7 Phasen Vorstellungsgespräch: So wird es ablaufen

Aktualisiert am von Ömer Bekar

7 Phasen VorstellungsgesprächOb es um eine Ausbildung oder eine spätere Festanstellung geht, ein Jobinterview ist immer ähnlich aufgebaut. Grob kann man sagen, dass es etwa 7 Phasen im Vorstellungsgespräch gibt. Vielleicht haben Sie schon bald ein wichtiges Gespräch für einen interessanten Job vor sich, mit dem Sie Ihre Karriere auf eine neue Stufe bringen wollen. Wie diese einzelnen Abschnitte aussehen, ist Ihnen jedoch noch unklar.

Dieser Beitrag verrät es Ihnen. Nach dem Lesen werden Ihnen die einzelnen Phasen so klar sein, dass Sie sich bestens für Ihr Bewerbungsgespräch vorbereiten können. Einem nächsten Karriere-Level steht dann nichts mehr im Weg.

Erfahren Sie, was Sie von Phase eins bis sieben erwartet und lernen Sie einige Formulierungen kennen, an denen Sie sich orientieren können. Nehmen Sie außerdem wertvolle Tipps und Ratschläge für die richtige Vorbereitung mit. Lesen Sie weiter!

Allgemeine Fakten zum Bewerbungsgespräch Ablauf

Sie können sich schon jetzt freuen. Denn mit Ihrer Bewerbung und der Einladung zu einem Bewerbungsgespräch haben Sie die erste Hürde im Auswahlverfahren schon mal geschafft. Hätten Sie mit Ihren Unterlagen nicht überzeugt, wären Sie nicht eingeladen worden. Das folgende Interview dient nun zum persönlichen Kennenlernen. Der Personaler möchte wissen, wer Sie sind und gleichzeitig prüfen, wie gut Sie in das bestehende Team hineinpassen. Sie brauchen jetzt nicht panisch werden, wenn Sie daran denken.

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

Ihr Vorteil ist, dass die meisten Bewerbungsgespräche sehr ähnlich ablaufen. Sie lassen sich in typische Phasen einteilen. Zwar gibt es hier und da auch einmal eine Abweichung von der Regel, aber das ist eher seltener der Fall. Die Dauer beträgt zwischen 30 und 60 Minuten. Dabei kommt es auch stark darauf an, in welcher Branche und für welche Position Sie sich bewerben. Mit diesen Informationen wissen Sie schon mehr als andere Bewerber. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie noch mehr!

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7 Phasen Vorstellungsgespräch: So sehen sie aus

Jetzt wird es konkret. Im Folgenden lernen Sie die sieben wichtigsten Phasen eines Vorstellungsgesprächs kennen. Außerdem  werden Sie einige Muster-Beispiele lesen, die Sie als Inspiration für Ihr eigenes Gespräch ansehen können.

1. Begrüßung und Small Talk

Wenn Sie die Räumlichkeiten Ihres potenziellen Arbeitgebers betreten, werden Sie vermutlich zum Empfang gehen und sich kurz anmelden. Man wird Sie dann entweder bitten, noch einmal kurz Platz zu nehmen oder direkt mit in ein Besprechungszimmer zu kommen. Dort treffen Sie dann auf den Personaler und eventuell auf weitere Verantwortungsträger. In dieser allerersten Phase des Kennenlernens gibt es einiges zu beachten. Sie sollten sie deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich gibt die Mehrheit der geschulten Personaler an, dass schon in den ersten Sekunden entschieden wird, wie gut Ihre Chancen auf diesen Job stehen.

Schütteln Sie Ihren Gesprächspartnern die Hand und achten Sie auf einen angemessenen Händedruck. Eine zu schlappe Hand zeigt, dass Sie unsicher sind. Auch sollten Sie jede Feuchtigkeit in Form von Schwitzen vorher mit einem Taschentuch beseitigt haben. Nichts ist unangenehmer, als eine nasse Hand anzufassen und sich dann weit weg von einem Waschbecken zu befinden. Lächeln Sie während dieser ersten Begrüßung und schauen Sie dem Personaler in die Augen.

Jetzt beginnt der Small Talk. Dieser hilft, die Atmosphäre aufzulockern und Sympathie auf beiden Seiten zu erzeugen. Vielleicht werden Sie gefragt, wie die Anfahrt gelaufen ist oder ob Sie einen guten Parkplatz gefunden haben. Äußerungen über das Wetter oder aktuelle Baustellen sind ebenso nicht ungewöhnlich. Gehen Sie einfach darauf ein und unterhalten Sie sich ganz entspannt. Schon hier können Sie zeigen, dass Sie eine sympathische Person sind. Bietet man Ihnen dann einen Platz an, setzen Sie sich hin. Etwas zu Trinken sollten Sie freundlich annehmen. Es kann Ihnen im Verlauf des Gespräches noch helfen.

2. Selbstpräsentation

Fast in jedem Bewerbungsgespräch werden Sie aufgefordert, sich zu Beginn einmal selbst vorzustellen. Dabei wird kein Roman von Ihnen erwartet. Es reicht aus, wenn Sie zwei bis drei Minuten etwas über sich erzählen. Gut ist, wenn Sie sich vorher darauf vorbereitet haben. Orientieren Sie sich an Ihrem Lebenslauf und an den wichtigsten beruflichen Stationen. Es geht nicht allein darum, alle Anwesenden auf den aktuellen Stand zu bringen. Der Personaler möchte Sie aus der Reserve locken und die Person hinter der Bewerbung kennenlernen. Denn am Ende, und da sind sich sehr viele Entscheidungsträger einig, entscheidet Ihre Persönlichkeit über den Erfolg oder Misserfolg. Das könnten Sie antworten:

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„Mein Name ist Felix, ich bin 32 Jahre alt und arbeite seit mehr als sechs Jahren als Vertriebsassistent bei der Firma XY. Dort bin ich vor allem verantwortlich für die Bestandskundenbetreuung und Neukunden-Akquise. Nebenher habe ich ein Fernstudium im Bereich Betriebswirtschaft absolviert. Ich bin ein sehr aktiver Mensch, gehe gern auf andere zu und mache außerdem gern Sport.“

3. Unternehmen stellt sich vor

In einer dritten Phase ist dann das Unternehmen an der Reihe sich vorzustellen. Es wird zum Beispiel erzählt, welche Produkte und Dienstleistungen angeboten werden und seit wann der Betrieb besteht. Vielleicht gibt es ein besonderes Merkmal, eine Markenidentität, die Ihnen kurz erläutert wird. Wichtig ist, dass Sie aufmerksam und interessiert zuhören und ab und zu Ihr Verständnis mit einem Kopfnicken bestätigen. Fallen Sie dem Sprechenden auf keinen Fall ins Wort!

Wenn Nachfragen kommen, sollten Sie sich gut an das erinnern können, was gesagt worden ist. Absolut legitim ist auch, wenn Sie sich Notizen machen. Schreiben Sie sich auf, wenn Fragen aufkommen. Das kann Ihnen in der vorletzten Phase helfen. Es kann gut sein, dass man Sie selbst fragt, was Sie über die Firma bereits wissen. Hier ist wichtig, dass Sie sich vorab mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben.

4. Ihre Motivation ist gefragt

Eine für das Gespräch sehr entscheidende Frage ist die nach Ihren Beweggründen. Diese könnte folgendermaßen aussehen:

  • Warum haben Sie sich auf diese Stelle beworben?
  • Wieso möchten Sie ausgerechnet in unserem Unternehmen arbeiten?
  • Was reizt Sie an der Position?
  • Wieso haben Sie sich für einen Jobwechsel entschieden?

Eine gründliche Vorbereitung ist auch an dieser Stelle Gold wert. Wenn Sie ins Stammeln kommen und nach Worten suchen, macht das keinen guten Eindruck. Sie sollten mit Ihrer Antwort signalisieren, dass Sie sich Gedanken gemacht haben. Auch sollte der Personaler sehen, dass Sie sich konkret mit der Stelle auseinandergesetzt haben. Werden Sie sich also klar, was Sie zu der Bewerbung veranlasst hat, welche Eignung Sie dafür mitbringen und wieso Sie das Unternehmen so spannend finden.

Ihre Antwort könnte zum Beispiel lauten:

„Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Da ich mehr in einem internationalen Umfeld arbeiten möchte, ist die Arbeit als Vertriebsassistent in Ihrem Unternehmen genau das, was ich gesucht habe. Sehr gerne möchte ich Sie auf Ihrem Erfolgskurs begleiten.“

 

5. Organisatorischer Stuff

In dieser Phase geht es darum, Organisatorisches zu klären. Dazu zählt beispielsweise Ihre zukünftige Arbeitszeit und eventuelle Optionen wie Homeoffice oder Gleitzeitmodelle. Sie könnten über Überstunden, Geschäftsreisen und Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sprechen und natürlich über das Gehalt. Urlaubsansprüche gehören auch dazu. Da Sie mit diesen sensiblen Fragen einiges falsch machen können, sollten Sie behutsam vorgehen.

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Gut ist, wenn der Personaler die Initiative ergreift. Sie sollten sich informiert haben und wissen, wie viel Geld Sie monatlich verlangen können. Auch sollten Sie einen gewissen Verhandlungsspielraum mitbringen. Vor allem sollten Sie deutlich machen, dass das Gehalt nicht im Vordergrund steht. Zeigen Sie, dass Ihr Interesse an der Arbeit überwiegt.

6. Rückfragen

Zum Ende des Interviews haben Sie die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Der Personaler wird Sie vermutlich fragen: „Haben Sie noch Fragen an uns?“. Das sollten Sie niemals verneinen. Denn das würde desinteressiert wirken. Am besten haben Sie sich schon im Vorhinein Gedanken darüber gemacht. Ideen können Sie finden, indem Sie die Stellenanzeige noch einmal genauer studieren oder auf die Internetseite des Unternehmens gehen. Finden Sie da nichts, können Sie sich selbst einmal hinterfragen. Was wollen Sie und wie stellen Sie sich die Mitarbeit in dieser Firma vor? Meist ergeben sich dann schon offene Fragen.

Beispiele:

„Wie sieht die Einarbeitung aus?“

„Wie groß ist das Team, in dem ich arbeiten werde?“

„Welche Weiterbildungsmöglichkeiten bieten Sie an?“

7. Verabschiedung

Zum Schluss und in der letzten Phase des Vorstellungsgespräches klären Sie mit dem Verantwortlichen noch einmal, wie die nächsten Schritte aussehen und wann Sie mit einer Rückmeldung rechnen können. Sie sollten sich für das Gespräch bedanken und, wenn es passt, noch einmal Ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bekunden. Geben Sie dem Personaler dann erneut die Hand, lächeln Sie weiter freundlich und verlassen Sie ganz in Ruhe den Raum. Achten Sie dabei auf Ihre Körperhaltung und sacken Sie nicht gleich in sich zusammen. Erst wenn Sie sicher sind, nicht mehr in Sichtweite zu sein, können Sie die Schultern hängen lassen.

Was vor der ersten Phase zu beachten ist

Schon bevor Sie in die einzelnen Phasen des Auswahlgespräches starten, kommt Arbeit auf Sie zu. Was damit gemeint ist, soll in diesem kurzen Abschnitt kurz angerissen werden.

Vorbereitung

Sie haben gelesen, wie wichtig die richtige Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ist. Dazu zählt, dass Sie sich mit dem Unternehmen ausführlich beschäftigen und alle wichtigen Details recherchieren. Sie sollten Sie sich typische Fragen vorbereiten und auch eigene Fragen ausarbeiten, die Sie dem Personaler stellen könnten. Um in Ihrem Auftreten mehr Sicherheit zu bekommen, können Sie das Gespräch vorab mit einem Freund oder Familienmitglied proben.

Kleidung

Neben der gründlichen Vorbereitung darf auch die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch nicht fehlen. Informieren Sie sich dafür, wie andere Angestellte in der gleichen Branche sich kleiden und machen Sie es ihnen nach. Es ist immer besser, etwas zu schick auszusehen als zu underdressed.

 

Tipps

  • Achten Sie auf Ihre Körperhaltung, Mimik und Gestik
  • Bleiben Sie ehrlich und authentisch
  • Seien Sie pünktlich

 

In diesem Beitrag haben Sie die 7 Phasen eines Vorstellungsgespräches kennengelernt und wissen, was auf Sie zukommt. Jetzt können Sie sich gezielt auf jede einzelne vorbereiten und damit den Personaler von sich überzeugen! Viel Erfolg dabei!