Gemeine Bewerbungsfragen: Die Top 10

Aktualisiert am von Ömer Bekar

Gemeine BewerbungsfragenAls ob ein Jobinterview nicht schon aufregend genug sei! Sie haben sich bereits durch etliche Foren gekämpft und nach typischen Gesprächs-Szenarien gesucht. Am meisten Sorge bereiten Ihnen  jetzt auch noch die richtig gemeinen Bewerbungsfragen. Sie befürchten, keine passende Antwort darauf geben zu können und sich komplett vor dem Personaler zu blamieren.

Doch das muss nicht so sein. In diesem Beitrag lernen Sie die Top 10 dieser Fragen-Kategorie kennen. Die Antwort-Beispiele werden Ihnen zeigen, dass es gar nicht so schlimm ist, wie Sie vielleicht glauben. Mit dieser Überzeugung können Sie dann auch diesem Teil des Bewerbungsgespräches ganz entspannt entgegen sehen.

Lesen Sie, worauf Sie bei Ihrer Antwort auf gemeine Bewerbungsfragen Acht geben müssen und lassen Sie sich anschließend von den Top 10 inspirieren. Erhalten Sie außerdem wichtige Tipps zur Vorbereitung. Scrollen Sie einfach weiter!

Gemeine Bewerbungsfragen im Vorstellungsgespräch

Die fiesesten Fragen in einem Vorstellungsgespräch sollen den Bewerber aus der Reserve locken. Deshalb werden Sie auch als Fangfragen bezeichnet. Die meisten Personaler wissen, dass Sie typische Fragen wie die nach Ihren Stärken und Schwächen gut vorbereitet und einstudiert haben. Doch gerade das ist für den Blick hinter die „Fassade“ hinderlich. Schließlich soll geprüft werden, inwieweit Ihre echte Persönlichkeit tatsächlich zum Unternehmen passt. Auswendig gelernte Sätze können von jedem kommen und lassen einfach nicht tief genug blicken.

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

Hier einige der relevanten Fragen die aktuell gestellt werden

Auch wenn diese Fragen also ein gewisses Stresspotential besitzen, sollen sie Sie nicht ärgern. Der Personal-Verantwortliche möchte Ihnen auch nichts Böses. Sie helfen vielmehr zu erkennen, aus welchen Beweggründen Sie sich beworben haben und wie Sie mit schwierigen Situationen umgehen. Auch kann er sehen, welche Ziele Sie wirklich verfolgen und wie ernst Ihnen eine langfristige Zusammenarbeit zum Beispiel ist.

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Sie brauchen sich vor diesen Fangfragen nicht zu fürchten. Im Gegenteil, denn Sie können sich darüber freuen, dass man Ihnen hilft, Ihr wahres Ich zu zeigen. Nicht nur kann das Unternehmen prüfen, ob Sie der richtige Kandidat für die ausgeschriebene Stelle sind. Auch Sie erfahren mehr über die Firma und können besser einschätzen, ob die Arbeit auch für Sie die richtige Wahl ist. Sehen Sie es positiv und bleiben Sie entspannt.

 

Antworten sollten gut überlegt, aber spontan sein

Sie wissen jetzt, dass Sie in einem Bewerbungsgespräch auch mit Fangfragen rechnen können. Gut ist auch, dass Sie sich vorab darüber informieren und nicht unvorbereitet in das Interview hineingehen möchten. Doch trotzdem werden einige Fragen Sie sehr wahrscheinlich überraschen. Sie können viel üben und sich Antworten zurecht legen. Schlussendlich wissen Sie nie zu hundert Prozent, was auf Sie zukommen wird. Das können Sie sich schon mal merken:

Ehrlichkeit währt am längsten

Sie möchten unbedingt diesen Traumjob bekommen und sind bereit, alles dafür zu tun. Doch seien Sie vorsichtig und vor allem ehrlich. Wenn Sie sich Lügengeschichten ausdenken, nur um Ihren Gegenüber zu beeindrucken, wird das früher oder später auffallen. Das könnte dann noch viel unangenehmer für Sie werden, als zum Beispiel im Gespräch keine passende Antwort parat zu haben.

Es gibt keine perfekt Antwort

Vielleicht möchten Sie alles richtig machen und bloß nichts Falsches sagen. Sie sollten wissen, dass es die perfekte Antwort jedoch nicht gibt. Es ist ein Irrtum, das zu glauben. Auch der Personaler erwartet diese nicht von Ihnen. Es geht mehr darum, Ihre Herangehensweise genauer unter die Lupe zu nehmen. Es wird zum Beispiel geschaut, wie Sie systematisch Sie nach Lösungen suchen. Ihr Verhalten ist demnach noch entscheidender als das, was Sie letztendlich sagen.

Kurz und knackig

Halten Sie Ihre Antworten kurz und kommen Sie so schnell wie möglich auf den Punkt. Je mehr Sie sich in Erklärungen verstricken desto unsicherer lässt Sie das wirken. Der Personaler möchte sehen, dass Sie auch Kompliziertes leicht verständlich machen können.

Spontanität gewinnt

Antworten Sie ganz spontan. Das ist einer der wichtigsten Tipps, die Sie bekommen können. Denn auswendig gelernte Sätze kommen einfach nicht gut an. Auch in der Vorbereitungszeit sollten Sie sich das ersparen. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie eine Idee davon haben, was Sie sagen könnten. Üben Sie es lieber mit Freunden oder der Familie.

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Entspannen Sie sich

Der Personaler stellt Ihnen eine gemeine Bewerbungsfrage, mit der Sie so überhaupt nicht gerechnet hätten? Kein Grund zur Panik. Halten Sie kurz inne und denken Sie nach. Entspannen Sie sich. Zwar ist es keine Schande in einem solchen Moment auch mal nervös zu werden. Doch sollten Sie Ihrem Gegenüber so gut es geht signalisieren, dass Sie auch in schwierigen Situationen professionell und gelassen bleiben können. Gerade bei Bewerbungen für die Führungsetage ist das sehr entscheidend.

 

Die Top 10 der gemeinen Bewerbungsfragen

In diesem Abschnitt lernen Sie die zehn gemeinsten Bewerbungsfragen kennen. Sehen Sie die Antwort-Beispiele als eine Art Inspiration.

1. Bisher haben Sie noch wenig Erfahrung. Was sagen Sie dazu?

Ja, da haben Sie recht. Ich habe gerade erst meinen Master an der Uni Mustername absolviert. Dennoch konnte ich auch während meiner zahlreichen Praktika schon wertvolle Erfahrungen sammeln. Ich denke, dass ich gerade als Anfänger für frischen Wind in Ihrem Unternehmen sorgen kann.

2. Welche Rolle spielt Geld in Ihrem Leben?

Geld ist wichtig, um das eigene Leben zu managen. Deshalb ist es nicht unwichtig für mich. Ich sage immer, dass es beruhigt. trotzdem steht definitiv die Familie an erster Stelle für mich. Was hätte man auch von all seinem Geld, wenn man es nicht mit den Lieben zu Hause teilen kann?

3. Haben Sie schon mal über eine Selbständigkeit nachgedacht?

Nein, bisher habe ich noch nicht über diese Option nachgedacht. Ich glaube das liegt auch daran, dass ich das Leben als Angestellter sehr zu schätzen weiß. Für mich ist eine gewisse Sicherheit wichtig. Auch die Beständigkeit mag ich sehr. Ich stelle mir das Leben als Selbständiger so vor, dass es immer wieder großen Schwankungen ausgesetzt sein kann.

4. Welches Tier würden Sie gerne sein und warum?

Wenn es möglich wäre, dann wäre ich gern ein Löwe. Er ist ein sehr starkes und prächtiges Tier, das gleichzeitig das Zusammenleben in einem Rudel braucht. Ich glaube, ich könnte gut dort hineinpassen. Denn wie in einem Rudel halte ich die Zusammenarbeit in einem Team für sehr entscheidend. Trotzdem möchte ich mir meine Stärke behalten und sie nicht von anderen Menschen abhängig machen. 

5. Wenn Sie alles Geld der Welt hätten, was würden Sie tun?

Ich würde einen großen Teil meines Geldes vermutlich in Immobilien oder andere Wertanlagen investieren. Eine große Reise wäre auch nicht schlecht. Wenn Sie darauf hinaus wollen, ob ich dann noch arbeiten würde, ist meine Antwort „Ja“. Ich glaube, ein Mensch, der nichts zu tun hat, geht früher oder später ein. Es macht mir Freude, produktiv zu sein.

6. Wie geht es Ihnen damit, einen Vorgesetzten über sich zu haben?

Es geht mir gut damit. Ehrlich gesagt denke ich nicht sonderlich viel darüber nach. Solange die Atmosphäre stimmt und man sich auch untereinander gut versteht, sehe ich kein Problem. Wichtig ist mir, dass auch ein Chef auf seine Angestellten und Ihre Wünsche eingeht und sich nicht vollkommen davon abgrenzt.

7. Was tun Sie, wenn ich Ihnen auf der Stelle diesen Job anbiete?

Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn Sie sich so schnell für mich entscheiden würden. Wahrscheinlich würde ich trotzdem noch einmal eine Nacht darüber schlafen wollen. Das tue ich bei solch wichtigen Karriere-Entscheidungen generell immer.

8. Was könnte ich als Interviewer das nächste Mal besser machen?

Ich denke, Sie machen Ihren Job wirklich gut. Beim nächsten Kandidaten sollten Sie diese Frage auf jeden Fall noch mal stellen. Ein gutes Feedback und eine stetige Weiterentwicklung halte ich im jeden Bereich des Lebens, ob beruflich oder privat, für sehr wichtig.

9. Gab es etwas Verrücktes in Ihrem Leben, das Sie noch mal wiederholen möchten?

Ja, ich bin während meines Auslandssemesters in Neuseeland gewesen und bin dort von einer sehr hohen Brücke gesprungen, an einem Bungee-Seil versteht sich. Dieses Gefühl war so atemberaubend, dass ich das auf jeden Fall noch einmal tun möchte.

10. Wenn es ein nächstes Leben gäbe, was würden Sie sich wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass ich genau dieses Leben noch einmal leben dürfte. Manche Fehlentscheidungen würde ich gern auslassen. Doch im Grunde haben Sie mich genau hierher gebracht. Deshalb gibt es für mich keine großen Änderungswünsche.

Die richtige Vorbereitung für passende Antworten auf fiese Fangfragen

Es ist klar, dass Sie sich nie sicher sein können, welche Fragen der Personaler Ihnen letztendlich stellt. Dennoch können Sie mit einer umfangreichen Vorbereitung mehr Sicherheit gewinnen und ruhiger in das Gespräch hineingehen. Welche Methoden Sie dabei anwenden können, erfahren Sie in diesem Abschnitt.

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Recherche

Bei jeder Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch steht die Recherche ganz oben auf der To-Do-Liste. Sie sollten wissen, mit welchem Unternehmen Sie es zu tun haben und in welcher Branche es ansässig ist. Finden Sie so viele Informationen wie möglich über es heraus. Das hilft Ihnen, im Interview nich so leicht ins Straucheln zu geraten. Schauen Sie auch danach, welche typischen Fragen man Ihnen stellen könnte. Vielleicht begegnen Ihnen später ähnliche. Gehen Sie gründlich vor und notieren Sie sich alle wichtigen Punkte.

Mit Freunden üben

Es hilft, wenn Sie den Ernstfall vorher mit einem Freund oder jemanden aus Ihrer Familie proben. Versetzen Sie sich ganz in Ihre Rolle als Bewerber und gehen Sie diese oder ähnliche Fragen durch. Ihr Übungspartner kann Ihnen im Nachhinein wertvolles Feedback geben. Vielleicht entdecken Sie eine neue Eigenschaft an sich, die eher zu Ihren Schwächen gehört als zu Ihren Stärken.

Entspannungsübungen

Mit den richtigen Entspannung- und Atemübungen können Sie am Abend vor dem Gespräch Ihre Nervosität bekämpfen. Alternativ können Sie auch vorher ein heißes Bad nehmen und einfach mal abschalten.

Worst-Case

Malen Sie sich einmal aus, was im allerschlimmsten Fall passieren kann. Vielleicht wissen Sie auf keine Frage etwas zu antworten oder Sie stammeln nur unverständliches Zeug vor sich hin und blamieren sich total. Möglicherweise könnte das Gespräch sogar abgebrochen werden, weil der Personaler keine Zeit mit Ihnen verlieren möchte. Aber keine Angst, diese Szenarien sind eher unwahrscheinlich. Doch sollten Sie eintreten, können Sie sich eins klar machen: Es ist nicht das Ende Ihres Lebens und Sie werden auch woanders wieder neue Chancen bekommen. Auch wenn es dieser nicht ist, ein Job passt mit Sicherheit perfekt zu Ihnen!

 

Tipps

  • Bei aller Aufregung sollten Sie nicht vergessen, auch eigene Fragen zu stellen.
  • Gut ist, wenn Sie sich vorher vor allem Ihre Schwächen überlegt haben.
  • Bleiben Sie entspannt und achten Sie auf Ihre Körpersprache.

 

Sie haben die Top 10 der gemeinen Bewerbungsfragen im Vorstellungsgespräch kennengelernt. Ihnen ist klar geworden, worauf es bei Ihren Antworten ankommt und wie Sie sie am besten vorbereiten. Jetzt sind Sie am Zug. Fürchten Sie sich nicht länger, sondern bereiten Sie sich aktiv auf das Jobinterview und die schwierigen Fragen vor. Dann wird es auch mit dem Traumjob klappen!