Bewerbungsgespräch Fehler vermeiden

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Fehler Sie im Bewerbungsgespräch vermeiden müssen.

Bewerbungsgespräch Fehler sind kein Weltuntergang, können jedoch je nach Schwere, sehr peinlich sein und im schlimmsten Fall zu einer Absage seitens des Arbeitgebers führen.

Damit Ihr Vorstellungsgespräch ein voller Erfolg wird, sollten Sie die häufigsten Fehler bei einer Bewerbung kennen und diese beim Gespräch mit dem Personaler vermeiden. Mit den Tipps aus diesem Artikel hinterlassen Sie einen guten Eindruck bei Ihrem Gesprächspartner!

In diesem Beitrag verschaffen Sie sich einen Überblick über die größten Fehler im Vorstellungsgespräch. Sie lernen, was Sie bei Ihrer Bewerbung um einen Job vermeiden müssen, und wie Sie sich stattdessen verhalten sollten. Halten Sie sich an diese Hinweise, verblüffen Sie den Interviewer und steigern Sie Ihre Chancen auf die Anstellung!

Fehler im Bewerbungsgespräch: Ein verfrühtes Erscheinen

Wer ein innovatives Bewerbungsschreiben samt gut strukturiertem Lebenslauf beim Arbeitgeber einreicht und zudem pünktlich zum Vorstellungstermin erscheint, hat gute Chancen auf den Job. Allerdings ist die größte Hürde noch nicht bewältigt: Das Gespräch mit dem Recruiter. In dieser Bewerbungsphase können Sie gravierende Fehler machen, die jede noch so gut gestaltete Bewerbungsmappe nicht ausbaden kann.

So neigen viele Bewerber zum Beispiel dazu, überpünktlich zum Bewerbungstermin zu erscheinen. Schließlich ist Unpünktlichkeit ein absolutes No-Go, wenn man einen Arbeitgeber von seiner Person überzeugen möchte. Ähnliches gilt allerdings auch für die Überpünktlichkeit! Stehen Sie zu früh vor den Pforten des Unternehmens, könnte sich der Personaler unter Druck gesetzt fühlen – zumindest indirekt. Dann hat der Verantwortliche das Gefühl alles stehen und liegen lassen zu müssen, um sich mit Ihnen zu beschäftigen. Dies ist unbedingt zu vermeiden – bedenken Sie, dass Ihr Gesprächspartner noch ganz andere Dinge zu tun hat, als sich mit Ihnen zu unterhalten!

Des Weiteren wirkt ein mehr als zeitliches Aufschlagen in der Firma sehr unnatürlich. Das heißt, es kann der Eindruck entstehen, dass Sie sonst stets unpünktlich sind und sich extra für den Termin „zusammengerissen“ haben. Mit dieser Eigenschaft können Sie bei keinem Personalverantwortlichen punkten!

 

Machen Sie es besser!

Anstatt 20 Minuten lang im Empfangsbereich auf den Recruiter zu warten, sollten Sie im Falle der Überpünktlichkeit lieber das Café um die Ecke aufsuchen. Hier können Sie einige Minuten totschlagen, um anschließend pünktlich zum Vorstellungsgespräch aufzulaufen.

 

 

Es gibt verschiedene Arten von schlechter Vorbereitung

Sie wissen:

Eine gute Vorbereitung auf das Einstellungsgespräch ist das A und O. So sollten Sie sich ausreichend über das Unternehmen als auch über die Stelle und den Dresscode in der Branche informieren. Ebenso sollten Sie sich Rückfragen für das Interview überlegen.

All das bedeutet allerdings nicht, dass Sie wie eine Maschine wirken dürfen. Bedeutet: Haben Sie sich für jede mögliche Frage einige Antwortmöglichkeiten zurechtgelegt, leidet Ihre Glaubwürdigkeit. Der Hang zu einem derartigen Perfektionismus wirkt zudem schnell unsympathisch.

 

  • Merke: Eine umfassende Vorbereitung auf das Gespräch ist sinnvoll, Sie sollten aber stets ein gewisses Maß an Spontanität und Improvisationsfähigkeit aufweisen. Dies gelingt zum Beispiel, indem Sie Ihre Antwort auf die Frage nach Ihren Hobbys nicht auswendig lernen.

 

Fehler im Bewerbungsgespräch: Der Bewerber wählt die falschen Themen

In Anlehnung an den obigen Punkt dürfen Sie auch nicht zu spontan sein und zum Smalltalk neigen. Der lockere Einstieg in das Vorstellungsgespräch kann Ihnen die Gesprächsführung zwar erleichtern. Sie sollten allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass Sie sich um eine Arbeitsstelle bewerben und nicht zu Gast bei einem Kaffeekränzchen sind.

 

  • Merke: Als Bewerber um einen Job müssen Sie sich professionell präsentieren und Ihre fachlichen Kenntnisse darlegen. Ihr Privatleben kann immer noch Thema sein, wenn Sie die Stelle bekommen haben, beziehungsweise wenn der Interviewer Sie gezielt danach fragt.

 

Typische Fragen versus auswendig gelernte Texte

Dass Sie im Vorstellungsgespräch möglichst authentisch wirken müssen, wurde bereits thematisiert. Diesbezüglich sollten Sie sich davor in Acht nehmen, eine Phrase nach der anderen zu artikulieren. Mit Plattitüden sind solche Aspekte, wie eine hohe Belastbarkeit, eine gute Lernfähigkeit und eine hohe Arbeitsmotivation gemeint. Dass es sich hierbei um wichtige Punkte handelt, steht außer Frage. Das heißt, dass der Personaler sich auch nach diesen Eigenschaften erkundigen wird. Allerdings sollten Sie diese und weitere Fertigkeiten nicht einfach aufzählen, sondern belegen können. Erwähnen Sie Ihre Stärken und verknüpfen Sie sie mit bereits gesammelten Praxiserfahrungen!

 

Die Checkliste als No-Go:

Entsteht der Eindruck, als hätten Sie eine Liste mit wichtigen Schlagworten auswendig gelernt, um diese als Ihre Stärken zu präsentieren, machen Sie sich mit Ihrer Teamfähigkeit und weiteren Skills schnell unglaubwürdig.

 

Überheblichkeit als No-Go

Ein weiterer klassischer Fehler im Bewerbungsgespräch ist die unangemessene Selbstdarstellung. Sie sollten durchaus selbstbewusst auftreten, dürfen es mit Ihrer Selbstzufriedenheit allerdings auch nicht übertreiben. Das gilt genauso in die andere Richtung, Sie sollten Ihre Fähigkeiten also auch nicht untertreiben.

 

Authentizität lautet das Zauberwort.

Geben Sie sich in dem Gespräch natürlich und weisen Sie auf Ihre Stärken hin, ohne Ihre (kleinen) Schwächen außer Acht zu lassen. Schließlich ist niemand perfekt und kein Arbeitgeber wünscht sich einen Mitarbeiter, der sich für unfehlbar hält. Bedenken Sie, konkrete Beispiele für Ihre Stärken und Schwächen zu nennen.

 

Ein großer Fehler im Bewerbungsgespräch heißt Passivität

Als Bewerber werden Sie viele Fragen des Personalverantwortlichen beantworten. Sie sollten sich jedoch nicht auf diese passive Rolle beschränken! Sprechen Sie also nicht nur, wenn Sie gefragt werden, sondern machen Sie aus dem Interview einen Dialog.

Bedeutet: Sie nehmen aktiv an dem Vorstellungsgespräch teil und stellen eigene Fragen zum Unternehmen und zum Arbeitsablauf. So beweisen Sie, dass Sie aufrichtiges Interesse an dem Job und dem Arbeitgeber haben.

 

Im Anschluss an das eigentliche Gespräch:

Nach dem Bewerbungsgespräch wird sich der Personaler aller Voraussicht nach erkundigen, ob Sie noch Fragen haben. Konnten Sie die entsprechenden Informationen nicht bereits während des Interviews einholen, ist dies der richtige Zeitpunkt. Wann Sie Ihre eigenen Fragen stellen, spielt demnach eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass Sie Rückfragen zum Betrieb, zur Firma et cetera stellen! So beweisen Sie, dass Sie sich ausführlich mit der Stellenausschreibung befasst haben.

 

  • Tipp: Auch in dem Fall, dass Sie keine dringenden Fragen haben, sollten Sie eine oder zwei Rückfragen an den Personaler richten.

 

Thema Gehalt: Viele Bewerber verkalkulieren sich

In dem Vorstellungsgespräch geht es auch darum, was Sie selbst von dem Job erwarten. Hiermit ist in erster Linie das Gehalt gemeint. Um realistische Forderungen machen zu können, müssen Sie die gängigen Vergütungen in der Branche kennen. Sie können diese mit Ihren Qualifikationen und Ihrer Berufserfahrung abgleichen, um dem Personaler ein Angebot zu unterbreiten.

 

Verkalkulieren Sie sich nicht!

Sie dürfen dem Interviewer keinesfalls das Gefühl geben, es gehe Ihnen nur um das Geld. Begründen Sie Ihre Forderungen mit Ihrem „Marktwert“ und seien Sie vorsichtig, was das Verlangen von Zusatzleistungen (zum Beispiel ein Firmenwagen) betrifft. Stellen Sie zu hohe Ansprüche, schreckt das den potenziellen neuen Arbeitgeber ab und reduziert Ihre Erfolgsaussichten auf die Anstellung.

 

Erst die Firma, dann der Bewerber

Der Recruiter möchte durch das Bewerbungsgespräch herausfinden, wie das Unternehmen von Ihrer Person profitieren kann. Kurzum gesagt, hat die Firma Priorität. Das sollte auch für Sie gelten! Anders ausgedrückt: Sie sollten Ihre Person nicht zu sehr in den Vordergrund rücken. Vielmehr sind es Ihre Qualitäten, die Sie als neuen Mitarbeiter interessant machen.

 

  • Praxistipp: Machen Sie sich vor dem Einstellungsinterview Gedanken darüber, wie Sie dem Unternehmen helfen können, und vermitteln Sie dieses Potenzial im Gespräch. Versuchen Sie in diesem, möglichst auf die Pronomen „ich“, „mir“ und „mich“ zu verzichten.

 

Die richtige Körpersprache im Vorstellungsgespräch

Ein weiterer typischer Fehler unter Bewerbern ist das Außerachtlassen der Körperhaltung beziehungsweise der Körpersprache:

Sitzen Sie aufrecht in Ihrem Stuhl und suchen Sie den Augenkontakt zu Ihrem Gegenüber. Ebenso sollten Sie auf eine angemessene Stimmlage achten, das heißt Sie dürfen nicht zu leise (und auch nicht zu laut) reden. Andernfalls entsteht das Bild einer (zu) schüchternen Person.

 

Die Körpersprache ist besonders bei kritischen Fragen bedeutsam.

Erkundigt sich der Personalverantwortliche nach Ihrer übermäßig langen Studiendauer, einer großen Lücke im Lebenslauf oder Ähnlichem, heißt es, Haltung bewahren – im wahrsten Sinne des Wortes! Bei solchen Themen achtet der Recruiter verstärkt auf Ihre Körpersprache. Bemerkt er, dass Sie in Ihrem Stuhl zusammensinken, zeugt das von einem geringen Selbstvertrauen.

 

  • Praxistipp: Halten Sie sich die möglichen Schwachpunkte Ihrer Vita vor Augen, um im Vorstellungsgespräch angemessen auf unbequeme Fragen reagieren zu können. Sind Sie dazu in der Lage, die Lücken im Lebenslauf plausibel zu erklären, und stimmt die Körpersprache mit Ihren Aussagen überein, wird das vom Arbeitgeber positiv zur Kenntnis genommen.

 

Häufige Fehler im Vorstellungsgespräch: Der falsche Abgang

Nachdem Sie die Fragen des Personalers ausführlich beantwortet und Ihre Fähigkeiten mit konkreten Beispielen belegt haben, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder?

Eben doch, und zwar, wenn Sie nachhaltig ein schlechtes Bild hinterlassen! Um positiv in Erinnerung zu bleiben, sollten Sie sich höflich verabschieden und sich bei Ihrem Gesprächspartner bedanken. Für Sie ist das vielleicht selbstverständlich, jedoch machen viele Bewerber den Fehler, dass sie den Abgang vermasseln. Wer sich nicht abschließend mit einem Satz der Dankbarkeit an den Interviewer richtet, zeigt, dass er keine Manieren hat.

 

Die Formulierung, um Ihre Wertschätzung auszudrücken, könnte so lauten:

„Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für mich genommen haben“.

 

Wichtige Tipps zum Dresscode im Einstellungsinterview

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass auch die richtige Kleidung ein wichtiger Punkt ist, um im Vorstellungsgespräch bestehen zu können. Halten Sie sich diesbezüglich an die folgenden Regeln:

  • Die Mitarbeiter von Banken, Versicherungen und ähnlichen Einrichtungen sind für gewöhnlich eher konservativ gekleidet.
  • In Start-ups sowie in kreativen Berufsfeldern herrscht allgemein ein lockerer Dresscode.
  • Ihr Outfit sollte frei von Löchern oder anderen Beschädigungen sein.
  • Auch Fussel und andere Verunreinigungen sind ein No-Go.
  • Sollten Sie sich unsicher sein, welcher Dresscode bei dem jeweiligen Arbeitgeber herrscht, recherchieren Sie auf der Unternehmenswebsite oder informieren Sie sich telefonisch über die angemessene Kleidung.

 

  • Zusatztipp: Als Haustierbesitzer kann es sich lohnen, eine Fusselrolle mit zu dem Bewerbungsgespräch zu nehmen. So können Sie Ihre Kleidung vor dem Treffen mit dem Personaler – etwa im Auto oder auf der Toilette – noch einmal abrollen. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass Ihnen zuvor übersehene Haare einen Strich durch die Rechnung machen.

 

Vermeiden Sie diese typischen Fehler im Bewerbungsgespräch!

Was Sie in diesem Artikel gelernt haben:

Sie kennen nun die fatalsten Fehler, die Sie als Bewerber in einem Vorstellungsgespräch machen können. Vermeiden Sie diese No-Gos, um einen positiven Eindruck beim Personaler zu hinterlassen und Ihre Chancen auf den Job zu maximieren. Mit dem Wissen aus diesem Beitrag und einer entsprechenden Qualifikation klappt es sicher mit der Stelle! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihr Bewerbungsgespräch!