Vorstellungsgespräch GemeindeSie haben sich erfolgreich beworben und bald steht für Sie das Vorstellungsgespräch in der Gemeinde an? Vielleicht sind Sie jetzt ein wenig nervös und wissen nicht so recht, was auf Sie zukommen wird. Deshalb suchen Sie nach Tipps und Ratschlägen, wie Sie am besten vorgehen, um den Personaler von sich zu überzeugen.

Freuen Sie sich, denn Sie haben die Antwort gefunden, und zwar in diesem Beitrag. Lassen Sie sich mitnehmen und erfahren Sie, wie Sie in diesem Bewerbungsgespräch überzeugen. Mit diesem Wissen können Sie sich gezielt vorbereiten und Ihre Konkurrenten ganz einfach hinter sich lassen.

Lesen Sie, was eine Gemeinde für Aufgaben erfüllt und wie Ihr Job aussehen könnte. Lernen Sie den Ablauf eines Auswahlgesprächs kennen und schauen Sie sich die Beispiel-Fragen und Formulierungen an. Kommen Sie mit und sehen Sie selbst!

 

Diese Aufgaben erfüllt eine Gemeinde

Eine Gemeinde ist ein Dorf, ein Zusammenschluss mehrerer Dörfer oder eine ganze Stadt. Politisch gesehen hat eine Gemeinde ihren ganz eigenen Wirkungsbereich, innerhalb dessen sie sich bewegen und eigenverantwortlich handeln kann. Das bedeutet, dass Sie dafür keine Befugnis oder Weisung vom Bund oder den Ländern nötig hat. Für Ihren Bereich, in dem sie tätig sein darf, kann sie von den Bürgern Gemeindesteuern erheben.

Beispiele für einen eigenverantwortlichen Wirkungskreis

Die Gemeinde kümmert sich zum Beispiel um das Müll- und Entsorgungsmanagement im Ort. Im „Bauwesen“ nimmt Sie Bauanträge entgegen und erteilt Genehmigungen. Öffentliche Anstalten wie Sport- und Freizeitanlagen werden instand gehalten. Dazu schafft sie immer wieder neue Angeboten für eine aktive Freizeitgestaltung. Einrichtungen und Treffpunkte für Kinder und Jugendliche werden eröffnet, gepflegt und unterhalten. Kulturförderung und die Erhaltung von Schulen gehört ebenso zu ihrem Verantwortungsbereich. Egal, ob Heirats- oder Sterbeurkunde, auch diese werden von einem Gemeindezuständigen ausgefüllt.

Mehr Verantwortung

Neben dem genannten Aufgabenbereich können einer Gemeinde vom Bund und den Ländern weitere Pflichten übertragen werden. Ist das der Fall, wird der Bürgermeister zum vollziehenden Organ. So geschieht es beispielsweise bei Landtagswahlen. Die Durchführung wird von einer höheren Stelle beauftragt und dementsprechend ausgeführt.

Doch wer prüft eigentlich, dass finanzielle Mittel dabei ordentlich verwendet werden? Dafür gibt es den Prüfungsausschuss des Gemeinderats. Dieser trägt Sorge, dass alle Gelder für den richtigen Zweck eingesetzt und damit nicht veruntreut werden.

Das könnte Ihr Job sein

In der Verwaltung einer Kommune gibt es Beschäftigung für die unterschiedlichsten Berufsgruppen. Wenn Sie in Ihrer Ortsgemeinde arbeiten, dann gehört Ihr Job zum öffentlichen Dienst. Dieser ist innerhalb Deutschlands der mit Abstand größte Arbeitgeber. Nur um einen kurzen Eindruck davon zu bekommen, sollen in diesem Abschnitt einige Berufe genannt werden. Daneben gibt es noch viele weitere.

Verwaltungsfachangestellter

Als Verwaltungsfachangestellter managen Sie alle möglichen Büro- und Verwaltungsaufgaben. Sie beraten die Bürger in unterschiedlichsten Belangen. Sie bereiten Dokumente vor und beschäftigen sich sehr viel mit Vorschriften und Entscheidungen. Dafür kennen Sie sich sehr gut mit der aktuellen Gesetzeslage aus.

Bürokaufmann

Wenn Sie als Bürokaufmann angestellt sind, übernehmen Sie mehr kaufmännische Aufgaben wie die Bearbeitung von Aufträgen, Steuerung und das Rechnungswesen. Marketing und Personalwesen fällt ebenso in Ihren Bereich.

Studierter Verwaltungsinformatiker

In der Position als Verwaltungsinformatiker sind Sie Experte für alle Fragen rund um die IT. Sie betreuen die Mitarbeiter bei Soft- und Hardware-Problemen und sind Ansprechpartner für Fragen.

 

Voraussetzungen für ein Vorstellungsgespräch in einer Gemeinde

Um zu einem Vorstellungsgespräch in einer Gemeinde eingeladen zu werden und um dort auch überzeugen zu können, ist es gut, die Voraussetzungen für die Arbeit zu kennen. Es wird hier davon ausgegangen, dass Sie sich um eine Position als Verwaltungsfachangestellter bewerben. Dafür sollten Sie mitbringen:

Gute Kommunikationsfähigkeit

Sie können sich sowohl in Worten als auch schriftlich gewählt ausdrücken und scheuen auch vor einem ernsteren Gespräch nicht zurück. Sie mögen es, mit Menschen zu sprechen und Ihnen bei Fragen und Anliegen zur Seite zu stehen.

Teamfähigkeit

Arbeiten Sie im Rathaus, werden Sie viel im Team planen, organisieren und besprechen. Sie sollten also in der Lage sein, sich in ein Team zu integrieren und Ihre Stärken mit einzubringen.

Genauigkeit

Einen großen Teil Ihrer Arbeit verbringen Sie mit der Bearbeitung von Dokumenten, Anträgen, Bescheinigungen usw. Dafür ist ein hohes Maß an Genauigkeit erforderlich. Ansonsten kann es schnell passieren, dass die gleiche Arbeit wieder zurück auf Ihrem Tisch landet.

Gute Merkfähigkeit

Da Sie mit Gesetzestexten umgehen können müssen, sollten Sie eine ausgezeichnete Merkfähigkeit besitzen. Auch wenn es zu Änderungen in der aktuellen Gesetzeslage kommt, ist das für Sie kein Problem, sich darauf einzustellen.

Organisationstalent

Sie sind ein wahres Planung- und Organisationstalent. Ob es um die Organisation eines Gemeinde-Events oder einfach um den täglichen Büroalltag geht. Ihnen entgeht kein wichtiges Detail, das Sie in Ihrer Vorbereitung mit beachten müssen.

Belastbarkeit

Es kann auch Tage und Zeiten geben, an denen Sie besonders hart gefordert werden. Sie sollten dann in der Lage sein, diese Belastungen zu tragen und nicht direkt zusammenbrechen.

Englischkenntnisse

Ihr Englisch ist sehr gut und verhandlungssicher. Oft kommt es vor, dass Sie mit ausländischen Bürgern in Kontakt kommen. Dann sollten Sie sich mit Ihnen verständigen können und verstehen, welches Anliegen Sie haben.

Verantwortungsbewusstsein

Gern übernehmen Sie die Verantwortung und arbeiten zielbewusst auf das hin, was als nächstes ansteht.

 

Vorstellungsgespräch Gemeinde: Ablauf

In einem Bewerbungsgespräch für den Job in einer Gemeinde geht es dem Personaler darum, Ihre Qualifikationen und Stärken für die Position einzuschätzen. Noch mehr möchte er wissen, wie Sie als Mensch mit Ihrer individuellen Persönlichkeit in das Team hineinpassen. Ein typischer Ablauf für ein Einstellungsgespräch sieht wie folgt aus:

Begrüßung und Small Talk

Zu Beginn wird man Sie begrüßen und ein wenig mit Ihnen „Small Talk“ halten. Dazu gehören Fragen wie: „Haben Sie gut hierher gefunden?“ oder „Ich hoffe, die Parkplatzsuche war keine allzu große Herausforderung für Sie…“. Gehen Sie einfach darauf ein und sehen Sie es als Einladung, erst mal in Ruhe ankommen zu dürfen und Ihre Nervosität abzulegen.

Beschreibung Ihrer Person

Anschließend geht es meist darum, dass Sie etwas über sich und Ihre Person erzählen. Manchmal fordern Personaler sogar ganz direkt dazu auf, Ihren Lebenslauf noch mal nachzuerzählen. Dabei ist wichtig, dass Sie nicht auf jede einzelne Kleinigkeit eingehen. Vielmehr geht es darum, dass Sie die richtige Auswahl treffen und nur das erwähnen, was wirklich relevant ist. Schulzeiten oder Nebenjobs interessieren meist eher weniger.

Fachliche Fragen

Im nächsten Schritt folgen dann die fachlichen Fragen. Zeigen Sie hier, dass Sie sich in dem Job auskennen und wissen, worum es geht. An diesem Punkt ist auch wichtig, dass Sie sich mit dem Unternehmen im Vorfeld beschäftigt haben.

Soft Skills

Oft weniger in der Vorbereitung beachtet, sind die Soft Skills oft ein ausschlaggebender Faktor. Haben Sie zum Beispiel eine entscheidende Eigenschaft oder Fähigkeit nicht, kann das genauso zum Aus für Sie als Bewerber führen wie eine fehlende fachliche Qualifikation. Bereiten Sie sich auf diesen Teil des Gesprächs gut vor und gewinnen Sie den Personaler für sich.

Nachfragen

Zum Schluss werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit dazu aufgefordert, selbst Fragen zu stellen. Das sollten Sie dann auch tun! Es zeigt, dass Sie sich mit dem Bewerberinterview im Vorfeld auseinandergesetzt haben. Auch bestätigt es Ihr Interesse an der Gemeinde und hilft Ihnen zu überzeugen!

Fragen im Vorstellungsgespräch

Die folgenden Fragen sollen Ihnen zur Vorbereitung auf Ihr Auswahlgespräch dienen. Es handelt sich dabei um typische Fragen, mit denen Sie in einem Vorstellungsgespräch für die Gemeinde rechnen können. Dabei wird jedoch kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Es kommt zusätzlich immer auf Ihre ganz persönliche Situation an und vor allem auf die jeweilige Stelle. Es wird in diesen Beispielen wie oben davon ausgegangen, dass Sie sich um einen Job als Verwaltungsfachangestellter bewerben.

Wieso möchten Sie in unserer Gemeinde arbeiten?

Ich finde es toll, wie sich diese Gemeinde für die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Belange einsetzt. Egal, ob es um die Förderung von Kindern- und Jugendlichen oder um den Bereich Natur und Umweltschutz geht. Bisher habe ich nur positives von Ihnen gehört. Außerdem gefällt mir die familiäre Größe sehr gut.

Wie sind wir organisiert?

Ganz oben steht der Bürgermeister und unter ihm der Gemeinderat. Darunter sind Sie in mehreren Abteilungen organisiert. So gibt es die Abteilung für Gemeindeentwicklung, Öffentliche Sicherheit und Ordnung und Gesellschaftliches/Soziales. Daneben gibt es einen Bereich, der sich allein um die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen kümmert.

Wer ist der Bürgermeister?

Bürgermeister ist zur Zeit Herr Mustername. Er ist bereits seit über vier Jahren im Dienst und hat damit gerade einmal die Hälfte seiner Amtszeit hinter sich.

Was würden Freunde über Sie sagen?

Meine Freunde würden mich als sehr organisiert und strukturiert beschreiben. Auch zu Hause hat bei mir alles seinen Platz. Wenn wir im Freundeskreis etwas unternehmen, bin ich oft der führende Organisator. Wahrscheinlich würden sie auch erwähnen müssen, dass ich manchmal nicht die geduldigste Person bin. Wenn es nicht in meiner Geschwindigkeit voran geht, kann ich schon mal angespannt sein. Daran arbeite ich aber schon fleißig. 

Wie gehen Sie mit Konfliktsituationen um?

Ich versuche, die Situation sachlich zu betrachten und gelassen zu bleiben. Das hilft, die Gemüter nicht noch mehr aufzuheizen. Wenn ich kann, schlichte ich den Konflikt. Oft gelingt das mit Worten, manchmal benötigt jeder Beteiligte ein wenig Abstand und Zeit für sich. Ich denke es ist gut, dann bei beruhigter Lage miteinander zu sprechen.

Wie sieht Ihre Zukunft in zehn Jahren aus?

Ich sehe mich als Verwaltungsfachwirt im Rathaus der Gemeinde. Ja, ich würde später gern noch eine Weiterbildung absolvieren.

Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?

Sie sollten sich für mich entscheiden, weil ich perfekt in Ihr Team hineinpasse. Ich bringe alle fachlichen Anforderungen mit, die Sie an mich stellen. Dazu kann ich die Gemeinde mit meiner zielstrebigen, einfühlsamen und positiven Art jeden Tag aufs Neue bereichern.

Tipps und Ratschläge

 

Sie wissen jetzt, wie Sie im „Vorstellungsgespräch Gemeinde“ überzeugen. Sie kennen die typischen Aufgaben und wissen, was von Ihnen erwartet wird. Die Fragen und Antworten haben Ihnen gezeigt, wie es im Ernstfall ablaufen könnte. Jetzt sind sie dran! Bereiten Sie sich heute noch auf Ihr persönliches Bewerbungsgespräch vor!