Ausgangslage analysieren und sich vor Augen führen, wie Sie auf andere Menschen wirken. Das ist deshalb wichtig, weil Sie nur so Ihre Schwachstellen herausfinden und dann auch gezielt an ihnen arbeiten können. Eine Möglichkeit ist, dass Sie sich vor den Spiegel stellen und Ihre Rede, Ihren Vortrag oder Ihre Antworten für ein Vorstellungsgespräch proben und sich sehr genau dabei beobachten. Stehen Sie aufrecht? Wie gestikulieren Sie? Passen Sie dabei auf, das Ergebnis nicht selbst zu „verfälschen“, indem Sie sich verstellen. Gelingt Ihnen das nicht, können Sie sich auch auf Video aufnehmen. Versuchen Sie, die Kamera so gut es geht zu vergessen. Schreiben Sie sich dann Ihre Beobachtungen auf und gehen Sie weiter zur nächsten Übung.

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Wie wollen Sie auf andere wirken

Überlegen Sie sich jetzt, wie Sie gern auf andere wirken möchten. Alles, was Ihnen dazu einfällt, schreiben Sie ebenfalls auf ein Blatt Papier. Denken Sie dabei noch nicht daran, was Sie im ersten Step schon herausgefunden haben. Sie können auch auf die Straße gehen und Menschen beobachten. Fragen Sie sich, was Sie bei anderen gut finden, was überzeugt Sie und wovon sind Sie gar beeindruckt? Sind Sie damit fertig, können Sie beide Ergebnisse miteinander vergleichen und ganz genau sehen, wo akuter Handlungsbedarf besteht.

Übung macht den Meister

Haben Sie zum Beispiel herausgefunden, dass Sie immer sehr gekrümmt gehen und die Schultern hängen lassen, ist das der erste Punkt, an dem Sie arbeiten können. Vielleicht haben Sie auch ein Problem damit, jemandem länger in die Augen zu schauen? Was es auch ist, Sie können sich verbessern. Das braucht nur ein wenig Übung und Zeit. Gut ist, wenn Sie mit einem Freund oder einem Familienmitglied gemeinsam üben. Es kann auch hilfreich sein, wenn Sie sich mit Absicht in Situationen begeben, die Ihnen Unbehagen bereiten.

Vermeiden Sie unbedingt diese Fehler

Die folgenden typischen Fehler in der nonverbalen Kommunikation sollten Sie vermeiden, wenn Sie einen guten Eindruck bei ihrem Gegenüber hinterlassen möchten.

Wildes Gestikulieren

Sie haben gelernt, dass unterstützende Handbewegungen in einem Gespräch in Ordnung sind. Übertreiben sollten Sie es aber nicht. Gestikulieren Sie wild umher, kann das auf den Personaler schon mal sehr irritierend wirken und seine eigene Aufmerksamkeit enorm stören. Hören Sie also bitte auf damit!

Zappeln

Ganz schlecht ist, wenn Sie auf Ihrem Stuhl hin und her rutschen und nicht still sitzen können. Auch im Stehen kommt ein nervöses Zappeln gar nicht gut an. Helfen kann, wenn Sie sich vorher einmal kurz Austoben und eine Runde Hüpfen und Springen und die Arme weit kreisen lassen.

Beine überkreuzen

Überkreuzen Sie weder im Stehen noch im Sitzen Ihre Beine. Das wirkt unentspannt und könnte negativ rüberkommen. Besonders, wenn Sie stehen und etwas Bedeutsames vortragen nimmt es dem Gesagten eventuell die Überzeugungskraft oder Ernsthaftigkeit.

Tipps

  • Bitten Sie Ihre Freunde oder Familie um ein ehrliches Feedback
  • Auch direkt im Anschluss an ein Gespräch oder einen Vortrag können Sie Ihre Zuhörer und Gesprächspartner um eine Rückmeldung bitten
  • Ihre Rhetorik können Sie ebenso gezielt verbessern und sogar zu einem richtigen Rhetorik-Profi werden
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Sie haben gelesen, wie Sie Ihre Körpersprache verbessern können. Ihnen ist klar geworden, was darunter alles zu verstehen ist und Sie kennen nun typische Übungen, die Ihnen helfen, an Ihrer Wirkung auf andere zu arbeiten. Typische Fehler können Sie jetzt ebenso ganz einfach vermeiden. Worauf warten Sie noch? Beginnen Sie noch heute und arbeiten Sie an Ihrer Körperhaltung bewusst und trainieren Sie das, wo Sie noch Schwachstellen sehen. Dann können Sie schon morgen den Personaler Ihrer Wunschfirma von sich überzeugen!